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Clayface: Mike Flanagan hat den DCU-Film selbst noch nicht gesehen – „Das ist James Watkins’ Film“

Mike Flanagan schrieb das Drehbuch zu „Clayface“, den fertigen Film kennt er nicht: „Das ist James Watkins’ Film.“ Was er über die Arbeit sagt, was der finale Trailer zeigt und wann der DCU-Horrorfilm startet.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 22.09.2026 ·Aktualisiert 04.10.2026 ·6 Min. Lesezeit
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Clayface: Mike Flanagan hat den DCU-Film selbst noch nicht gesehen – „Das ist James Watkins’ Film“
Warner Bros.

Mike Flanagan hat das Drehbuch zu „Clayface” geschrieben – den fertigen Film kennt er selbst noch nicht. Im Interview mit ComicBookMovie.com stellt der Horror-Regisseur klar, dass der DCU-Horrorfilm nicht seiner ist: „Clayface ist ganz klar nicht meins. Es ist James Watkins’ Film.” Knapp drei Wochen vor dem Kinostart rückt Flanagan damit die Rollen zurecht, die im Marketing gern verschwimmen.

„Clayface” startet am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start. Es ist der dritte Kinofilm des neuen DC Universe und der erste, der von Anfang an als Horrorfilm angelegt wurde.

Flanagan: „Ich habe ihn noch nicht einmal gesehen”

Flanagan beschreibt seinen Anteil nüchtern. Er habe ein Drehbuch geschrieben, das er liebe, habe es abgegeben – und damit sei seine Arbeit beendet gewesen. Gesehen habe er den fertigen Film bislang nicht. Er freue sich darauf, zu erleben, was James Watkins daraus gemacht habe: „Das ist James’ Film, und ich bin sehr gespannt, was er daraus gemacht hat.” Nach Flanagans erster Fassung hat Hossein Amini das Buch überarbeitet; beide teilen sich den Drehbuch-Credit.

Gereizt habe ihn an dem Stoff gerade die Leerstelle. Clayface sei außerhalb der Zeichentrickserien nie adaptiert worden, nie in einem Kinofilm und schon gar nicht als Hauptfigur. Die Figur habe sich für ihn deshalb „weit offen” angefühlt: „Wir waren die Ersten, die da reingehen durften.” Den Vergleich zieht er ausdrücklich zu seinem anderen aktuellen Projekt, das genau umgekehrt gelagert ist.

Denn Flanagans eigentliche Premiere in diesem Herbst ist eine andere: Seine Stephen-King-Serie „Carrie” startet am 7. Oktober mit allen acht Folgen bei Prime Video – ein Stoff, der schon mehrfach verfilmt wurde und an dem sich jede neue Fassung messen lassen muss. Für „Clayface” heißt das im Umkehrschluss: Wer am 22. Oktober im Kino sitzt, sieht Watkins’ Handschrift, nicht Flanagans. Die Vorlage stammt von ihm, die Inszenierung nicht.

Das zeigt der finale Trailer

Ende September hat DC Studios den finalen Trailer zu „Clayface” veröffentlicht – den bislang drastischsten. Der Clip erzählt, wie der Schauspieler Matt Hagen nach einem Angriff sein Gesicht verliert, sich einer experimentellen Behandlung unterzieht und die Kontrolle über seinen eigenen Körper verliert. Die finale Gestalt der Figur deutet er nur an; ganz zeigen will das Studio sie weiterhin erst im Kino.

Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen, einen Hollywoodstar, dem ein Gangsterboss aus Gotham das Gesicht entstellt. Um seine Karriere zu retten, lässt er sich auf eine experimentelle Behandlung bei der Wissenschaftlerin Caitlyn Corr ein, gespielt von Naomie Ackie. Zunächst scheint das zu funktionieren, dann setzen die Nebenwirkungen ein – der Trailer zeigt eine besonders verstörende Szene während eines Flugs, in der Hagen mit einer Nagelschere an seinem Gesicht ansetzt.

Der zweite Teil des Clips gehört der Wandlung vom Opfer zum Täter. Hagen lernt, seine Verformungen zu steuern, gewinnt daraus Macht und nutzt sie für seine Rache. In kurzen Einstellungen ist dabei auch mehr von der formbaren Masse zu sehen, die aus ihm wird – mehr als in allen bisherigen Trailern, aber immer noch nur in Ausschnitten.

