Star Trek: Starfleet Academy abgesetzt – Das Ende einer Ära?

Star Trek: Starfleet Academy abgesetzt – Das Ende einer Ära? Paramount

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24.03.2026 07:00 Uhr

Paramount+ zieht bei der Academy den Stecker. Nach zwei Staffeln ist Schluss – und für das Franchise bricht unter neuen Besitzern eine völlig ungewisse Ära an.

Die Lichter in den Gängen der Akademie erlöschen frühzeitig. Hast du gehofft, die jungen Kadetten bis zu ihrem feierlichen Abschluss zu begleiten? Leider zieht Paramount+ den Stecker bei „Star Trek: Starfleet Academy”. Während das Finale der ersten Staffel erst am 12. März Premiere feierte und die Dreharbeiten für Staffel 2 Ende Februar in Toronto abgeschlossen wurden, steht nun unverrückbar fest: Die zweite Staffel wird definitiv die letzte sein.

Warum dieses abrupte Ende auf halber Strecke? Laut Variety scheiterte die von Alex Kurtzman und Noga Landau kreierte Show an harten, unerbittlichen Metriken.

Die Show fand kein nennenswertes Publikum. Während ihrer zehnteiligen ersten Staffel schaffte sie es nicht in die Nielsen Top 10 der Streaming-Zuschauerzahlen.

Formate wie „Star Trek: Discovery”, „Star Trek: Picard” und „Star Trek: Strange New Worlds” dominierten diese wichtigen Listen in der Vergangenheit regelmäßig. Die Kadetten der Academy verfehlten dieses Ziel jedoch komplett.

Für die fortlaufende Handlung ist das ein brutaler Schlag. Die Serie war fest als vierjährige College-Erfahrung konzipiert. Nun endet die Reise für Charaktere wie Caleb Mir, Genesis Lythe und Darem Reymi völlig abrupt nach ihrem zweiten Jahr. Noga Landau deutete bereits an, dass uns am Ende von Staffel 2 ein fieser Cliffhanger erwartet. Ob Paramount+ den Machern, wie einst bei „Star Trek: Discovery”, noch zusätzliche Drehtage für einen runden Epilog gewährt, ist derzeit völlig offen.

Gleichzeitig feiern die lautesten Kritiker im Netz einen zweifelhaften Sieg. Während die Serie bei Rotten Tomatoes starke 87 Prozent Zustimmung von Kritikern erntete, stürzte der Audience Score durch gezieltes Review-Bombing auf mickrige 51 Prozent ab. YouTuber und Plattformen wie Giant Freakin' Robot betrieben laut der Quelle gezieltes Hate-Farming. Die teils sexistischen und homophoben Attacken gegen die Darsteller scheinen nun von Erfolg gekrönt zu sein – ein fatales Signal für ein Franchise, das einst voll und ganz auf Gene Roddenberrys progressiven Werten aufgebaut wurde.

Ein düsterer Blick in die Zukunft des Franchise

Mit dem Aus von „Star Trek: Starfleet Academy” und dem für 2027 geplanten Ende der fünften Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” stehen wir vor einer historischen Zäsur: Es gibt aktuell keine einzige Star-Trek-Serie mehr, die sich in Produktion befindet oder grünes Licht hat. Paramount+ scheint das Ziel, durch Formate wie „Star Trek: Prodigy” und die Academy ein jüngeres Publikum zu binden, komplett aufgegeben zu haben.

Hinter den Kulissen bahnt sich nach der Übernahme durch Skydance Media ein regelrechtes Erdbeben an. Wenn Alex Kurtzmans Vertrag als Franchise-Aufseher Ende 2026 ausläuft, verliert Star Trek den Mann, der die aktuellen Serien tief im Kanon von Roddenberry und Rick Berman verankerte. Die neuen Eigentümer legen ihren Fokus offenbar stark auf das Kino. Ein neues Filmprojekt von John Francis Daley und Jonathan Goldstein, angekündigt für November 2025, soll keinerlei Verbindung zum bisherigen Kanon aufweisen. Erwartet uns also ein kompletter, unbelasteter Neustart?

Unter diesen Vorzeichen wirken geplante Legacy-Projekte wie Star Trek: Year One, Star Trek: United oder Tawny Newsomes Live-Action-Komödie wie absolute Non-Starter. Gleichzeitig wächst die berechtigte Sorge, dass die optimistische, diverse Ausrichtung unter Skydance-CEO David Ellison und seinem Vater Larry Ellison neuen politischen Positionen weichen muss. Für dich als Trekker steht jedenfalls fest: Das Star Trek des letzten Jahrzehnts verabschiedet sich 2027 endgültig in eine völlig ungewisse Zukunft.