Avengers: Doomsday: Wie Doctor Doom Thanos vom MCU-Thron stößt
Vergiss den lila Titanen! In Avengers: Doomsday tritt Doctor Doom auf den Plan. Warum der neue MCU-Schurke weitaus komplexer und gefährlicher als Thanos ist, erfährst du hier.
Der Aufstieg eines neuen Herrschers
Die Infinity-Saga brachte uns einen epischen Wettlauf gegen Thanos. Sein Ziel? Das halbe Universum auslöschen, um seine verdrehte Vision vom "größeren Wohl" umzusetzen. Doch nach einigen Stolpersteinen in der Multiverse-Saga tickt die Uhr nun unaufhaltsam herunter. Das nächste gewaltige Crossover steht an: „Avengers: Doomsday” bringt Doctor Doom endgültig in die MCU-Welt.
Seinen ersten Auftritt hatte er bereits in der Post-Credit-Szene von „The Fantastic 4: First Steps”. Dort sahst du ihn an der Seite von Franklin Richards im Baxter Building sitzen. Zuvor deuteten ein Weltgipfel und der Name Latveria seine Existenz an. Diese Hinweise führen direkt zur Abspannszene von „Thunderbolts*”, in der das Team das Shuttle der Fantastic Four auf die MCU-Erde zufliegen sieht. Alles deutet darauf hin: Doctor Doom ist die gigantische Bedrohung aus dem Multiversum, die dieses Superhelden-Team stoppen will.
Thanos war zweifellos ein komplizierter Widersacher. Doch Doctor Doom hebt die Komplexität eines Bösewichts auf ein völlig neues Level. Zwar kennst du ihn aus früheren Fantastic-Four-Filmen außerhalb des MCU, aber diesmal ist alles anders. Ironischerweise schlüpft Iron Man-Darsteller Robert Downey Jr. in die stählerne Rüstung. Das Faszinierendste an seiner Rolle in „Avengers: Doomsday”? Im Gegensatz zu Thanos will Doctor Doom die Welt tatsächlich retten.
Die ehrgeizigste Schurken-Story aller Zeiten
„Avengers: Doomsday” adaptiert offenbar die Marvel-Comic-Storyline "Time Runs Out". Darin steuerte die Erde-1610 unaufhaltsam auf die Erde-616 zu. Die Helden beider Welten bekämpften sich verzweifelt, bis die Welt in einem neuen Urknall endete. Das MCU etablierte diese Idee bereits in „Doctor Strange in the Multiverse of Madness”. Wie Reed Richards von den Illuminati erklärte:
Wenn Personen in fremde Universen reisen, in die sie nicht gehören, destabilisiert das die Realität auf diesen Erden.
Aktuell hält nur eine einzige Person den Zeitstrahl-Baum Yggdrasil zusammen: Loki, wie du in der zweiten Staffel von „Loki” sehen konntest. Erde-616 schwebt in höchster Gefahr! In „Avengers: Doomsday” werden die Avengers, die Fantastic Four und die X-Men von drei verschiedenen Erden aufeinandertreffen, um ihre jeweiligen Welten zu retten. Und genau wie in den Comics werden sie wahrscheinlich scheitern.
Nur ein Mann kann das absolute Ende verhindern. Dooms lebenslanges Ziel war es stets, zu beweisen, dass er brillanter ist als jeder andere – insbesondere klüger als Reed Richards. Während die Helden kämpfen und Richards mit einem Shuttle flieht, um eine Lösung zu finden, macht Doctor Doom Nägel mit Köpfen. Er repariert die Dinge. Sein ultimatives Ziel: Die Welt retten und sich selbst als den wahren Helden inszenieren. Aus dieser Rettungstat entsteht direkt der Nachfolgefilm „Avengers: Secret Wars”, in dem aus dem Retter der gefürchtete Gottkaiser Doom wird.
Warum Doom Thanos in den Schatten stellt
Erinnerst du dich an den ersten „Marvel's The Avengers”-Film? Damals arbeitete Loki noch für Thanos, der sich langsam als die ultimative Bedrohung offenbarte. Thanos rechtfertigte seine Taten mit vermeintlich noblen Motiven. Doch er setzte diese durch brutalen Mord um – sei es auf Gamoras Heimatplaneten oder durch den verheerenden Snap.
Ob Thanos wirklich nur Ressourcen schonen wollte oder schlicht ein kaltblütiger Mörder war, bleibt umstritten. In „Avengers: Endgame” bewies eine alternative Version von ihm schließlich, dass ihm die Zukunft des Universums völlig egal war; er wollte einfach alles niederbrennen. Für die Avengers gab es nur einen Ausweg: Der Tod des Tyrannen.
Der komplexeste Bösewicht des Superhelden-Genres
Doctor Dooms Absichten spielen in einer völlig anderen Liga. Er will niemanden umbringen oder die Bevölkerung dezimieren. Im Comic "One World Under Doom" übernahm er feindlich die Weltregierungen, beendete sofort alle Kriege und half den Armen. Er wurde zum Helden in seinem eigenen Kopf – raubte den Menschen aber gleichzeitig ihre Freiheit.
Genau diese Dynamik spiegelt sich in Secret Wars wider. Doctor Doom rettet die komplette Erde vor der zerstörerischen Inkursion. Doch der Preis dafür ist hoch: Er formt die Welt nach seinen eigenen Vorstellungen neu und krönt sich selbst zum Gott. Er rettet alle, fordert aber absolute Unterwerfung.
Dabei schreibt er die Realität einfach um: Susan Richards wird zu seiner Ehefrau, Franklin und Valeria zu seinen Kindern. Jeden, den er als Bedrohung einstuft, verbannt er in Zonen voller Zombies, Ultron-Bots und anderer tödlicher Kreaturen. Er nutzt Thor-Varianten als Waffen und ernennt Doctor Strange zu seinem persönlichen Sheriff.
Thanos tötete die halbe Galaxie und zog sich in die Einsamkeit zurück. Doctor Doom hingegen tötet niemanden, um die Welt zu retten – bis ihm in „Avengers: Secret Wars” die absolute Macht zu Kopf steigt. Erst dann müssen sich die Helden zusammentun, um den Retter der Erde zu stürzen. Genau deshalb ist „Avengers: Doomsday” so entscheidend: Der Film muss dir Doctor Doom als einen fehlerhaften, aber in seinen eigenen Augen perfekten Helden präsentieren.
- Titel
- Avengers: Doomsday
- Start
- 16.12.2026
- Regisseur/in
- Joe RussoAnthony Russo
- Drehbuch
- Michael WaldronStephen McFeely
- Franchise / Filmreihe(n)