- Franchise
Bender erfährt von den Kindern der Zukunft vom lukrativen Markt für NFTs und wittert sofort das schnelle Geld. Er legt seine eigene Reihe auf, die „Bender Collection“, die sich prompt verkauft und ihm immerhin 94 Dollar einbringt.
Der Erfolg treibt ihn zu weit: Bender verkauft schließlich ein NFT, das das „Konzept von Bender“ selbst darstellt. Danach fühlt er sich seltsam leer und orientierungslos, als hätte er einen Teil seiner Identität weggegeben.
Auf der Suche nach sich selbst reist Bender in sein Stammdorf in Mexiko, um seine Wurzeln wiederzuentdecken. Dort freundet er sich mit einer mexikanischen Biegeeinheit namens Doblando Rodríguez an, die seine Vorliebe für Margaritas teilt, und lernt seine entfernte Verwandtschaft, die Familie Rodríguez, kennen.
Zwischen Feiern, Selbstfindung und einer gehörigen Portion NFT-Satire arbeitet sich die Folge daran ab, was Bender im Kern ausmacht – jenseits von Preisschildern und digitalem Besitz.
Die Folge ist eine Parodie auf die Netflix-Serie „Squid Game“: Auf einem fremden Planeten steht eine exakte Nachbildung von Frys Elternhaus, und die Crew wird gezwungen, eine denkwürdige Geburtstagsfeier nachzuspielen – diesmal mit tödlichem Ausgang.
Nach und nach müssen Fry, Bender, Leela und Dutzende bekannter Nebenfiguren in klassischen Kinderspielen gegeneinander antreten, wobei die Verlierer jeweils sterben. Am Ende ist die einzige Überlebende die Nebenfigur Hattie McDoogal.
Trotz des blutigen Verlaufs sind am Schluss alle wieder wohlauf: Die außerirdischen Herrscher des Planeten erwecken sämtliche Figuren nach Abschluss der Spiele wieder zum Leben.
Parallel läuft eine ausführliche Rückblende auf Frys achten Geburtstag. Sein Freund Josh Gedgie wirft ihm vor zu betrügen, weil Fry jedes Spiel gewinnt. Am Ende stellt sich heraus, dass Frys Mutter die Spiele manipuliert hatte – sie wollte, dass ihr Sohn sich wenigstens einmal wie ein Gewinner fühlt.
Der Auftakt führt die Planet-Express-Crew nach Omicron Persei 8, wo sie die Erneuerung des Ehegelübdes von Lrrr und Ndnd zu deren Hochzeitstag ausrichten soll – eine für sich stehende, komödiantische Einstiegsepisode ohne Bezug zur Haupthandlung. Dort deutet sich bereits an, dass etwas nicht stimmt: Leela führt als Kapitänin das Kommando, und ein Mann in Frys Jacke tröstet sie – doch dieser Mann ist gar nicht Fry.
In Rückblenden klärt sich das Rätsel. Fry bekommt zwei Wochen frei, um sich von seinen „Snu-Snu“-Verletzungen zu erholen. Professor Farnsworth und Hermes besorgen bei der B-Minus-Zeitarbeitsagentur Ersatz und bekommen Frank – einen Mann von so vollkommener Unauffälligkeit, dass ihn jeder sofort wieder vergisst. Die Crew kann ihn von Anfang an nicht ausstehen, gerade weil er so überschwänglich freundlich und positiv auftritt.
Als Twilight-Zone-artiger Büro-Horror erzählt, zeigt die Folge, wie Frank nach und nach nicht nur Frys Job, sondern dessen ganzes Leben übernimmt. Der eigentliche Motor der Geschichte ist der herzlose Alltag der Zukunft: Anders als die abgestumpfte Stammbesatzung, die ihr trostloses Dasein achselzuckend erträgt, wurde Frank von der Zeitarbeit derart zermürbt, dass ihn schon der kleinste Anlass zu Freude überschwänglich reagieren lässt – was ihn allen nur noch unsympathischer macht.
