Angel (Warren Worthington): Kräfte, Archangel und das X-Men-Reboot

Angel (Warren Worthington): Kräfte, Archangel und das X-Men-Reboot Marvel
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Der Mutant mit den Flügeln und eines der fünf Gründungsmitglieder der X-Men: Wer Warren Worthington ist, wie er zu Archangel wurde, wer ihn im Kino gespielt hat – und warum Asa Germann ihn im MCU übernimmt.

Er ist der Mutant, dem man seine Mutation von hinten ansieht: zwei große, gefiederte Flügel, mit denen er fliegen kann. Warren Worthington gehört zur Gründungsbesetzung der X-Men von 1963 und war damals der reiche Erbe unter fünf Schülern – der einzige, der sein Privatflugzeug mitbrachte und trotzdem nie dazugehörte.

Seit dem 10. September 2026 steht fest, dass Asa Germann die Figur im MCU übernimmt. Hier erfährst du, wer Warren ist, welche Kräfte er hat, wie aus ihm der blauhäutige Archangel wurde, wer ihn bisher im Kino gespielt hat und was im Reboot von ihm zu erwarten ist.

Auf einen Blick

Wer ist Angel? Mutant, Gründungsmitglied der X-Men und der erste Flieger des Teams.

Bürgerlicher Name: Warren Kenneth Worthington III, Erbe eines Industrievermögens.

Erster Auftritt: The X-Men #1 (September 1963), erdacht von Stan Lee und Jack Kirby.

Kräfte: Flug mit gefiederten Flügeln, überdurchschnittliche Sehkraft, an die Luft angepasster Körperbau, schnellere Heilung.

Zweite Identität: Archangel – blaue Haut und metallische Flügel, seit The X-Men #24 aus dem Jahr 1988 im Dienst von Apocalypse.

Im Kino bisher: Ben Foster (2006) und Ben Hardy (2016).

MCU-Debüt: Asa Germann im X-Men-Reboot, US-Kinostart am 5. Mai 2028.

Wer ist Warren Worthington?

Warren wächst als Sohn eines Großindustriellen auf, und seine Mutation zeigt sich früher als bei den meisten anderen: Noch im Internat wachsen ihm Flügel aus dem Rücken, die er unter der Kleidung verbindet und versteckt. Die Tarnung hält nicht lange. Als er sie zum ersten Mal benutzt, um Mitschüler aus einem Feuer zu retten, wird er zur lokalen Legende – und kurz darauf zu einem der ersten fünf Schüler, die Charles Xavier an seine Schule holt.

In diesem Team ist er von Anfang an der Außenseiter nach innen: reich, gut aussehend, ein wenig arrogant, und als einziger mit einer Fähigkeit, die keine Waffe ist. Später gründet er die Champions mit, finanziert X-Factor und sitzt phasenweise in der Chefetage statt im Einsatzteam. Gerade weil Warren nie der Stärkste war, ist er die Figur, an der die Reihe ihre unangenehmste Frage durchspielt: Was passiert mit einem Mutanten, dessen Gabe ihn schön macht und sonst wenig nützt?

Kräfte und Fähigkeiten

Die Flügel sind keine Dekoration, sondern ein vollständiger Umbau des Körpers. Warrens Knochen sind hohl wie die eines Vogels, seine Muskulatur an den Flugapparat angepasst, sein Kreislauf verträgt dünne Luft, und seine Augen sehen über Entfernungen scharf, die ein Mensch nicht auflöst. Er fliegt damit aus eigener Kraft, hält sich über Stunden in der Luft und erreicht Geschwindigkeiten, mit denen er einem Wagen mühelos folgt.

Dazu kommt eine Eigenschaft, die in den Comics der Neunziger nachgeschoben wurde und seither zum Kern der Figur gehört: Sein Blut beschleunigt Heilung, bei ihm selbst und bei anderen. Das macht ihn vom Luftaufklärer zum Rettungssanitäter des Teams. Im Kampf bleibt er trotzdem der Verwundbarste der Gründungsriege – Flügel sind groß, empfindlich und ein Ziel, das man nicht verstecken kann. Genau daran setzt seine Geschichte an.

