Star Wars: Maul - Shadow Lord - Sam Witwer zum großen Finale
Sam Witwer spricht über Mauls Schmerz, neue Charaktere und das actionreiche Finale der neuen Star-Wars-Animationsserie auf Disney+.
Hast du das epische Finale von „Star Wars: Maul - Shadow Lord” schon verdaut? Die neue Animationsserie auf Disney+ katapultiert uns in die frühe imperiale Ära, rund ein Jahr nach dem Ende der Klonkriege. Maul, der einst in „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung” sein Debüt feierte und nur durch puren Hass überlebte, steht nun im Mittelpunkt. Im Interview verrät Synchronsprecher Sam Witwer, bekannt aus „Smallville” und „Rogue One: A Star Wars Story”, wie das Team den komplexen Sith-Lord für Neueinsteiger greifbar macht.
Ein neuer Blickwinkel durch Brander Lawson
Um Zuschauern, die Maul noch nicht kennen, den Einstieg zu erleichtern, kreierten die Macher Dave Filoni und Matt Michnovetz einen neuen Charakter: Brander Lawson. Gesprochen von Wagner Moura, dient Lawson als erzählerisches Werkzeug. Witwer vergleicht diese Dynamik mit den Figuren aus „Raumschiff Enterprise”:
Wir möchten neue Fans an den Tisch einladen. [...] Erinnerst du dich an [Raumschiff Enterprise]? Da hast du Kirk und Spock, und dann hast du Bones. Sie beamen hin und her, und Bones sagt: 'Was ist das für ein Transporter-Ding? Ich weiß nicht, was das ist.' Du hattest einen geerdeten Charakter, der allem gegenüber skeptisch war. Han Solo ist ein weiteres Beispiel. [...] Matt hat es perfekt gestaltet, sodass du Maul durch Lawsons Augen siehst. Aber die Idee war immer, dass wir irgendwann den tiefsten Einblick in Maul geben würden.
Der emotionale Ausbruch im Finale
Die Spannung gipfelt in der achten Episode. Witwer beschreibt, wie Maul nach einem verlorenen Kampf, den er laut eigener Einschätzung hätte dominieren müssen, völlig die Kontrolle verliert. Ein Kniestoß von Doki verkompliziert die Lage massiv. Zu allem Überfluss muss Maul mitansehen, wie jemand, der exakt wie Savage Opress aussieht, auf dieselbe Weise stirbt – getötet von den Männern, die für den Mörder seines Bruders arbeiten. Das bringt Maul mental an den Abgrund.
Wenn ich Maul bin, gibt es keinen Ausweg. [...] Und ich habe gegen diese Typen verloren, gegen Leute, die Maul absolut hätte vernichten müssen. [...] Wenn du der Figur treu bleiben willst, wird er einen Zusammenbruch erleiden. [...] Und ich muss sagen, dass es von einer eher auditiven Reise zu etwas sehr Visuellem wurde, als Dave dazukam und fragte: 'Warum zeigen wir nicht Sidious?'
Traumatische Vergangenheit und ein neuer Feind
Genau das passiert: Mauls Niederlage führt zu einer Vision der Dunklen Seite. Darth Sidious, der ihn einst entführte, missbrauchte und während des Sith-Trainings mit Machtblitzen folterte, tritt in einer traumatischen Rückblende in Erscheinung. Episode 8 beleuchtet Mauls tragische Vergangenheit mit seinem Bruder Savage Opress aus einer zutiefst psychologischen Perspektive, die Traurigkeit und Reue in dem sonst so hasserfüllten Charakter offenbart.
Doch damit nicht genug: Im ultimativen Showdown von „Star Wars: Maul - Shadow Lord” trifft Maul auf die Star-Wars-Legende Darth Vader. Erst in diesem Moment begreift Maul, dass Sidious nach Count Dooku längst einen neuen Schüler ausgebildet hat. Bevor Maul also sein ultimatives Ziel erreichen und Darth Sidious für immer vernichten kann, muss er sich nun einem völlig neuen, übermächtigen Feind stellen.
- Start
- 15.12.2016
- Regisseur/in
- Gareth Edwards
- Franchise / Filmreihe(n)