King Kong

King Kong: Die Reihenfolge der Filmreihe

King Kong ist der Monster-Klassiker schlechthin. Hier findest du Infos zur Entstehung und zu den Remake-Filmen.
Oliver Trebes
06.01.2023 17:04 Uhr
King Kong: Die Reihenfolge der Filmreihe

Die Geschichte von King Kong, einem gigantischen Gorilla, ist lang und reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Der französische Bildhauer Emmanuel Frémiet erschuf 1859 und 1887 Skulpturen eines Gorillas, der eine weiße Menschenfrau verschleppt.

Alle King-Kong-Filme

Jahr Film
1933 King Kong und die weiße Frau
1933 King Kongs Sohn
1949 Panik um King Kong
1962 Die Rückkehr des King Kong
1967 King Kong – Frankensteins Sohn
1976 King Kong
1986 King Kong lebt
2005 King Kong
2017 Kong: Skull Island
2021 Godzilla vs. Kong
2024 Untitled Godzilla vs. Kong Sequel

King Kong: Entstehung und Originalfilme

Die Figuren von Emmanuel Frémiet gelten als Inspiration für den unvollendeten Film Creation von Harry Hoyt und Willis O'Brian sowie einem Drehbuchentwurf von Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper. Beide Filme wurden nie beendet, doch Cooper entdeckte in Creation Potential und beauftragte niemanden geringeres als Regisseur Edgar Wallace mit dem Drehbuch zu The Biest. Da der Filmemacher und Regisseur Wallace starb, noch bevor er mit dem Drehbuch anfangen konnte, schrieb Schoedsacks Frau das Drehbuch.

Der erste Film von 1933 orientiert sich dann auch an den Skulpturen von Frémiet und wurde als „King Kong und die weiße Frau” weltberühmt. Durch den für Hollywood und damalige Verhältnisse enormen Erfolg des Filmes, der auch bei den Kritikern gut ankam, wurde die Produktionsfirma noch im selben Jahr mit der Fortsetzung um die Geschichte des Riesenaffen beauftragt. Noch im selben Jahr kam der Hollywood-Film „King Kongs Sohn” in die Kinos.

Regisseur beider Filme war der Filmemacher Ernest B. Schoedsack selbst. Vor allem das langgezogene Gebrüll des Affen und der eindringliche Schrei von Fay Wray, der „weißen Frau”, gingen in die Filmgeschichte ein.

Nach dem Ende des Krieges produzierten Cooper und Schoedsack mit dem selben Team des ersten Films den Film „Mighty Joe Young”, der, obwohl er kein offizieller King-Kong-Film war, in Deutschland unter dem Namen „Panik um King Kong” erschien und ebenfalls die Beziehung eines Primaten zum Menschen behandelt. Der Film wurde mit Stop-Motion Technologie gedreht und erhielt 1950 einen Oscar.

King Kong: Japanische Filme

Zur Filmgeschichte um den Riesengorilla tragen auch die beiden Filme von 1962 und 1967 aus japanischen Produktionen bei. In „Die Rückkehr des King Kong” trifft King Kong erstmals auf Godzilla. Regisseur beider japanischen Filme war Ishirō Honda. Die Filmemacher erwarben dafür extra die Rechte an King Kong und der Affe wurde in „Kaijū Eiga”, dem Genre der japanischen Monsterfilme, integriert, in dem Godzilla einer der wichtigsten Monster ist.

Somit trifft King Kong auch nicht in New York auf Godzilla, sondern in Tokio. Eine Parallele gibt es aber auch hier: King Kong befindet sich ebenfalls ursprünglich auf einer Insel und wird von den Einheimischen angebetet. Die Insel heißt aber nicht „Skull Island” sondern „Faroa”. Im zweiten japanischen Film muss King Kong dann gegen Mechanikong, der gigantische Affen-Roboter von Dr. Who kämpfen.

King Kong: Remakes

1976 mit „King Kong” und 1986 mit der Fortsetzung „King Kong lebt”, produzierte John Guillermin den Originalfilm von 1933 als Neuverfilmung. Die Filmrechte hatte der italienische Produzent Dino De Laurentiis erworben, doch beide Filme konnten im Kino nicht überzeugen. Vor allem von der Tricktechnik hatten sich die Kritiker mehr erhofft.

Im Jahr 1998 wurde der Film „Panik um King Kong” um den Riesengorilla neu verfilmt und erschien in Deutschland unter dem Namen „Mein großer Freund Joe”. Wie die original Vorlage gehört auch dieser Film nicht offiziell zu den King Kong Filmen.

Im Jahr 2005 produzierte der Herr der Ringe Regisseur Peter Jackson eine Neuverfilmung des Klassikers aus dem Jahr 1933 unter Namen „King Kong”. Der Film orientierte sich mit New York und Skull Island sehr nah am Original. Auch die Figuren Carl Denham (Jack Black), Ann Darrow (Naomi Watts) und Jack Driscoll (Adrien Brody) wurden im Remake aus dem Original übernommen.

Außerdem rekonstruierte Jackson mit der gleichen Tricktechnik wie 1933 eine Szene, die im Original entfernt wurde. Die sogenannte „Spider Pit Sequence” wurden von den Zuschauern in einer Testvorführung abgelehnt. Dabei handelt es sich um die Szene, in der die Crew in eine Schlucht mit Rieseninsekten stürzt. Filmemacher Jackson hatte auch vor, Fay Wray einen Cameo-Auftritt in der Neuverfilmung zu geben, leider verstarb die Schauspielerin in hohem Alter 2004, noch bevor die Dreharbeiten begonnen hatten. Peter Jacksons Film, der in Neuseeland gedreht wurde, bekam keine Fortsetzung.

King Kong: Monsterverse

2014 begann Legendary Pictures ein eigenes Monsterverse zu erschaffen. Teil dieses Monster-Universums sind Godzilla und King Kong. 2017 wurde King Kong mit „Kong: Skull Island” in das Monsterverse eingeführt. Durch Covid-19 wurde der Kinostart und damit das Aufeinandertreffen von King Kong und Godzilla auf Mai 2021 verschoben.

Zentrale Figuren im Original und den meisten Neuverfilmungen sind der Regisseur und Filmemacher Carl Denham und die weibliche Hauptrolle Ann Darrow. Auch wird der Riesenaffe im Original und den Remakes immer von der Insel „Skull Island” nach New York gebracht, wo er letztendlich stirbt. Denham erklärt darauf hin, die „Schönheit hat die Bestie getötet.” („It was beauty killed the beast.”)

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