Wie aus Angel der Archangel wurde

Die Wendung kommt 1987 und ist einer der härtesten Einschnitte, die die Reihe einer ihrer Gründungsfiguren zugemutet hat. Die Marauders stellen Warren eine Falle, nageln seine Flügel an eine Wand und lassen ihn zurück. Im Krankenhaus sorgt der Verbindungsmann Cameron Hodge dafür, dass die Flügel amputiert werden, um sein Leben zu retten – eine Entscheidung, die sich als Verrat entpuppt. Warren verliert damit nicht ein Werkzeug, sondern das, was ihn ausgemacht hat.

Apocalypse fängt ihn in diesem Moment ein. Er pflanzt ihm metallische Flügel ein, die ihre Federn als Klingen abschießen, färbt seine Haut blau und nimmt ihm mit einem Death Seed den eigenen Willen. Als Reiter des Todes kehrt er 1988 in The X-Men #24 zurück und kämpft gegen seine früheren Mitschüler. Die Figur, die danach übrig bleibt, ist weder der leichtfüßige Warren von 1963 noch die Waffe von Apocalypse, sondern eine dritte, dauerhaft beschädigte Fassung – und das ist der Grund, warum Archangel im Franchise bekannter ist als seine Ursprungsgestalt.

Angel im MCU: Asa Germann im X-Men-Reboot

The Hollywood Reporter meldete am 10. September 2026 zuerst, dass Asa Germann die Rolle im X-Men-Film von Marvel Studios übernimmt. Germann war dort ursprünglich für Cyclops im Gespräch und unterlag Kit Connor; das Studio bot ihm daraufhin eine andere Figur der Gründungsriege an. Bekannt ist er aus der Amazon-Serie Gen V, dem Ableger von The Boys, und aus „Scream 7”. Marvel Studios hat sich zu der Besetzung nicht geäußert.

Damit sind drei der fünf ursprünglichen X-Men vergeben: Kit Connor spielt Cyclops, Sadie Sink ist Jean Grey, Germann übernimmt die Flügel. Offen sind Iceman und Beast. Dazu kommen Christopher Abbott als Professor X, Samara Weaving als Emma Frost, Inde Navarrette als Rogue, Maya Boyd als Storm und Adam Driver als Gegenspieler Mr. Sinister. Regie führt Jake Schreier, das Drehbuch schreiben Lee Sung Jin und Joanna Calo.

Der US-Kinostart steht auf dem 5. Mai 2028. Ein deutscher Termin ist nicht bestätigt; Marvel startet hierzulande regelmäßig zwei Tage vor den USA, was auf den 3. Mai 2028 hinauslaufen würde – eine Ableitung, keine Ankündigung. Ob der Film die Verwandlung in den Reiter des Todes überhaupt ansteuert, ist offen: Ein Apocalypse steht in der Besetzungsliste bislang nicht.

Ben Foster, Ben Hardy und die Fox-Jahre

Im Kino hatte die Figur zwei Auftritte, beide unter der Regie von 20th Century Fox und beide halb erzählt. In „X-Men: Der letzte Widerstand” spielt Ben Foster 2006 einen jungen Warren, dessen Vater ein Heilmittel gegen Mutationen entwickelt – ausgerechnet er soll das erste Versuchsobjekt sein. Die Szene, in der der Junge vor dem Badezimmerspiegel versucht, sich die Flügel abzuschneiden, ist das Stärkste, was der Film zur Figur beiträgt; danach verschwindet sie fast vollständig aus der Handlung.

Zehn Jahre später übernimmt Ben Hardy die Rolle in „X-Men: Apocalypse” und spielt sie von der anderen Seite: Warren kämpft in einem Käfigclub in Ostberlin, verliert einen Flügel und wird von Apocalypse mit Metall aufgerüstet. Der Film überspringt damit die Amputation und das Trauma aus den Comics und liefert die Verwandlung in zwei Szenen nach. Beide Fassungen zusammen erklären, warum die Figur im Kino nie die Wirkung hatte, die sie in den Heften hat – erzählt wurde jeweils die Folge, nicht der Bruch.

