The Last of Us: Staffel 3 wechselt den Fokus auf Abby
Bereite dich auf einen massiven Perspektivwechsel vor: In der dritten Staffel rückt eine höchst umstrittene Figur ins Rampenlicht und verändert den erzählerischen Fokus für immer.
Wenn „The Last of Us” voraussichtlich im Jahr 2027 für die dritte Staffel zurückkehrt, erwartet dich die bisher größte Veränderung der gesamten Serie. Da Showrunner Craig Mazin laut Berichten von Deadline nicht plant, die Handlung der Videospiele zu überholen, deuten alle Zeichen darauf hin, dass Staffel 3 das große Finale markiert. Und dieses wird dramatisch anders aussehen, als du es gewohnt bist.
Der vertraute Rahmen wird komplett aufgebrochen. Zum ersten Mal wird die Geschichte nicht primär aus der Sicht von Ellie (Bella Ramsey) oder Joel (Pedro Pascal) erzählt. Stattdessen rückt Abby (Kaitlyn Dever) in den absoluten Mittelpunkt der Handlung. Genau jene Soldatin der Washington Liberation Front, die Joel brutal ermordet hat und in der vorletzten Szene des Staffelfinales von Season 2 möglicherweise auf Ellie schoss.
Rückkehr zur Seele der Videospiele
Dieser radikale Perspektivwechsel mag für Serien-Zuschauer ein Schock sein, doch er ist eine konsequente Umsetzung der Vorlage. In The Last of Us Part II wechselst du etwa zur Hälfte der Zeit die Sichtweise von Ellie zu Abby. Du beginnst die Reise mit purem Hass auf diese Figur, nur um durch ihre Augen die Welt neu zu bewerten und Empathie für jemanden zu entwickeln, den du anfangs als Endboss erledigen wolltest.
Die Adaption steht jedoch vor einer gewaltigen Hürde. Das eigentliche Finale von Season 2 zeigte bereits einen Rückblick auf die Zeit drei Tage vor dem großen Showdown, als Abby von Isaac (Jeffrey Wright) in einer verlassenen Stadion-Basis der WLF geweckt wurde. Zudem haben wir in der Serie schon viel über Abbys traumatische Vergangenheit und die Trauer um ihren Vater gelernt.
Da Ereignisse aus der zweiten Spielhälfte bereits in der zweiten Serien-Staffel behandelt wurden, müssen die Macher noch tiefer in Abbys Psyche graben. Ein einfaches Copy-and-Paste der Videospiel-Handlung auf den Bildschirm wird nicht genügen, um die gleiche emotionale Wucht zu entfalten. Dennoch: Abby ins Zentrum der wohl letzten Staffel zu stellen, ist der beste und mutigste Weg, um dem Geist von „The Last of Us” treu zu bleiben.