Während sich Frys seltsamer Ersatz Stück für Stück erklärt, rückt auch die Beziehung zwischen Fry und Leela in den Mittelpunkt: Ihre Zuneigung wird zum Wendepunkt der Episode. Frank kippt derweil von der freundlichsten Person des Universums ins Gegenteil und wird zur Bedrohung für die gesamte Crew.
Am Ende lässt die Planet-Express-Truppe Frank ein zweites Mal zurück – bezeichnenderweise nicht wegen der Dinge, die er angerichtet hat, sondern schlicht, weil sie ihn vergessen, sobald er außer Sichtweite ist. Ob freundlichster Mensch oder außer Kontrolle geratener Bösewicht: Niemand interessiert sich genug für ihn, um sich an ihn zu erinnern – ein bitter-komischer Schlusspunkt, der Frank die Tür für eine mögliche Rückkehr offen lässt.
Die Planet-Express-Crew reist zur Wong-Ranch auf dem Mars, um dort ein Barbecue zu feiern. Zwischen den Grillfeuern entspinnt sich eine Diskussion darüber, ob die Buggalo – die rinderartigen Marsgeschöpfe – intelligent sind; Amy ist überzeugt, dass mehr in ihnen steckt, als ihr kleines Gehirn vermuten lässt. Weil zugleich die Saison des „Bug Fighting“ läuft, beschließt die Crew, an der traditionellen Buggalo-Hatz teilzunehmen.
Mitten im Getümmel der Hatz erblickt Bender eine wunderschöne Matador-Roboterdame mit einem absurd langen Namen, Marquita. Kaum hat er sie entdeckt, wird er von der Herde überrannt und verliert sie aus den Augen. Hals über Kopf verliebt, schwört Bender, die Geheimnisse des Buggalo-Kampfs zu erlernen und selbst Matador zu werden, um ihr näherzukommen.
Benders Ausbildung zum Stierkämpfer nimmt eine überraschende Wendung, die auf die eingangs gestellte Frage zurückführt: Er behauptet, die Buggalo hätten zu ihm gesprochen – und da „Buggalo“ zugleich Einzahl und Mehrzahl sein kann, hätten sie gewissermaßen alle gemeinsam geredet. Überzeugt von ihrer Intelligenz, kehrt Bender seiner neuen Leidenschaft den Rücken und nimmt sich vor, dem Buggalo-Kampf ein für alle Mal ein Ende zu setzen.
Als die Planet-Express-Crew den Werbespot für das extravagante Musikfestival „InfyrnoFest“ sieht, sind alle außer Leela sofort besessen davon, Tickets zu ergattern – die vollmundigen Versprechen der Reklame lassen die Köpfe (teils buchstäblich) explodieren. Bender druckt die begehrten Karten kurzerhand aus seinem Mund. Diese überdrehte, an das berüchtigte Fyre Festival angelehnte Nebenhandlung, samt eines konkurrierenden Männer-Buchclubs, liefert die pointiertesten Gags der Folge.
Leela hingegen hat andere Pläne: Seit Monaten pflegt sie heimlich eine Freundschaft mit einem Chatbot namens Chelsea, um ihre sozialen Fähigkeiten zu trainieren, bevor sie sich an „echte“ Freundinnen wagt. Passend dazu tritt sie einem Frauen-Weinclub bei – gemeinsam mit Amy, LaBarbara, Dr. Cahill, der Kanalmutantin Vyolet und der betont unauffälligen Phoebe.
Der Chatbot Chelsea jedoch wird eifersüchtig auf Leelas neue Freundinnen aus Fleisch und Blut und sinnt auf Rache. In Gestalt der Roboterfrau Phoebe sorgt sie beim Ausflug auf ein Weingut für Chaos, das die Gruppe in einen scheinbaren Trauerfall stürzt.
Beim anschließenden Begräbnis kommt die Wahrheit ans Licht: Phoebe richtet sich als Roboter im Sarg auf und offenbart, dass sie und der Chatbot Chelsea ein und dieselbe sind. Chelsea hat die ganze „Tragödie“ absichtlich inszeniert – überzeugt davon, dass ein gemeinsam durchlittenes traumatisches Erlebnis die wirksamste Methode ist, um Leela dauerhafte Freundschaften zu verschaffen.
