MCU im Check: Kann Marvel nach Avengers: Endgame noch überzeugen?
Seit dem epischen Finale in Avengers: Endgame schwankt das MCU zwischen Flop und Meisterwerk. Wir zeigen dir, welche Projekte Marvels Zukunft retten – und welche du vergessen kannst.
Es ist ein offenes Geheimnis: Seit „Avengers: Endgame” sucht das Marvel Cinematic Universe nach seinem alten Rhythmus. Dieser Film krönte ein ganzes Jahrzehnt meisterhaften Storytellings und besiegelte die Geschichten von Iron Man und Captain America mit absoluter Perfektion. Doch was kommt danach? Mastermind Kevin Feige ringt nun schon seit sieben Jahren mit dieser Frage – mit schwankendem Erfolg.
Während Phase Drei als goldene Ära in die Filmgeschichte eingeht, warf dich Phase Vier in eine Achterbahn der Gefühle. Heute pendelt die Stimmung der Fan-Base bei jedem neuen Projekt hin und her.
Seit Endgame fühlt es sich an, als sei jedes neue Marvel-Projekt entweder der finale Sargnagel für das MCU oder der Retter des Franchises.
Fehltritte wie „Thor: Love and Thunder”, „Secret Invasion” oder das diskutierte „Captain America: Brave New World” brachten die Fans dazu, das Franchise abzuschreiben. Doch es gibt Hoffnung! Wir werfen einen Blick auf die Leuchtturm-Projekte, die dem MCU neues Leben einhauchten.
Intime TV-Experimente und magische Roadtrips
Der Start von Phase Vier glänzte sofort mit „WandaVision”. Anstatt direkt wieder das halbe Universum zu retten, fiebertest du bei einem intimen Dinnerparty-Konflikt mit. Diese Sitcom-Hommage war der frische Wind, den Marvel dringend brauchte. Showrunnerin Jac Schaeffer wiederholte dieses Wunder kürzlich mit „Agatha All Along”. Kathryn Hahns szenenstehlende Schurkin verwandelte sich in die Heldin einer grandiosen, musikalischen Horror-Roadtrip-Komödie.
Knallharte Action und düstere Psycho-Trips
Eingeklemmt zwischen dem späten „Black Widow” und dem zähen „Eternals” schlug „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings” wie eine Bombe ein. Regisseur Destin Daniel Cretton lieferte dir spektakuläre Wuxia-Akrobatik und knallharte Martial-Arts im Jackie-Chan-Stil. Wenn du es düsterer magst, servierte dir Marvel mit „Moon Knight” einen blutigen Psycho-Thriller, der tief in die gestörte Psyche seines Helden abtaucht.
Zeitpolizisten und nostalgische Mutanten
Während „The Falcon and the Winter Soldier” als generische Action-Kost verblasste, zündete „Loki” auf ganzer Linie. Tom Hiddleston und Owen Wilson glänzten als ungleiches Detektiv-Duo in einem echten Sci-Fi-Procedural. Und auch wenn es streng genommen nicht im MCU spielt: Mit „X-Men '97” feierte Marvel Studios einen absoluten Triumph. Die Serie fängt den Geist der Original-Soap-Opera perfekt ein und besticht durch messerscharfes Writing.
Die ultimativen Kino-Events
Manchmal braucht es das ganz große Kino. Trotz aller Leaks und Andrew Garfields Lügen lieferte „Spider-Man: No Way Home” das ersehnte Multiversums-Spektakel. Unter noch schwereren Bedingungen erschuf Ryan Coogler mit „Black Panther: Wakanda Forever” eine filmische Grabrede für Chadwick Boseman, die die kollektive Trauer auf tief bewegende Weise einfing.
Zuletzt zeigten zwei völlig unterschiedliche Filme, wie man die Kinokassen dominiert: James Gunn verabschiedete sich mit „Guardians of the Galaxy Vol. 3” und bot dir einen emotionalen Abschluss ohne erzwungenes Franchise-Building. Und als das MCU nach Flops wie „Ant-Man and the Wasp: Quantumania” und „The Marvels” am Boden lag, brach „Deadpool & Wolverine” im Sommer alle Rekorde. Das Spektakel holte das ultimative Blockbuster-Gefühl zurück und bewies: Wenn Marvel sich anstrengt, ist das Franchise noch lange nicht am Ende.
- Titel
- Avengers: Endgame
- Start
- 24.04.2019
- Regisseur/in
- Joe RussoAnthony Russo