„Avengers: Endgame Extended“: Kinostart, neues Material und Infinity Vision
In Deutschland heißt die Wiederaufführung „Avengers: Endgame Extended“, international „Encore“ – gemeint ist dieselbe Fassung. Start ist der 24. September 2026, mit neuen Szenen aus der Doomsday-Handlung.
Marvel Studios bringt „Avengers: Endgame” zurück ins Kino, allerdings nicht als reine Wiederaufführung. In Deutschland trägt die Fassung den Titel „Avengers: Endgame Extended” – international läuft sie als „Avengers: Endgame Encore”. Sie startet am 24. September 2026 in den deutschen Kinos und enthält neues Material, das in der Handlung von „Avengers: Doomsday” angesiedelt ist. Damit wird der Abschluss der Infinity Saga zur direkten Brücke in den nächsten Avengers-Film.
Auf einen Blick
Titel: In Deutschland „Avengers: Endgame Extended”, international „Avengers: Endgame Encore” – derselbe Film.
Kinostart: 24. September 2026 in den deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start am 25. September.
Was neu ist: ein eigens produziertes Intro, zusätzliches neues Filmmaterial und ein Endtag, der exklusiv in IMAX und Infinity Vision läuft.
Zweck: Das neue Material spielt in der Doomsday-Handlung und verbindet beide Filme.
Format: Die Fassung und Doomsday sind die ersten Filme, die in Kinos mit Disneys neuer Zertifizierung Infinity Vision laufen.
Nicht verändert: Die eigentliche Geschichte von Endgame bleibt, wie sie ist.
Encore oder Extended? So heißt der Film bei uns
International vermarktet Disney die Wiederaufführung als „Avengers: Endgame Encore” – Encore ist das englische Wort für Zugabe. Für den deutschen Markt hat der Verleih den Zusatz getauscht: In den Dispositionsdaten der Kinos und auf den Programmseiten steht der Film als „Avengers: Endgame Extended”, und unter diesem Namen läuft auch der Vorverkauf.
Inhaltlich ist das derselbe Film: dieselbe Fassung, derselbe Termin, dieselben Zusatzszenen. Extended ist hierzulande die eingeführte Bezeichnung für eine verlängerte Schnittfassung, während Zugabe im Kinokontext niemand benutzt. Wenn Du nach Tickets suchst, nimm deshalb den Extended-Titel – unter Encore findest Du in deutschen Kinosystemen nichts.
Was an der Extended-Fassung neu ist
Disney nennt drei Bestandteile: ein individuell produziertes Intro, zusätzliches neues Filmmaterial und einen besonderen Endtag, der ausschließlich in IMAX-Sälen und in Kinos mit Infinity-Vision-Zertifizierung zu sehen ist. Das neue Material wird nicht bloß vorne oder hinten angehängt, sondern in den Film eingearbeitet.
Regisseur Joe Russo, der Endgame gemeinsam mit seinem Bruder Anthony inszeniert hat und auch bei Doomsday Regie führt, beschrieb die Neuauflage im Frühjahr als kritische Begleitgeschichte und als Vorbereitung auf das, was im Dezember im Kino zu sehen sein wird. Nach seiner Darstellung wird der Film mit Material neu veröffentlicht, das in der Doomsday-Handlung angesiedelt ist. Eine Wiederaufführung sei nur möglich, weil Endgame so erfolgreich war, denn ein solcher Schritt kostet Geld.
Im Hall-H-Panel der San Diego Comic-Con am 25. Juli 2026 zeigte Kevin Feige einen Trailer zu der Fassung und bestätigte, dass sie exklusives neues Doomsday-Material enthält.
Joe Russo nennt Endgame jetzt Pflichtprogramm
Vier Wochen vor dem Start wird Joe Russo deutlicher als bisher. Gegenüber dem US-Ticketportal Fandango sagte der Regisseur, die Wiederaufführung werde die Geschichten beider Filme miteinander verbinden. Es gebe eine natürliche Entwicklung von Endgame hinüber zu „Avengers: Doomsday”, die auch all die anderen Handlungsstränge einschließe, die seither erzählt wurden. Aus zwei Gründen lohne sich der erneute Kinobesuch: Erstens mache er schlicht Spaß – und zweitens sei er aus seiner Sicht Pflichtprogramm, um der Handlung von Doomsday folgen zu können. Das berichtet der Hollywood Reporter.
