Star Trek: William Shatner verteidigt Starfleet Academy nach dem Aus
Nach dem überraschenden Aus von Starfleet Academy meldet sich Ur-Captain William Shatner zu Wort und findet deutliche Worte für die Hater der Serie.
Das vorzeitige Ende von „Star Trek: Starfleet Academy” schlägt hohe Wellen. Variety berichtet, dass Paramount+ die Serie nach der zweiten Staffel einstellen wird. Der Grund: Die auf ein jüngeres Publikum abzielende Serie konnte keine signifikante Zuschauerschaft binden und tauchte während der zehn Episoden der ersten Staffel nie in den Nielsen-Streaming-Charts auf.
Die Entscheidung trifft Dich und viele andere Fans hart – und ruft nun eine absolute Legende auf den Plan. William Shatner, der kürzlich seinen 95. Geburtstag feierte und Captain James T. Kirk zuletzt im Film Star Trek Generations (1994) verkörperte, teilt auf X seine Gedanken zu der Absetzung.
Ein Kreislauf der Ablehnung
Shatner, der das Ende der Originalserie durch NBC im Jahr 1969 selbst miterlebte, spricht eloquent über die "unvorstellbaren Möglichkeiten der Erforschung und des menschlichen Strebens", die das Franchise bietet. Er teilt seine Trauer über das Aus der neuen Akademie-Serie und weist auf einen Zyklus hin, in dem sich die Community immer wieder befindet.
Star Trek ist für jeden etwas anderes.
Der Schauspieler verdeutlicht, dass Fans neue Iterationen oft zuerst ablehnen. Er erinnert daran, dass auch „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” massivem Hass ausgesetzt war, weil es nicht das Original war. Die Serie mit Scott Bakula, „Star Trek: Enterprise”, erlebte bei ihrem Start ganz ähnliche Reaktionen.
Shatner kontert "Woke"-Vorwürfe
Besonders deutlich positioniert sich Shatner gegen einen Teil der Fans, die „Star Trek: Starfleet Academy” als "woke DEI crap" bezeichnen. Die von Oscar-Preisträgerin Holly Hunter angeführte Serie führt die Inklusivität fort und zeigt unter anderem ein queeres Paar sowie den ersten schwulen Klingonen des Franchises. Shatner zieht einen starken historischen Vergleich:
Wenn diese Terminologie in den 1960er Jahren existiert hätte, wäre sie auf die Star Trek-Episode angewendet worden, in der Captain Kirk Lieutenant Uhura küsste. Viele südliche Sender haben die Episode damals aus dem Programm genommen und die Show verurteilt.
Ein Verlust für eine neue Generation
Ursprünglich sollte „Star Trek: Starfleet Academy” eine vierjährige College-Erfahrung abbilden. Mit der Absetzung endet die Geschichte der Kadetten nun bereits im zweiten Jahr, Berichten zufolge sogar mit einem Cliffhanger. Wie Shatner betont, ist das ein schmerzhafter Verlust für die Generation, die die Academy als "ihr" Star Trek feierte.
Die zweite und finale Staffel von „Star Trek: Starfleet Academy”, deren Produktion Ende Februar abgeschlossen wurde, wird voraussichtlich Anfang 2027 Premiere feiern. Danach folgt die letzte Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds”. Damit steht die Serien-Zukunft des Franchises vorerst in der Schwebe, da aktuell keine neuen Formate grünes Licht haben.