Clayface – Final Trailer (Warner Bros.)

Damit bleibt der Film bei der Linie, die Harries und Regisseur James Watkins im Vorfeld vorgegeben haben: Die eigentliche Verwandlung gehört dem Kinosaal. Das Drehbuch stammt von Mike Flanagan und Hossein Amini, James Gunn hatte es einmal als eines der besten bezeichnet, die DC Studios gelesen habe.

Die finale Gestalt sieht niemand vorher

Schon vor dem Trailer hatte Tom Rhys Harries dem britischen Magazin Empire bestätigt, dass die finale Verwandlung bis zum Kinostart unter Verschluss bleibt. Das vollständige Empire-Feature ist in der Narnia-Ausgabe des Magazins erschienen.

Wer je einen Batman-Comic mit Clayface gelesen hat, trägt ein festes Bild mit sich herum: eine wuchtige Masse formbaren Fleisches, mehr Monster als Mensch. Die bisherigen Veröffentlichungen zum Film zeigen Hagens Gesicht zwar zerlaufen, schmelzend und aus der Form geraten — erkennbar menschlich blieb er dabei aber immer. Genau das ändert sich im Kino, und vorher zeigt das Studio es nicht. Seine finale Gestalt beschreibt Harries gegenüber Empire mit einem Kraftausdruck, der sich sinngemäß mit „richtig krass” übersetzen lässt.

Während der Dreharbeiten hatte der walisische Darsteller seinen Spaß an der Wirkung auf Unbeteiligte. Familie und Freunde hätten sich mit der Zeit daran gewöhnt, mit jemandem zu sprechen, dessen halbes Gesicht sich auflöst, erzählt er — und ihn dann per FaceTime jemand Drittem vorgestellt. Das sei lustig gewesen.

Regisseur Watkins: Weich wird hier nichts

Hinter dem Film steht James Watkins, der mit „Eden Lake” und dem Remake von „Speak No Evil” zweimal gezeigt hat, dass er sein Publikum nicht schont. Als Bezugspunkte für den Körperhorror nennt er „Die Fliege” und „The Substance” — zwei Filme, die ihre Verwandlungen gerade nicht abblenden. Zurückhalten will er nach eigener Aussage nichts.

Auf der San Diego Comic-Con sei ihm wiederholt die Sorge begegnet, der Film könnte weichgespült werden. Seine Antwort darauf fällt knapp aus: Man werde nicht weich. Gleichzeitig zieht Watkins eine Grenze. Der Film sei ein Ritt und mache Spaß, er sei keine Folter, sondern eine Achterbahn. Das ist die Ansage an alle, die nach den Trailern mit einem reinen Ekelstück gerechnet haben.

Der erste deutsche Trailer zum Film:

Clayface – Trailer Deutsch

Wo „Clayface” im DC Universe steht

„Clayface” ist nach „Superman” und „Supergirl” der dritte Kinofilm des von James Gunn und Peter Safran neu aufgesetzten DC Universe und gehört zum ersten Kapitel „Gods and Monsters”. Mit einem Budget von rund 40 Millionen Dollar ist er der mit Abstand kleinste der drei — und der einzige, der von vornherein als Horrorfilm angelegt wurde. Das ist weniger ein Sparzwang als eine Setzung: Ein Body-Horror-Film braucht keine Schlachtplatte im dritten Akt.

Erzählt wird die Geschichte von Matt Hagen, einem Schauspieler, dessen Gesicht bei einem brutalen Überfall zerstört wird und der sich daraufhin auf ein hochexperimentelles Verfahren einlässt. Dass es schiefgeht, ist der Ausgangspunkt und nicht die Pointe. Danach endet der bestätigte Kinoplan von DC Studios vorerst mit „Man of Tomorrow” im Sommer 2027 und Matt Reeves’ „The Batman: Part II” im Jahr 2028.

Mehr zur Figur und ihrer Geschichte in den Comics steht auf unserer Clayface-Seite, die Einordnung aller Kinofilme in der Übersicht zur Reihenfolge des DC Universe.

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