Sein Bruder und Co-Regisseur Anthony Russo ergänzte, wer Endgame 2019 im Kino gesehen habe, hätte nicht ahnen können, worauf der Film am Ende hinausläuft. Damit rückt die Neuauflage näher an das heran, was Marvel selbst bislang vermieden hat: eine Empfehlung, die wie eine Voraussetzung klingt. Formal bleibt es die Aussage der beiden Regisseure, nicht des Studios – Marvel Studios hat die Extended-Fassung nie zur Bedingung dafür erklärt, „Avengers: Doomsday” im Dezember zu verstehen. Wer die Zusatzszenen überspringt, wird den Film also sehen können – nur eben ohne die Brücke, die die Russos gerade als Teil der Erzählung beschreiben.
Trailer, Poster und Vorverkauf
Einen Monat vor dem Start hat Marvel am 25. August 2026 den ersten Trailer veröffentlicht, gut anderthalb Minuten lang. Der Clip setzt fast vollständig auf die Schlussschlacht von 2019 – die Portalszene, Steve Rogers mit Mjolnir, Tony Starks Opfer – und bewirbt darüber hinaus vor allem die Vorzüge von Infinity Vision mit den Schlagworten maximaler Maßstab, überlegene Schärfe und immersiver Ton. Neues Doomsday-Material zeigt er nicht.
Avengers Endgame: Encore – Official Trailer von Marvel
Zur Wiederaufführung gehören inzwischen auch ein eigenes Logo und ein eigenes Poster: ein violettes Avengers-Logo, darunter schräg gesetzt der Zusatz Endgame Encore, bei dem das Avengers-A den Buchstaben A ersetzt. Trailer und Poster tragen also weiterhin die internationale Schreibweise, das deutsche Kinoprogramm den Extended-Titel. In den USA lief am selben Tag der Ticketvorverkauf an. Für Deutschland hat Disney bislang keine Liste der zertifizierten Infinity-Vision-Säle genannt.
Wie stark der Clip einschlägt, lässt sich inzwischen beziffern: 77 Millionen Aufrufe in den ersten 24 Stunden meldet Deadline exklusiv – mehr als das Vierfache dessen, was ein Trailer zu einer Kino-Wiederaufführung bislang erreicht hat. Zum Vergleich nennt das Branchenblatt drei jüngere Fälle: Der Trailer zur „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel”-Rückkehr zum 40. Jubiläum im Mai 2026 kam auf 19 Millionen Aufrufe, der zur Wiederaufführung von „Avatar – Aufbruch nach Pandora” auf 14 Millionen, der zu „Titanic” auf 13 Millionen.
Den Ansturm führt Deadline weniger auf Nostalgie zurück als auf die Aussicht auf Doomsday-Material: Ein großer Teil der Reaktionen in den sozialen Netzwerken drehte sich um die Frage, was die neue Fassung von „Avengers: Doomsday” zeigt – obwohl der Trailer selbst keine einzige Szene daraus enthält. Dazu kamen Erinnerungen an die Kinoabende von 2019 und die üblichen Scherze über Endgame-Spoiler. Für Dich heißt das vor allem: Der eigentliche Doomsday-Vorgeschmack steckt nicht im Trailer, sondern in der Kinofassung selbst.
Was bislang nur Gerücht ist
Ein Scooper-Account brachte im Juli Details in Umlauf, die Marvel nicht bestätigt hat: Die neue Fassung solle rund sieben Minuten länger sein als die Kinoversion von 2019, ein neues Intro sowie zusätzliche Bonusszenen enthalten, und die Schlusssequenz solle unmittelbar in Doomsday überleiten. Der Urheber selbst riet zur Vorsicht.
