Feige: Die Odyssee kostete Spider-Man ein halbes Jahr Entwicklung

Feige: Die Odyssee kostete Spider-Man ein halbes Jahr Entwicklung Sony Pictures / Disney
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Viereinhalb Jahre lagen zwischen No Way Home und Brand New Day. Kevin Feige hat jetzt erstmals selbst gesagt, warum: Ein halbes Jahr geht auf Tom Hollands Rolle in Die Odyssee – und dazwischen war Marvel nach seinen Worten ein wenig gelähmt.

Zwischen „Spider-Man: No Way Home” und „Spider-Man: Brand New Day” lagen viereinhalb Jahre. Ein halbes davon geht auf das Konto eines Films, der mit Marvel nichts zu tun hat: Christopher Nolans „Die Odyssee”. Kevin Feige hat das jetzt erstmals selbst bestätigt – und dabei eingeräumt, dass sein Studio in dieser Zeit „ein wenig gelähmt” war.

Der Präsident von Marvel Studios war zu Gast an der School of Cinematic Arts der University of Southern California, an der er selbst studiert hat. Dort ging es um die lange Entstehungsgeschichte des Films – und um die Frage, warum es so viele Fassungen des Drehbuchs gab.

Viereinhalb Jahre, ein Autorenduo, viele Fassungen

Feige nennt die Zahl selbst: Es habe lange gedauert, viereinhalb Jahre seit „Spider-Man: No Way Home”. Geschrieben haben in dieser ganzen Zeit dieselben beiden Autoren – Chris McKenna und Erik Sommers, die bereits „Spider-Man: Homecoming”, „Spider-Man: Far From Home” und „Spider-Man: No Way Home” verantwortet haben. Es waren also nicht wechselnde Teams, die den Stoff immer wieder neu aufsetzten, sondern ein Duo, das immer wieder von vorn anfing.

Und dann fällt der Satz, um den es geht: Ein Teil der Zeit liege an „Die Odyssee”, dieses zusätzliche halbe Jahr gehe auf „Die Odyssee” – aber es habe auch eine Phase gegeben, in der man ein wenig gelähmt gewesen sei. Ein halbes Jahr Entwicklungszeit, das nicht am Stoff lag, sondern an einem Terminkalender.

Warum ein Nolan-Film Marvels Kalender verschob

Tom Holland spielt in „Die Odyssee” Telemachos, den Sohn des Odysseus – eine der tragenden Rollen des Films. Gedreht wurde vom 25. Februar bis zum 5. August 2025, insgesamt 91 Tage. „Spider-Man: Brand New Day” übernahm praktisch nahtlos: Die Dreharbeiten liefen vom 3. August bis zum 19. Dezember 2025.

Dass diese Reihenfolge überhaupt möglich wurde, geht auf Holland selbst zurück. Er hat Sony-Chef Tom Rothman angerufen und um die Verschiebung gebeten, damit er Telemachos spielen kann – ein Gespräch, das er später als unangenehm beschrieben hat. Die Verschiebung hatte zwei Folgen, die dem Film am Ende genützt haben dürften: Destin Daniel Cretton konnte als Regisseur einsteigen, und das Drehbuch bekam Luft.

Ablesbar ist sie auch im Startkalender. „Spider-Man: Brand New Day” rückte in den USA vom 24. auf den 31. Juli 2026 und landete damit zwei Wochen hinter „Die Odyssee” statt nur einer. In Deutschland lief der Film bereits am Mittwoch, dem 29. Juli, an.

Und wann kommt Spider-Man 5?

Darauf gibt Feige keine Antwort. Der Kalender der Phase 7 ist für 2028 bereits dicht: „Ghost Rider”, „Black Panther 3” und der X-Men-Neustart belegen die großen Termine. Dazu kommt, dass ein fünfter Teil bis heute überhaupt nicht beschlossen ist – Tom Holland hat dafür keinen Vertrag.

Rechnet man die bekannten Verpflichtungen zusammen, wird 2028 zusätzlich eng: Cretton dreht 2027 seine Realverfilmung von „Naruto”, Holland steht ab Januar 2027 für ein Filmporträt über Fred Astaire vor der Kamera. Ein Start 2029 gilt deshalb als der wahrscheinlichere Weg – bestätigt ist davon nichts, und weder Marvel noch Sony haben sich dazu geäußert. Was Feiges Auftritt zeigt, ist vor allem eines: Der Abstand zwischen zwei Spider-Man-Filmen hängt inzwischen weniger am Studio als am Kalender seines Hauptdarstellers.

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