The Batman Part II: Matt Reeves erklärt, warum der Film auf echtem Filmmaterial landet

The Batman Part II: Matt Reeves erklärt, warum der Film auf echtem Filmmaterial landet Warner Bros.
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Matt Reeves hat erklärt, wie der Look von „The Batman: Part II“ entsteht: digital gedreht, danach auf echtes Filmmaterial ausbelichtet. Hinter der Kamera steht diesmal Erik Messerschmidt statt Greig Fraser.

Der dritte Samstag im September ist seit Jahren der Batman Day, und 2026 fällt er zum ersten Mal seit Langem mitten in einen laufenden Batman-Dreh. Matt Reeves hat den Anlass genutzt und über seine Social-Media-Kanäle ein erstes offizielles Bild aus „The Batman: Part II” veröffentlicht – direkt vom Set in London, wo die Fortsetzung derzeit entsteht.

Inzwischen hat Reeves nachgelegt und sich zum Look des Films geäußert: Gedreht wird digital, das fertige Material wird anschließend auf echtes Filmmaterial ausbelichtet. Es ist dasselbe Verfahren, mit dem schon der erste Teil seine körnige Textur bekommen hat – und die erste inhaltliche Auskunft des Regisseurs seit Drehbeginn.

Digital gedreht, auf Film ausbelichtet

Der sogenannte Film-Out-Prozess überträgt digital aufgenommenes Bildmaterial im Nachgang auf Zelluloid. Das Ergebnis behält die Schärfe und Kontrolle der digitalen Aufnahme, bekommt aber Korn, Farbverhalten und die leichten Unregelmäßigkeiten eines analogen Bildes. Bei „The Batman” war das einer der Gründe, warum der Film auf der Leinwand anders aussah als der übliche Comicfilm.

Warum er dann nicht gleich komplett analog dreht, hat Reeves auf X selbst beantwortet. Die Präzision und die Kontrolle über das Bild beim digitalen Dreh seien unverzichtbar, schreibt er – man wisse genau, was man bekomme. Durch die Übertragung auf Film und die Wahl der Objektive lasse sich dem bereits aufgenommenen Material danach wieder eine organischere, analoge Qualität geben. Er nennt das eine sorgfältig entwickelte Unvollkommenheit.

Für den Zuschauer heißt das vor allem eines: Der zweite Teil wird optisch nicht anders aussehen als der erste. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn hinter der Kamera hat es einen Wechsel gegeben.

Erik Messerschmidt löst Greig Fraser an der Kamera ab

Die Kameraarbeit von Greig Fraser gehörte 2022 zu dem, was an „The Batman” am meisten gelobt wurde – dasselbe Auge, das auch „Rogue One: A Star Wars Story” und „Dune” geprägt hat. Für die Fortsetzung kehrt Fraser nicht zurück. An seiner Stelle steht Erik Messerschmidt, der seit 2017 jedes Projekt von David Fincher begleitet und für „Mank” den Oscar für die beste Kamera gewonnen hat.

Ein solcher Wechsel ist der Punkt, an dem ein Sequel optisch auseinanderfallen kann. Nach allem, was bislang aus der Produktion zu sehen war, orientiert sich Messerschmidt eng an den visuellen Vorgaben des ersten Teils – das offizielle Bild vom Batman Day mit seinem orange-bräunlichen Licht und der Silhouette im Gegenlicht könnte in dieser Form auch aus dem Vorgänger stammen.

Ein Detail unterscheidet sich trotzdem, und es ist an den Kanten der Silhouette zu erkennen: Die Fledermausohren des Kostüms fallen länger und etwas geschwungener aus als bisher. Ein offizielles Wort zum überarbeiteten Batsuit gibt es dazu nicht.