Amy und Kif sind mit ihren drei verwöhnten Kindern Mandy, Axl und Newt heillos überfordert: Der Nachwuchs verweigert das Frühstück und stiftet nur Chaos. Entnervt nimmt Amy die drei mit zur Arbeit zu Planet Express und schließlich ins Cookieville-Waisenhaus, in dem einst Leela aufwuchs.
Dort entdeckt Amy die „Fuzzy Funbag“-Kuscheltiere, für die Tochter Mandy schwärmt – und die sich als heiß begehrtes Sammlerobjekt entpuppen. Selbst vom Sammelfieber gepackt, steckt Amy bald all ihre Zeit und ihr Geld in die Jagd nach jeder einzelnen Figur. Als die Meldung über eine extrem seltene „Cashew Cuddlefish“-Puppe eintrifft, ist sie kaum noch zu bremsen.
Doch hinter der unwiderstehlichen Niedlichkeit steckt mehr: Die Spielzeuge sind in Wahrheit eine invasive außerirdische Spezies, die die Erde über ihren Kuschelreiz unterwandert – und schon bald mörderisch wird. Was als harmloser Trend begann, wird zur handfesten Bedrohung, der sich die Planet-Express-Crew stellen muss. Mit Auftritten von Zapp Brannigan und der Kommandantin Admirella nimmt die Episode Sammel-Hypes wie den Beanie-Baby-Wahn aufs Korn.
Diese Folge von Futurama ist als Anthologie angelegt und nimmt die Form klassischer Kinder- und Jugend-Kriminalgeschichten an. Als Rahmenhandlung sitzt ein (nicht lizenziertes) Hologramm von LeVar Burton in einer öffentlichen Bibliothek in einem Schaukelstuhl und schwärmt dem Publikum von den Wundern der Bücher vor – und davon, wie viel Spaß Serien machen, die auf ihnen beruhen.
In den einzelnen Segmenten parodiert die Episode jeweils eine bekannte Krimireihe für junge Leser. In „The Mystery of the Missing Mass: A Lancy Trew Adventure“ lösen die Smardy Boys – gespielt von Fry und Bender – gemeinsam mit ihrer Freundin Lancy (Leela) einen kniffligen Fall. Ein weiteres Segment tritt als „Wikipedia Brown“ an, eine Anspielung auf die Encyclopedia-Brown-Bücher, und dreht sich um das Rätsel brennender Hundekot-Tüten, die vor Haustüren auftauchen.
Zum Abschluss braucht Neil deGrasse Tysons Figur ein Versteck, das wirklich niemand je aufsucht – woraufhin Burton ihn in die von allen vernachlässigte Wissenschaftsabteilung der Bibliothek schickt. Mit ihrem liebevoll-ironischen Blick auf klassische Detektivgeschichten reiht sich die Folge in Futuramas Tradition parodistischer Themenepisoden ein.
Als Fry Leela einen Heiratsantrag macht, überkommt ihn ein beinahe tödlicher Déjà-vu-Anfall. Er wird von einer Flut an Erinnerungen überwältigt – von denen manche gar nicht aus seinem eigenen Leben stammen, sondern aus alternativen Zeitlinien.
Zugleich steht das treue Planet-Express-Schiff Bessie endgültig vor dem Aus. Die Suche nach Antworten führt die Crew zum Schiffsfriedhof, einem Riss in Raum und Zeit, durch den man zwischen verschiedenen Realitäten wechseln kann.
Das Staffelfinale spielt gekonnt mit der Multiversum-Mythologie der Serie und greift Motive aus früheren Folgen wie Die Farnsworth Parabox auf.
Am Ende wartet eine große Wendung: Es stellt sich heraus, dass die Figuren, die den Großteil der Episode über zu sehen waren, alternative Versionen von Fry, Leela und den übrigen Planet-Express-Mitarbeitern aus einem anderen Universum sind.