Spider-Man: Brand New Day bricht den Allzeit-Startrekord – 168 Millionen Dollar an einem Tag

Spider-Man: Brand New Day bricht den Allzeit-Startrekord – 168 Millionen Dollar an einem Tag Sony Pictures / Disney
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„Spider-Man: Brand New Day“ hat in Nordamerika den größten Kinostarttag aller Zeiten hingelegt: 168 Millionen Dollar am Freitag, mehr als „Avengers: Endgame“. Auch in China gab es den stärksten US-Superhelden-Start seit sieben Jahren.

Der wichtigste Marvel-Film des Jahres hat in Nordamerika den größten Kinostarttag der Geschichte hingelegt: 168 Millionen US-Dollar am Freitag, dem 31. Juli 2026. Damit ist der bisherige Rekord von „Avengers: Endgame” (157,4 Millionen Dollar aus dem Jahr 2019) gefallen. Ob auch der Allzeitrekord fürs Startwochenende fällt, entscheidet sich an diesem Wochenende.

Angelaufen war „Spider-Man: Brand New Day” bereits am Mittwoch, dem 29. Juli, in Deutschland, China und weiteren Märkten. Schon dort setzte der Film Bestmarken – der chinesische Start war der stärkste eines US-Superheldenfilms seit sieben Jahren. Hier stehen alle Zahlen zum Rekordstart.

Rekord-Freitag in den USA: 168 Millionen Dollar

In Nordamerika ist der Film am 31. Juli angelaufen – und hat dort auf Anhieb den größten Kinostarttag aller Zeiten hingelegt. Am Freitag kamen 168 Millionen US-Dollar aus 4.487 Kinos zusammen, die 72 Millionen Dollar aus den Vorabvorstellungen am Donnerstag eingerechnet. Der bisherige Rekordhalter „Avengers: Endgame” stand 2019 bei 157,4 Millionen Dollar. Rechnet man die Previews heraus, lagen beide Filme fast gleichauf: 96 Millionen Dollar für Spider-Man, 97,4 Millionen für Endgame.

Beim Startwochenende bleibt es spannend. Sony selbst kalkuliert vorsichtig mit 325 Millionen Dollar für die ersten drei Tage – das wäre der zweitbeste Nordamerika-Start der Kinogeschichte hinter Endgame mit 357,1 Millionen. Andere Beobachter halten 350 Millionen und mehr für möglich, womit auch der Allzeitrekord fallen könnte. Entscheidend ist der Samstag: Kommt der Film über 105 Millionen Dollar, wird es für Endgame eng. Zum Vergleich: Endgame legte am Samstag um zwölf Prozent gegenüber dem reinen Freitag zu und verlor am Sonntag 17 Prozent.

Für Sony ist der Studio-Rekord ohnehin schon gebrochen – der bisherige Bestwert lag bei „Spider-Man: No Way Home” mit 260,1 Millionen Dollar Startwochenende. Für Regisseur Destin Daniel Cretton und für Zendaya ist es der stärkste Kinostart ihrer Laufbahn, für Tom Holland der zweitstärkste nach „Avengers: Endgame”. Das Publikum vergab ein A-CinemaScore; laut den PostTrak-Befragungen kauften 33 Prozent der Zuschauer ihre Tickets erst am selben Tag – ein ähnlich hoher Laufkundschafts-Anteil wie seinerzeit bei „No Way Home” mit 35 Prozent. Premium-Formate machten 24 Prozent des Wochenendgeschäfts aus, 3D kam auf 17 Prozent.

China: der stärkste Superhelden-Start seit sieben Jahren

Der chinesische Ticketriese Maoyan taxierte den ersten Tag auf 37,4 Millionen US-Dollar (254 Millionen Yuan). Zum Vergleich: Kein Superheldenfilm aus Hollywood kam seit „Spider-Man: Far From Home” auch nur in die Nähe dieser Größenordnung – der startete 2019 mit 36 Millionen Dollar. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand „Venom: The Last Dance”, der 2024 an seinem ersten chinesischen Kinotag 9,4 Millionen Dollar einspielte.

