Strange New Worlds: Das Staffelfinale schickt Uhura auf Kirks Enterprise

Strange New Worlds: Das Staffelfinale schickt Uhura auf Kirks Enterprise Paramount
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Das Finale von Staffel 4 ist da: In „Tomorrow’s Enterprise“ landet Uhura ein Jahr in der Zukunft auf Kirks Enterprise. Was passiert, wer an Bord ist, wer fehlt – und wie es mit Strange New Worlds weitergeht.

Die vierte Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” ist zu Ende – und ihr Finale zeigt zum ersten Mal, wohin die Serie unterwegs ist. In Tomorrow's Enterprise landet Uhura ein Jahr in der Zukunft an Bord einer Enterprise, auf der James T. Kirk das Kommando führt, während ihr älteres Ich auf Pikes Schiff erwacht. Paul Wesley spielt damit erstmals den Captain Kirk der Originalzeitlinie, nicht eine seiner alternativen Versionen.

Die Folge ist seit Donnerstag, dem 24. September 2026, bei Paramount+ abrufbar, in Deutschland zeitgleich mit den USA. Das Drehbuch stammt von Co-Showrunner Henry Alonso Myers und Robbie Thompson, Regie führte Chris Fisher. Ab hier folgen Spoiler zum Staffelfinale.

Was im Finale passiert

Auslöser ist ein Zeitphänomen zwischen einem Schwarzen und einem Weißen Loch, die zwei Punkte in der Zeit im Abstand eines Jahres verbinden. Uhura tauscht dabei den Platz mit ihrer zukünftigen Version: Die junge Uhura steht plötzlich auf Kirks Brücke, die ältere auf der von Pike. Beide Captains merken schnell, dass mit ihrer Kommunikationsoffizierin etwas nicht stimmt – und die beiden Uhuras müssen von ihren Enden der Anomalie aus gemeinsam herausfinden, was dahintersteckt.

Die Auflösung ist klassisches Star Trek mit einem Augenzwinkern. Hinter der Anomalie stecken Lebewesen, die sich über Musik verständigen – ähnlich wie die Erscheinung, die die Enterprise in Staffel 2 in ein Musical verwandelt hatte. Die Singularität ist, salopp gesagt, schwanger, und die Crew hilft bei der Geburt. Kirk ist von diesem „Weltraumbaby” sichtlich wenig begeistert.

Den emotionalen Kern liefert Scotty: Martin Quinns Chefingenieur kommt bei einem Zwischenfall ums Leben, obwohl er in der bekannten Zeitlinie noch lange lebt. Am Ende wird die Zeitlinie wiederhergestellt und Scotty gerettet. Zurück auf Kirks Enterprise fällt die ältere Uhura ihm so erleichtert um den Hals, dass die beiden sich küssen – und damit eine Beziehung offenlegen, die Star Trek in den Kinofilmen der Originalbesetzung nur angedeutet hatte.

Kirks Enterprise: Wer an Bord ist – und wer fehlt

Mindestens so interessant wie die Handlung ist der Blick auf die Besatzung ein Jahr später. Erica Ortegas ist zum Captain befördert worden und unterrichtet inzwischen an der Sternenflottenakademie. Dr. M'Benga verbringt zunehmend Zeit auf Vulkan; in der Krankenstation arbeitet Schwester Chapel mit Dr. Philip Boyce, dem Schiffsarzt aus dem ersten Pilotfilm The Cage, den Brian Markinson spielt. Leonard McCoy wird nur erwähnt, ist aber offenbar schon an Bord.

Auffällig sind die Lücken. Zu Una Chin-Riley sagt die Folge nichts, und La'an Noonien-Singh fehlt auf Kirks Schiff ganz – Kirks Reaktion auf ihren Namen lässt Schlimmes ahnen. Ob die Serie das in der letzten Staffel auflöst, ist offen. Kanonisch ist außerdem zu beachten, dass Kirk die Enterprise in der Originalzeitlinie erst einige Jahre nach den Ereignissen der vierten Staffel übernimmt; die Zukunft, die das Finale zeigt, liegt also nur ein Jahr entfernt und passt nicht nahtlos zur bekannten Chronologie.

Der Titel verweist auf „Yesterday's Enterprise”

Der Titel ist kein Zufall. Yesterday's Enterprise heißt die Folge aus „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”, in der ein Zeitriss die Enterprise-C in die Gegenwart der Enterprise-D spült und eine alternative Zeitlinie entstehen lässt. Das Finale dreht die Formel um und schaut nach vorn statt zurück.

Innerhalb der Staffel ist es die erste Folge, die auf das Ende der Serie zeigt. Nach Urzeit-Abenteuer, Film noir in Schwarz-Weiß, Puppenspiel, Echtzeit-Katastrophe, Seifenoper, Badmiral-Thriller und Märchen hatten die Showrunner die Experimente zuletzt noch verteidigt; das Finale wirkt dagegen wie eine Vorbereitung auf das, was kommt.

Wie es mit der Serie weitergeht

Nach dem Finale bleibt noch eine Staffel. Paramount+ hat eine fünfte und zugleich letzte bestellt, die nur sechs Folgen umfasst; abgedreht ist sie seit Dezember 2025, ein Starttermin steht nicht fest, erwartet wird sie 2027. Dass es diese Staffel überhaupt gibt, war länger unsicher, als es von außen aussah – Mitschöpfer Akiva Goldsman hat inzwischen erzählt, dass Paramount die Serie nach Staffel 4 beenden wollte. In der letzten Staffel übernimmt Thomas Jane die Rolle von Dr. Leonard McCoy, Kai Murakami spielt Sulu.

Viele Zuschauer werden das Finale auch als Probelauf für ein Kirk-Spin-off sehen. Genau dieses Projekt ist aber vom Tisch: Goldsman hat Star Trek: Year One inzwischen aufgegeben. Die Folge bleibt damit ein Ausblick, keine Ankündigung. Wo alle Serien und Filme des Franchise zeitlich zueinander stehen, zeigt unsere Übersicht zur Star-Trek-Chronologie.

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