Ein Anhaltspunkt steht inzwischen in den Programmdaten der deutschen Kinos: Dort ist „Avengers: Endgame Extended” mit einer Laufzeit von 3 Stunden und 8 Minuten eingetragen. Die Kinofassung von 2019 lief 3 Stunden und 1 Minute. Das deckt sich mit den kolportierten sieben Minuten, ist aber eine Angabe aus der Verleih-Disposition und keine offizielle Laufzeit von Disney.
Eine dritte Zahl liefert nun der Hollywood Reporter: Die Fassung laufe 185 Minuten und enthalte damit rund vier Minuten zusätzliches Material sowie einen Vorgeschmack auf Doomsday. Die Kinofassung von 2019 kam auf 181 Minuten. Damit stehen drei Angaben nebeneinander – die kolportierten sieben Minuten des Scoopers, die 3 Stunden und 8 Minuten aus der deutschen Verleih-Disposition und die vier Minuten aus der THR-Meldung. Offiziell bestätigt hat Disney bis heute keine davon.
Infinity Vision: Was hinter dem Format steckt
Infinity Vision ist kein neues Kinoformat im technischen Sinn und auch keine neue Kinokette, sondern eine Zertifizierung, die Disney an bestehende Säle vergibt. Sie gehört in die Kategorie Premium Large Format, also die Klasse oberhalb des normalen Saals.
Die Anforderungen sind konkret: eine Bildwand von mindestens 45 Fuß Breite, also rund 13,7 Meter, ein immersives oder 7.1-Tonsystem, etwa Dolby Atmos, und eine Helligkeit von 14 Footlamberts in 2D beziehungsweise 6 Footlamberts in 3D. Die Endgame-Wiederaufführung und Doomsday sind die beiden ersten Filme, die in zertifizierten Sälen laufen. Nach Angaben von Entertainment Weekly lagen bereits mehr als 7.500 Bewerbungen von Kinos vor.
Einordnung
Endgame ist nach Einspielergebnis der bislang zweiterfolgreichste Film, entsprechend gering ist das Risiko einer Wiederaufführung. Im Marvel-Kalender 2026 sitzt die Fassung genau zwischen den beiden Kinofilmen des Jahres: „Spider-Man: Brand New Day” startete am 29. Juli in den deutschen Kinos, „Avengers: Doomsday” folgt im Dezember. Der deutsche Start liegt einen Tag vor dem US-Start. Die Neuauflage ist damit weniger Nostalgie-Aktion als Marketingbaustein und Erzählbrücke in einem.
In Deutschland läuft die Wiederaufführung als „Avengers: Endgame Extended“ – so steht sie in den Programmdaten der Kinos und im Vorverkauf. „Avengers: Endgame Encore“ ist der internationale Titel, den auch Trailer und Poster tragen. Gemeint ist dieselbe Fassung mit demselben Start am 24. September 2026.
„Avengers: Endgame Extended“ startet am 24. September 2026 in den deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start am 25. September. Zu sehen ist die Fassung nur in IMAX-Sälen und in Kinos mit Disneys Infinity-Vision-Zertifizierung.
Ein eigens produziertes Intro, zusätzliches neues Filmmaterial im Film selbst und ein Endtag, der nur in IMAX und in Kinos mit Infinity-Vision-Zertifizierung läuft. Das neue Material spielt in der Handlung von Avengers: Doomsday.
Nein. Die eigentliche Geschichte von Endgame bleibt unverändert. Ergänzt werden Szenen, die auf Doomsday hinführen, nicht bislang unveröffentlichtes Material aus der Produktion von 2019.
Eine Zertifizierung von Disney für Kinos der Klasse Premium Large Format. Vorausgesetzt werden eine Bildwand von mindestens rund 13,7 Metern Breite, immersiver oder 7.1-Ton und festgelegte Helligkeitswerte. Die Endgame-Wiederaufführung und Doomsday sind die ersten Filme, die in solchen Sälen laufen.
Regisseur Joe Russo sagt inzwischen ja: Der erneute Kinobesuch sei aus seiner Sicht Pflichtprogramm, um der Handlung von „Avengers: Doomsday“ folgen zu können, weil das neue Material die Geschichten beider Filme verbindet. Eine offizielle Vorgabe von Marvel Studios ist das nicht – das Studio hat die Extended-Fassung nie zur Voraussetzung erklärt.