Alle Auftritte von Angel in Film und Serie

Die folgende Übersicht zeigt die Kinoauftritte der Figur und wer sie jeweils gespielt hat. Der Eintrag für 2028 ist der angekündigte Reboot von Marvel Studios.

Jahr Film Angel-Darsteller
2006 X-Men: Der letzte Widerstand Ben Foster
2016 X-Men: Apocalypse Ben Hardy (als Reiter des Todes)
2028 X-Men-Reboot (geplant) Asa Germann

In den Zeichentrickserien kommt die Figur deutlich häufiger vor als im Kino. In „X-Men - The Animated Series” der neunziger Jahre ist sie in rund einem halben Dutzend Folgen dabei, gesprochen von Stephen Ouimette, und durchläuft dort auch die Verwandlung im Apocalypse-Handlungsbogen. In X-Men: Evolution spricht Mark Hildreth den jungen Warren, und in Wolverine and the X-Men tritt er in der metallischen Fassung auf.

Verwandte Charaktere und Übersichten

Welche Filme in welcher Reihenfolge zusammengehören, klärt unsere Übersicht zur X-Men-Reihenfolge. Warrens Mentor porträtieren wir auf der Seite zu Professor X, seinen Mitschüler aus der Gründungsriege auf der Seite zu Beast. Weitere Mutanten aus dem Umfeld: Mystique, Nightcrawler und Dazzler.

Wie die Mutanten ins MCU kommen und was nach „Avengers: Secret Wars” geplant ist, steht in unserer Übersicht zu MCU Phase 7. Alle bestätigten Termine bis 2029 sammelt die Seite zu den Marvel-Starttermine, und wie die Filme insgesamt zusammenhängen, zeigt die Reihenfolge aller Marvel-Filme.

Angel ist Warren Kenneth Worthington III, ein Mutant und eines der fünf Gründungsmitglieder der X-Men. Er debütierte im September 1963 in The X-Men #1 von Stan Lee und Jack Kirby. Sein Merkmal sind große gefiederte Flügel, mit denen er aus eigener Kraft fliegen kann; er stammt aus einer reichen Industriellenfamilie.

Er fliegt mit gefiederten Flügeln und ist dafür körperlich umgebaut: hohle Knochen, verstärkte Flugmuskulatur, ein Kreislauf für dünne Luft und überdurchschnittlich scharfe Augen. Dazu kommt sein Blut, das Heilung beschleunigt – bei ihm selbst und bei anderen. Als Archangel hat er stattdessen metallische Flügel, deren Federn er als Klingen abschießen kann.

1987 stellen ihm die Marauders eine Falle und nageln seine Flügel an eine Wand; im Krankenhaus werden sie amputiert. Apocalypse fängt ihn in diesem Zustand ein, setzt ihm metallische Flügel ein, färbt seine Haut blau und nimmt ihm mit einem Death Seed den Willen. Als Reiter des Todes kehrt er 1988 in The X-Men #24 zurück.

Ben Foster spielte die Figur 2006 in „X-Men: Der letzte Widerstand“, Ben Hardy 2016 in „X-Men: Apocalypse“, dort auch in der metallischen Gestalt. Im X-Men-Reboot von Marvel Studios übernimmt Asa Germann die Rolle; der US-Kinostart steht auf dem 5. Mai 2028.

Ja. Zur ersten Aufstellung von 1963 gehören Cyclops, Marvel Girl (Jean Grey), Iceman, Beast und Angel. Er ist damit eine der fünf Figuren, mit denen Stan Lee und Jack Kirby die Reihe gestartet haben – und im MCU-Reboot bislang die dritte besetzte Rolle aus diesem Kreis.

In „X-Men: Der letzte Widerstand“ (2006) mit Ben Foster und in „X-Men: Apocalypse“ (2016) mit Ben Hardy. Der nächste Auftritt folgt im X-Men-Film von Marvel Studios mit Asa Germann, US-Kinostart am 5. Mai 2028. In den Zeichentrickserien ist die Figur deutlich häufiger zu sehen.

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