DCU-Serie Lanterns: Harte Kritik an Look und düsteren Outfits
Das neue DCU unter James Gunn startet stark. Doch die kommende Serie Lanterns sorgt für heftigen Gegenwind. Wir verraten dir, warum die DC-Fans gerade massiv auf die Barrikaden gehen.
James Gunns DCU legt eigentlich einen fantastischen Start hin. Die Erfolge von Serien wie „Creature Commandos” und der zweiten Staffel von „Peacemaker” sowie die Veröffentlichung des neuen „Superman”-Films geben den Fans enormes Vertrauen in Gunns Vision. Doch ein Projekt trübt die Vorfreude massiv: „Lanterns”. Die für August auf HBO geplante Live-Action-Serie erntet bereits jetzt heftigen Gegenwind von Comic-Lesern und einer echten Branchengröße. Wir zeigen dir, warum das Projekt aktuell so unter Beschuss steht.
Ein dummer Witz mit weitreichenden Folgen
Alles begann mit einem unglücklichen Kommentar. Damon Lindelof, Co-Schöpfer von „Lanterns”, verriet in einem Podcast, dass man das Wort Green aus dem Titel strich, weil sich das Team einig war, dass es "dumm" sei. Das ließ der gefeierte Green-Lantern-Autor Grant Morrison nicht auf sich sitzen. Auf Substack feuerte er hart zurück: Lindelofs Worte seien eine machohafte Ablehnung von Superhelden-Konventionen. Er warf dem Showrunner vor, das grundlegende Konzept für schwachsinnig zu halten und damit die treue Fanbase gnadenlos zu verprellen.
Lindelof ruderte daraufhin auf Instagram gewaltig zurück. Er betonte, dass es sich lediglich um einen schlechten Scherz auf einem Comedy-Podcast gehandelt habe, und erklärte sich ausführlich:
Ich habe einen dummen Witz [...] gemacht. Ich werde mich nicht bezüglich des Kontexts herausreden, der Witz war dumm, das Fandom ist es nicht. [...] Grün ist nicht dumm, es ist mein Leben lang meine Lieblingsfarbe gewesen [...]. Grün ist verdammt großartig.
Lindelof schob hinterher, dass er selbst ein riesiger Fan von Hal Jordan und John Stewart sei und bereits 2004 bei seinem ersten ComicCon-Panel ein Shirt des Helden getragen habe. Die Community reagiert gespalten auf die Entschuldigung: Während einige auf der Plattform X behaupten, ein einfaches "Ich mag die Farbe Grün" reiche nicht aus, verteidigen andere Lindelof und fordern, den humoristischen Kontext des Podcasts nicht aufzubauschen.
Zu wenig Grün, zu viel Realismus: Das Kostüm-Problem
Doch die Kontroverse um Lindelof ist nur die Spitze des Eisbergs. Als der erste Trailer zu „Lanterns” einschlug, fokussierte sich der Zorn der Fans sofort auf das neue Kostüm. Vergiss das strahlende Grün, das du aus den Vorlagen kennst! Das Design der Serie setzt primär auf gedeckte Braun- und Schwarztöne - das markante Grün erkennst du nur in winzigen Details. Sofort zogen frustrierte Fans Vergleiche zu dem ohnehin schon umstrittenen Anzug aus „Green Lantern” mit Ryan Reynolds. Auf X hagelt es spöttische Kommentare, die das neue Design als "das hässlichste Comic-Kostüm aller Zeiten" abstrafen.
Der Kern des Übels: Die Erdung eines kosmischen Helden
All diese Kritikpunkte münden in ein zentrales Problem: „Lanterns” wählt einen extrem geerdeten Ansatz. In den Comics verbringen die Helden ihre meiste Zeit in den unendlichen Weiten des Weltraums. Sie kämpfen Seite an Seite mit bizarren Alien-Spezies und formen Konstrukte aus reinem Licht, die nur durch ihre eigene Vorstellungskraft begrenzt sind.
Die neue HBO-Serie, für die unter anderem Chris Mundy und Tom King verantwortlich zeichnen, wirft diesen fantastischen Wahnsinn über Bord. Anstatt epischer Space-Opera erwartet dich ein bodenständiger Mordfall, der primär oder sogar ausschließlich auf der Erde spielt. Weder Hal Jordan (gespielt von Kyle Chandler) noch John Stewart (Aaron Pierre) zeigen sich im Trailer deutlich im klassischen Helden-Dress. Für viele alteingesessene Comic-Liebhaber wirkt dieses Konzept schlichtweg zu banal für DCU-Figuren, die eigentlich das Universum beschützen sollen. Ob die Serie ab August 2026 dennoch überzeugen kann, wird sich zeigen.
- Titel
- Green Lantern
- Start
- 28.07.2011
- Regisseur/in
- Martin Campbell