Amazing Spider-Man 2: Shailene Woodley erklärt, warum ihre Mary Jane gestrichen wurde

Amazing Spider-Man 2: Shailene Woodley erklärt, warum ihre Mary Jane gestrichen wurde Summit Entertainment
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Drei Szenen mit Andrew Garfield hat Shailene Woodley 2013 als Mary Jane Watson gedreht – ein Jahr später kam der Anruf, dass sie nicht mehr im Film ist. Jetzt erzählt sie, welche Begründung sie damals bekam.

Dreizehn Jahre nach den Dreharbeiten hat Shailene Woodley zum ersten Mal ausführlich erklärt, warum ihre Mary Jane Watson aus „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro” verschwunden ist. In der Interviewreihe der SAG-AFTRA Foundation bestätigte die Schauspielerin, dass sie tatsächlich Szenen mit Andrew Garfields Peter Parker gedreht hat – und dass sie erst rund ein Jahr später erfuhr, dass davon nichts im fertigen Film landen würde. TheWrap hat die Aussagen aufgegriffen.

Woodley war 2013 am Set als Mary Jane fotografiert worden, viel mehr war bis heute nicht belegt. Ihre Schilderung schließt damit eine Lücke, die über ein Jahrzehnt offen stand – und sie erzählt nebenbei mit, warum Sonys Spidey-Pläne von damals so abrupt kippten.

Drei Szenen und ein Anruf ein Jahr später

An den Moment, in dem sie die Rolle bekam, erinnert sich Woodley als an einen erfüllten Kindheitstraum: Spider-Man sei ihr Lieblingssuperheld gewesen, Mary Jane ihre Lieblingsfigur. Drei Szenen habe sie mit Garfield gedreht. Den Anruf, der das alles wieder einkassierte, kommentiert sie heute trocken – er sei ein lustiges Telefonat gewesen.

Etwa ein Jahr nach dem Dreh habe es schlicht geheißen, sie sei nicht mehr im Film. Als Begründung sei ihr genannt worden, die Fortsetzung führe ohnehin schon zu viele neue Figuren ein; man wolle erst abwarten, wie die Sache zwischen Peter Parker und Gwen Stacy ausgeht. Woodley formuliert das im Rückblick ungeschminkt: Man habe warten wollen, bis Gwen stirbt, und Mary Jane danach einführen. Nachvollziehbar sei ihr das erschienen – nur sei der Film, in dem das hätte passieren sollen, nie gedreht worden.

Das Universum, für das sie besetzt wurde, kam nie

Genau darin liegt der Kern der Geschichte. „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro” war 2014 als Startrampe für ein ganzes Sony-Universum angelegt – mit Electro, Green Goblin und Rhino als Gegenspielern und einer angedeuteten Sinister-Six-Truppe in der Post-Credit-Szene. Ein dritter Teil und mehrere Ableger waren fest eingeplant. Stattdessen einigten sich Sony und die Marvel Studios darauf, Spider-Man ins MCU zu holen; Tom Holland übernahm die Rolle, Garfields Version endete nach zwei Filmen. Wie es dazu kam, steht in unserer Rückschau auf Sonys gescheitertes Spidey-Universum.

Woodleys Mary Jane war Teil dieses Plans und fiel mit ihm. Auffällig ist, wie beiläufig sie das heute nimmt: Sie räumt selbst ein, sie wisse nicht sicher, ob die genannte Begründung die ganze Wahrheit gewesen sei – vielleicht, sagt sie, sei sie einfach schlecht gewesen. Dass sie sich beim Erzählen dabei ertappt, immer noch auf Spoiler zu achten, bei einem Film, der seit über zehn Jahren draußen ist, sagt einiges über die Verschwiegenheitsroutine im Superheldengeschäft.

Garfield ist zurückgekommen, Woodley nicht

Garfield selbst hat die Rolle 2021 in „Spider-Man: No Way Home” noch einmal aufgenommen, an der Seite von Tom Holland und Tobey Maguire. Weitere Auftritte hat er bis heute nicht ausgeschlossen: Im August erklärte er laut TheWrap, er wäre bereit, den Anzug wieder anzuziehen – allerdings nur für etwas ausgesprochen Seltsames und Unkonventionelles, für eine Spider-Man-Variante, die man so noch nie gesehen habe.

Für Woodleys Mary Jane gilt das nicht. Im MCU ist die Figur längst anders aufgestellt: Zendaya spielt seit 2017 Michelle Jones-Watson, eine Rolle, die ausdrücklich nicht die Mary Jane Watson der Comics ist – den Unterschied haben wir im Porträt zu MJ im MCU auseinandergenommen. Woodleys drei Szenen dagegen dürften bleiben, wo sie seit 2013 liegen: in Sonys Archiv. Veröffentlicht hat das Studio bis heute keine einzige davon.

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