Für den kompletten Lauf rechnet Maoyan mit rund 255 Millionen Dollar, der Konkurrenztracker Dengta geht sogar von mehr als 265 Millionen aus. Sollte der Film irgendwo in diesem Bereich landen, wäre es das beste China-Ergebnis eines Hollywood-Films seit „Avengers: Endgame” im Jahr 2019 – und damit auch mehr als „Avatar: The Way of Water” mit 246 Millionen Dollar. Der Vorverkauf lag bei 18,6 Millionen Dollar und war damit der beste eines importierten Films in den vergangenen drei Sommern.

465 Millionen Dollar: der größte Start des Jahres

Weltweit peilt der Film laut Branchenschätzungen ein Startwochenende von etwa 465 Millionen Dollar an. Das wäre der zweitgrößte globale Start, den Sony je hingelegt hat – übertroffen nur von „Spider-Man: No Way Home”, der 2021 mit 600,5 Millionen Dollar begann. Der bisherige zweite Platz, „Spider-Man 3” mit 381,6 Millionen Dollar, wäre damit deutlich geschlagen.

Vor dem Start waren die Prognosen deutlich vorsichtiger ausgefallen: Das Marktforschungsinstitut NRG sah ein Nordamerika-Startwochenende von 195 Millionen Dollar, andere Beobachter hielten 250 Millionen für realistisch. Beide Werte hat der Film mit seinem ersten Tag bereits relativiert. Die nordamerikanischen Vorverkäufe hatten bei rund 80 Millionen Dollar gelegen und damit leicht über den 78 Millionen, die „No Way Home” vorweisen konnte. Für das internationale Geschäft ohne Nordamerika stehen etwa 270 Millionen Dollar im Raum.

Warum die Prognosen zurückhaltend waren

Die Zurückhaltung hatte Gründe. „No Way Home” traf 2021 auf ein Publikum, das nach der Pandemie zurück ins Kino drängte, und bot mit drei Spider-Men ein Ereignis, das sich so nicht wiederholen lässt. „Brand New Day” geht einen anderen Weg: Regisseur Destin Daniel Cretton, der die Reihe von Jon Watts übernommen hat, setzt weniger auf Größe als auf Tiefe – eine ernstere Liebesgeschichte, ein emotional aufgeladener Gegenspieler, ein Peter Parker nach dem Gedächtnisverlust der Welt. Die Netto-Produktionskosten liegen bei rund 225 Millionen Dollar.

Dazu kommt ein ungewöhnliches Format-Problem: Die IMAX-Säle sind in weiten Teilen der Welt von Christopher Nolans „Die Odyssee” belegt, die bereits über 600 Millionen Dollar eingespielt hat. Tom Hollands Spidey bekommt IMAX nur dort, wo Nolan nicht liegt – in China, Japan und Südkorea. Sony hat den Termin trotzdem nicht verschoben und setzt stattdessen auf die große Zahl konventioneller Säle und Premium-Formate. Aufgegangen ist die Rechnung offensichtlich.

Der Start in Deutschland

Deutschland gehört zur ersten Startwelle: Am Mittwoch, dem 29. Juli, lief der Film neben China auch in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Italien, Mexiko, Spanien, Südkorea und Großbritannien an. Australien, Indien und Saudi-Arabien folgten am Donnerstag, Japan am Freitag, die USA am 31. Juli. Zur Einordnung des deutschen Potenzials: „Spider-Man: No Way Home” kam hierzulande auf 46,3 Millionen Dollar und gehörte damit zu den zehn stärksten Auslandsmärkten des Films.

Die Kritiken fallen freundlich aus – zuletzt standen 91 Prozent bei Rotten Tomatoes, der beste Wert eines MCU-Kinofilms seit fünf Jahren. Neben Holland und Zendaya sind Jacob Batalon, Jon Bernthal als Punisher, Mark Ruffalo als Hulk und Sadie Sink zu sehen. Ob der Film am Ende die Milliarde knackt, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Der nächste MCU-Kinofilm, „Avengers: Doomsday”, startet am 16. Dezember 2026.

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Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
29.07.2026
Regisseur/in
Destin Daniel Cretton
Drehbuch
Chris McKenna
Erik Sommers