Star Trek: Enterprise: Dr. Phlox war auf einem Himmelfahrtskommando

Star Trek: Enterprise: Dr. Phlox war auf einem Himmelfahrtskommando Paramount

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01.04.2026 13:00 Uhr

John Billingsley verrät, warum Dr. Phlox die erste Warp-5-Mission der Menschheit eigentlich für ein absolutes Himmelfahrtskommando hielt.

Erinnerst Du Dich an die turbulenten Anfänge von „Star Trek: Enterprise”? Die Prequel-Serie erntete damals viel Spott und galt lange als jene Show, die das Franchise auf dem Gewissen hat. Doch das Blatt hat sich gewendet: Dank Streaming feiert die Crew um Captain Jonathan Archer (Scott Bakula) heute ein beachtliches Comeback. Nun liefert John Billingsley, der den exzentrischen Denobulaner Dr. Phlox meisterhaft verkörperte, einen urkomischen und zugleich faszinierenden Einblick in das Innenleben seines Charakters.

Auf dem Charity-Event Trek Talks 5 stellte sich Billingsley den Fragen von Ian Spelling. Dabei verriet er, wie er sich abseits der Drehbücher in seine Rolle hineindachte. Sein Fazit? Der gute Doktor rechnete eigentlich fest mit dem Untergang der NX-01.

Ein Haufen Yahoos im Weltall

Als erfahrener Arzt, der durch ein medizinisches Austauschprogramm auf der Erde stationiert war, nahm Phlox den Posten des Chief Medical Officers scheinbar unerschütterlich an. Neben Subcommander T'Pol (Jolene Blalock) war er der einzige Alien an Bord. Innerlich sah der Denobulaner den Aufbruch des ersten irdischen Warp-5-Raumschiffs allerdings alles andere als rosig.

„Ich weiß nicht, ob das genau die Antwort ist, aber für mich befand sich Phlox auf einer Art Himmelfahrtskommando. Ja, denn er fliegt los, um den Weltraum mit einem Haufen Yahoos zu erkunden, von denen er aus gutem Grund annehmen muss, dass sie es wahrscheinlich vermasseln werden. Ich meine, Erdlinge, ernsthaft? Oh weia. Aber ich glaube, Phlox dachte sich – und das war mein persönlicher Zugang: ‚Ich hatte ein wunderbares Leben. Und ich vertrete eine Spezies, die eine recht entspannte Einstellung zu der uns verbleibenden Zeit hat. Ich hatte in meiner Zeit eine Familie, ich hatte Abenteuer. Wenn es das jetzt war, was für ein Abgang.‘ Ich denke also, er hat von Anfang an mit dem Geld der Bank gespielt... Denk dran, Phil Phlox, du spielst mit dem Geld der Bank.”

Auf die harte Tour lernen

Besonders die erste Staffel von „Star Trek: Enterprise” bestätigte die geringen Erwartungen des Doktors. Captain Archer und seine menschlichen Untergebenen trugen einen massiven Groll gegen die Vulkanier in sich, da diese ihnen stets vorschreiben wollten, wie sie sich im All zu verhalten haben. Anstatt direkt auf die wertvolle Erfahrung von T'Pol und Dr. Phlox zu vertrauen, stürzte sich die Crew lieber kopfüber in Fehler, um selbst daraus zu lernen. Für Phlox, der laut Billingsley mit einer „Wir werden wahrscheinlich sterben, und das ist in Ordnung”-Einstellung an Bord kam, lag die Freude ohnehin eher in der Reise selbst als in der Aussicht auf eine lange Mission.

Doch die Geschichte gab den Menschen recht. Wenn das Format im Jahr 2026 sein 25-jähriges Jubiläum feiert, blicken Fans auf vier prägende Staffeln zurück. Captain Archer und seine Crew bewiesen letztlich eindrucksvoll, dass sie weit mehr waren als ein „Haufen Yahoos auf einem Himmelfahrtskommando”. Die Serie hat sämtliche negativen Erwartungen überdauert und begeistert heute mehr Fans denn je.