HBO plant für die neue Harry Potter Serie eine extrem lange Wartezeit ein
Wer auf jährliche Ausflüge nach Hogwarts hofft, wird enttäuscht. Der Sender HBO bestätigt einen zähen Rhythmus für die Veröffentlichung von der Fantasy-Serie.
Die Rückkehr nach Hogwarts wird greifbar! HBO hat ein erstes offizielles Bild zur heiß erwarteten „Harry Potter”-Serie veröffentlicht und beweist direkt, dass man es mit der Werktreue absolut ernst meint. Auf dem Bild sehen wir den jungen Dominic McLaughlin als Harry in scharlachroten und goldenen Gryffindor-Gewändern – die Rückseite verziert mit dem Namen "Potter" und der Nummer Sieben, dem traditionellen Symbol des Suchers. In seiner Hand hält er einen Besen, der deutlich rustikaler aussieht als der berühmte Nimbus 2000 aus den alten Kinofilmen.
Doch das eigentliche Highlight für Buch-Fans versteckt sich im Hintergrund. Die Wand des Stadions ist mit Bannern von Gryffindor und Hufflepuff geschmückt. Das verrät uns ein spannendes Detail: Hier sehen wir nicht das ikonische erste Spiel gegen Slytherin aus dem Kinofilm „Harry Potter und der Stein der Weisen”, sondern Harrys zweites Match, bei dem ausgerechnet Severus Snape als Schiedsrichter einsprang und Harry den Schnatz in Rekordzeit von nur fünf Minuten fing. Dieses Spiel fiel in der damaligen Verfilmung noch der Schere zum Opfer. HBO signalisiert damit deutlich: Du bekommst dieses Mal die volle, ungekürzte Quidditch-Erfahrung aus den Büchern serviert!
Neben den beeindruckenden Stadion-Details überzeugen auch die Kostüme der Schüler auf ganzer Linie. Einige tragen farbenfrohe Zauberergewänder, andere wiederum klassische 90er-Jahre-Windbreaker. Frühe Berichte vom Set bestätigen, dass Showrunnerin Francesca Gardiner und Regisseur Mark Mylod die Kulissen und die Ausstattung nahezu perfekt aus den Roman-Vorlagen übernommen haben. Mit an Bord sind zudem absolute Hochkaräter wie John Lithgow als Albus Dumbledore, Nick Frost als Hagrid und Janet McTeer als Minerva McGonagall.
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Ein magischer Marathon: Neue Staffeln nur alle zwei Jahre
Wenn du gehofft hast, fortan jedes Jahr ein neues Schuljahr in Hogwarts zu erleben, müssen wir dich leider enttäuschen. Casey Bloys, Chairman und CEO für HBO- und Max-Inhalte, hat die Release-Strategie klargestellt. Die Serie wird denselben Veröffentlichungsrhythmus einschlagen wie die Mega-Hits „House of the Dragon” oder „The Last of Us” – also voraussichtlich nur alle zwei Jahre eine neue Staffel.
Man muss das ausbalancieren. Bei einigen der größeren Serien wie Harry Potter, House of the Dragon oder The Last of Us, also Serien mit gewaltigem World-Building, wäre es schön, sie jährlich veröffentlichen zu können. Aber aus produktionstechnischer Sicht ist das einfach nicht möglich. Es liegt nicht daran, dass sich alle Beteiligten Zeit lassen und herumsitzen. Diese Serien sind kompliziert in der Herstellung.
Das bedeutet im Klartext: Da für jedes der sieben Bücher eine eigene Staffel geplant ist, wird uns die Serie weit über ein Jahrzehnt lang begleiten. Dominic McLaughlin und seine jungen Co-Stars werden am Ende der Serie bereits Mitte bis Ende zwanzig sein – und damit deutlich älter als Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson zum Abschluss ihrer Kino-Ära.
Der dunkle Schatten über dem Franchise
Doch all die werkgetreuen Kulissen und ambitionierten Zeitpläne können ein großes Problem nicht verbergen. Die anhaltenden transfeindlichen Aussagen der Schöpferin J.K. Rowling im Netz werfen einen stetig wachsenden Schatten über das Projekt. Darsteller wie John Lithgow müssen sich bereits jetzt für ihre Beteiligung an der Serie rechtfertigen. Angesichts von Boykottaufrufen durch verschiedene LGBT-Stiftungen wird sich erst noch zeigen müssen, ob das Publikum bereit ist, diese extrem teure Prestige-Produktion zu unterstützen. Der Erfolg von „Harry Potter” hängt letztlich an der Frage, ob die Zuschauer die Serie losgelöst von der Kontroverse um ihre Autorin konsumieren wollen.
- Start
- 22.11.2001
- Regisseur/in
- Chris Columbus
- Franchise / Filmreihe(n)