Was auf dem Bild zu sehen ist

Zu sehen ist Robert Pattinson im Batsuit von hinten, den Umhang um die Schultern gelegt, vor einem einzelnen Licht, das weit entfernt in der Dunkelheit glimmt. Links und rechts von ihm türmt sich, was nach aufgeschobenem Schnee aussieht. Ein Gesicht, ein Gegenspieler oder ein eindeutig erkennbarer Schauplatz sind nicht zu erkennen. Reeves hat das Bild ohne Erklärung gepostet und nur einen Gruß mitgeschickt: „Happy Batman Day to everyone from London.”

Zwei Dinge lassen sich daraus ablesen, und beide sind Beobachtung, keine Bestätigung. Der Schnee deutet darauf hin, dass Reeves seinen zweiten Teil in einem winterlichen Gotham ansiedelt – das passt zu Aufnahmen, die im Sommer vom Set kursierten. Und in der Fangemeinde wird seit Monaten darüber spekuliert, ob der Film den Court of Owls einführt, jene Geheimgesellschaft aus den Comics, die Gotham im Verborgenen kontrolliert. Belegt ist davon nichts: Reeves hat sich zu den Gegenspielern des Sequels öffentlich nicht geäußert, und ein dunkler Gang ist noch kein Eulengericht.

Der Dreh läuft seit Juni in Großbritannien

Gedreht wird seit dem 12. Juni 2026, durchgängig in Großbritannien. Aufnahmen entstanden unter anderem in Glasgow, Liverpool und zuletzt in London. Aus diesen Wochen kursieren reichlich inoffizielle Bilder und Videos von Passanten, die Batsuit und Fahrzeuge in Teilen zeigen – ein offizielles Bild aus der Produktion gab es bis zu diesem Batman Day jedoch nicht.

Pattinson selbst hat Anfang September beschrieben, wie fordernd die Produktion ist. Gegenüber Variety sagte er, er spüre bei den vielen Kampfszenen inzwischen sein Alter, es sei deutlich anstrengender als beim ersten Film. Spaß mache es trotzdem, und er halte den Film für ziemlich gut – ein Marathon sei es aber allemal. Der Dreh soll ihn noch bis zum Jahresende in London halten.

Wer vor und hinter der Kamera steht

Regie führt erneut Matt Reeves, das Drehbuch hat er gemeinsam mit Mattson Tomlin geschrieben. Vor der Kamera stehen neben Pattinson unter anderem Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Brian Tyree Henry und Charles Dance. Dazu kehren Jeffrey Wright als Gordon, Andy Serkis als Alfred und Colin Farrell als Pinguin zurück. Stan hatte im September in Toronto erstmals ausführlicher über den Dreh gesprochen und ihn mit „Der Pate 2” verglichen; seine Rolle bestätigt er weiterhin nicht – nachzulesen in unserem Bericht zum Interview.

Ein anderes hartnäckiges Gerücht ist dagegen erledigt: James Gunn hat im August dementiert, dass Reeves Teil 2 und einen dritten Teil gemeinsam abdreht. Auch am Batman Day selbst blieb der DC-Studios-Chef bei Grundsätzlichem und teilte lediglich ein Comic-Artwork – eine Neuigkeit zu „The Brave and the Bold”, dem Batman-Film innerhalb des DCU, gab es nicht. Wie die Kinoreihen zueinander stehen, sortiert unsere Übersicht aller Batman-Filme.

Wann der Film in die deutschen Kinos kommt

In den deutschen Kinos startet „The Batman: Part II” am 17. Februar 2028, einen Tag vor dem US-Start am 18. Februar 2028. Der Termin steht seit Juli fest, nachdem Warner Bros. den Film zuvor mehrfach nach hinten geschoben hatte – ursprünglich war der 1. Oktober 2027 vorgesehen.

Bis zum ersten Trailer dürfte es entsprechend dauern. Realistisch wird es der kommende Sommer, wenn Warner den Vorlauf für seine DC-Titel bündelt. Bis dahin bleiben Bilder wie dieses und Auskünfte wie die zum Film-Out die einzige Währung.

Bildquelle: Matt Reeves auf X (@MattReevesLA).

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