The Last of Us: HBO nennt 2027 – und weicht der Frage nach dem Ende aus

The Last of Us: HBO nennt 2027 – und weicht der Frage nach dem Ende aus HBO
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HBO-Chef Casey Bloys bestätigt: Die dritte Staffel von The Last of Us kommt 2027 – ein Datum nennt er nicht. Dass es die letzte ist, sagt er nicht selbst, sondern schreibt es Showrunner Craig Mazin zu.

Die dritte Staffel von „The Last of Us” kommt 2027 – und sie soll die letzte sein. Beides hat Casey Bloys, Chef von HBO und HBO Max, jetzt bestätigt. Nur: Das Ende bestätigt er nicht selbst, sondern schreibt es dem Showrunner zu.

Bloys nennt das Jahr, aber kein Datum

Auf die Frage, wann die dritte Staffel laufe, antwortete Bloys Deadline am Rande der Emmy-Verleihung knapp: „Es wird 2027 passieren. Ich habe kein Datum.” Damit ist das Jahr erstmals aus erster Hand belegt – bislang stand es nur als Produktionsplan im Raum. Ein Monat oder gar ein Tagesdatum fehlt weiterhin, für die USA wie für Deutschland.

Angesichts des Drehbeginns im März 2026 ist das ein langer Vorlauf. Die zweite Staffel lag zwischen Drehende und Ausstrahlung ebenfalls über ein Jahr; ein Start in der ersten Hälfte 2027 wäre nach diesem Muster frühestens realistisch. Belegt ist das nicht – Bloys hat ausdrücklich kein Datum genannt.

Warum der Sender das Ende nicht selbst bestätigt

Interessanter als der Termin ist die zweite Antwort. Auf die direkte Nachfrage, ob er endlich bestätige, dass es die letzte Staffel sei, wich Bloys aus: „Ich glaube, Craig hat sie als finale Staffel geplant.” Das ist keine Senderentscheidung, das ist eine Zuschreibung an Craig Mazin – formuliert in der dritten Person und im Konjunktiv.

Der Unterschied ist keine Wortklauberei. Ein Sender, der eine Serie beendet, sagt das; HBO hat das bei „Succession” und zuletzt bei „Hacks” getan. Wer stattdessen auf die Planung des Showrunners verweist, lässt sich eine Tür offen – für eine vierte Staffel ebenso wie für einen Ableger in derselben Welt. Ausgeschlossen hat Bloys beides nicht.

Dass die Adaption der beiden Spiele mit Staffel 3 erzählt ist, spricht für das Ende. Dagegen spricht, dass „The Last of Us” für HBO einer der wenigen verbliebenen Großerfolge ist und Neil Druckmann im selben Zeitraum von „ein paar Projekten in Arbeit” rund um die Marke gesprochen hat, ohne sie zu benennen.

Was Druckmann gesagt hat

Der Wortlaut lässt wenig Spielraum. „Ich war nicht daran beteiligt, die kreative Richtung dieser Staffel zu formen, und Naughty Dog hatte keine kreative Rolle bei der Ausrichtung dieser Staffel”, sagte Druckmann der Washington Post. Damit ist eine Lesart vom Tisch, die nach seinem Rückzug im Umlauf war – nämlich dass das Studio zumindest beratend im Hintergrund bleibe.

Hayley Gross, die „The Last of Us Part II” gemeinsam mit Druckmann geschrieben hat, ist ebenfalls nicht mehr an Bord. Beide haben das Projekt zum selben Zeitpunkt verlassen. Übrig bleibt damit Craig Mazin, der die Serie seit der ersten Staffel gemeinsam mit Druckmann verantwortet hat und sie nun allein zu Ende bringt.

Warum das für Staffel 3 zählt

Die dritte Staffel steht vor der schwierigsten Aufgabe der Serie. Staffel 2 hat die Geschichte mitten im zweiten Spiel abgebrochen und alle, die die Vorlage nicht kennen, mit einem harten Cliffhanger zurückgelassen. Was jetzt folgt, ist der Abschnitt, an dem sich schon die Spielerschaft gespalten hat: ein Perspektivwechsel weg von Ellie und hin zu Abby.

Genau diesen Teil zu erzählen, ist vor allem eine Frage der Tonlage – und die kam bisher zu einem guten Stück von den Leuten, die die Vorlage geschrieben haben. Craig Mazin hat mit „Chernobyl” und zwei Staffeln „The Last of Us” gezeigt, dass er schweren Stoff tragen kann. Aber es ist das erste Mal, dass die Serie ohne Rückendeckung aus dem Entwicklerstudio auskommen muss. Die Formulierung von Bloys rückt diese Verantwortung noch ein Stück weiter zu ihm hin.

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