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Matrix 5: Lilly Wachowski ist raus – und Goddard will ihren Segen

Matrix 5: Lilly Wachowski ist raus – und Goddard will ihren Segen Warner Bros.
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Lilly Wachowski hat öffentlich klargemacht, dass sie mit dem Matrix-Franchise abgeschlossen hat. Drew Goddards fünfter Teil hängt trotzdem an ihr: Er will das Projekt nur mit dem Segen der Schwestern angehen.

Mehr als 27 Jahre nach dem ersten Film hat Lilly Wachowski sich aus der Matrix ausgeklinkt. In der Radiosendung „The Business” des Senders KCRW machte die Regisseurin am Freitag deutlich, dass sie für einen fünften Teil nicht zur Verfügung steht – und lieferte dabei nebenbei den interessantesten Satz zum Stand des Projekts.

Für dich als Zuschauer heißt das zweierlei: Der nächste „Matrix”-Film kommt ohne die Regisseurin der Ursprungstrilogie, und ob er überhaupt kommt, hängt an einer Zustimmung, die noch niemand gegeben hat.

„Ich will in diesem Sandkasten nicht mehr spielen”

Wachowski nahm kein Blatt vor den Mund. „Warner Bros. will noch ein Ding machen. Die wollen immer noch ein Ding machen”, sagte sie im Gespräch. Und weiter: „Ich persönlich will in diesem Sandkasten nicht mehr spielen. Ich bin irgendwie durch.”

Das ist bemerkenswert deutlich für eine Filmemacherin, deren Karriere mit genau diesem Stoff begann. Lilly und ihre Schwester Lana Wachowski schrieben und inszenierten „Matrix” sowie 2003 „Matrix Reloaded” und „Matrix Revolutions” gemeinsam. Bei „Matrix Resurrections” saß 2021 nur noch Lana auf dem Regiestuhl.

Drew Goddard will den Segen der Schwestern

Der eigentliche Nachrichtenwert steckt im zweiten Teil ihrer Antwort. Wachowski bestätigte, dass bei Warner Bros. etwas mit Drew Goddard läuft – und dass der Autor und Regisseur nicht ohne Weiteres loslegen will: „Aber es könnte etwas mit Drew Goddard passieren, und er will nicht weitermachen, wenn er nicht unseren Segen bekommt.”

Ganz abgeschrieben haben die Schwestern das Projekt damit nicht. „Es wird zu dieser komplizierten Situation, in der wir vielleicht ein kleines bisschen unsere Nase reinstecken und schauen, wie wir uns fühlen – und ob wir Drew unseren Segen geben wollen oder nicht”, sagte Wachowski. „Es könnte also etwas sein, das den Weg entlangkommt, aber es ist immer noch unklar.”

Damit ist der Stand präziser als bisher: Ein Drehbuchautor sitzt an dem Film, das Studio will ihn, aber die kreative Freigabe der Urheberinnen steht aus. Ein Starttermin existiert nicht, ein Drehbeginn ebenso wenig.

Was bislang über den fünften Teil bekannt ist

Deadline hatte bereits 2024 gemeldet, dass Goddard den nächsten „Matrix”-Film schreiben und inszenieren soll, mit Lana Wachowski als ausführender Produzentin. Goddard ist im Genre kein Unbekannter: Er schrieb „Der Marsianer”, inszenierte „The Cabin in the Woods” und war an der Serienadaption von „Daredevil” beteiligt.

Seither ist es um das Projekt still geblieben. Weder Besetzung noch Handlung sind bekannt, und ob Keanu Reeves oder Carrie-Anne Moss zurückkehren, hat niemand bestätigt. Nach Wachowskis Äußerungen ist klar, warum: Solange die Freigabefrage offen ist, ist auch alles andere offen.

Lilly Wachowski arbeitet an etwas anderem

Ihre eigene Energie steckt die Regisseurin derzeit in ein Projekt jenseits des Franchise. Sie sucht Finanzierung für „The Hunted”, einen dystopischen Politthriller, der ausschließlich mit trans Darstellerinnen und Darstellern besetzt werden soll. Auch das ist Science-Fiction – nur eben ohne grünen Zeilenregen.

Für Fans der Reihe bleibt damit ein unbefriedigender Zwischenstand. Ein fünfter Teil ist möglich, ein starker Regisseur steht bereit, und die Frau, deren Zustimmung er sich wünscht, hat gerade öffentlich gesagt, dass sie mit dem Stoff abgeschlossen hat. Wie die Schwestern entscheiden, ist offen – und bis dahin bleibt „Matrix Resurrections” das letzte Wort der Reihe.

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