The People v. Gorilla Grodd dreht: HBO nennt sie die einzige DCU-Serie in Entwicklung

The People v. Gorilla Grodd dreht: HBO nennt sie die einzige DCU-Serie in Entwicklung Vertical Entertainment
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Casey Bloys stellt klar: Von James Gunns DC-Serienplan ist derzeit nur eine Realserie in aktiver Entwicklung - The People v. Gorilla Grodd. Die Dreharbeiten haben Anfang September begonnen, ein Starttermin fehlt weiterhin.

Die DCU-Serie The People v. Gorilla Grodd wird gedreht – und sie ist derzeit die einzige Serie aus James Gunns DC-Universum, an der aktiv gearbeitet wird. Das hat Casey Bloys, Chairman und CEO von HBO und HBO Max, in einem Interview mit Deadline klargestellt.

Bloys: „Nicht im Moment“ – nur Grodd ist in Entwicklung

Gefragt nach dem spürbar ausgedünnten DC-Serienplan verwies Bloys auf den Unterschied zwischen Entwicklung und Bestellung. Man lese über Projekte in der Entwicklung und halte sie fälschlich für bestellte Serien, sagte er; dasselbe Muster habe es schon rund um „Game of Thrones” gegeben. Entwicklung heiße, dass man Dinge ausprobiere und große Schwünge wage – und dass eben nicht alles durchkomme. Auf die Nachfrage, ob derzeit sonst noch etwas in Arbeit sei, antwortete er knapp: nicht im Moment, man habe Gorilla Grodd, und dort werde gerade erst mit dem Dreh begonnen.

Damit ist zugleich ein Punkt beantwortet, den unsere Berichterstattung zur Serienbestellung im August offenließ: Einen Drehstart hatte DC Studios damals nicht genannt. Er liegt nun in den ersten Septembertagen 2026, begleitet von einem ersten Blick auf den Titelschurken. Der Status der Serie wechselt damit von Vorproduktion auf Dreh.

Was Bloys’ Satz nicht bedeutet

Die Aussage bezieht sich erkennbar auf Realserien. Parallel arbeitet HBO Max an einer zweiten Staffel von „Creature Commandos” mit Dean Lorey als Showrunner, und eine Animationsserie um Mister Miracle ist mit Comic-Autor Tom King als Showrunner bestätigt. Beides sind Zeichentrickprojekte und fallen damit nicht unter das, was Bloys hier abgefragt wurde.

Als Bilanz führte Bloys die Reihe von Watchmen über Peacemaker und The Penguin bis „Lanterns” an und nannte den Ansatz seines Hauses sehr selektiv: Man sei vorsichtig mit dem, was man mache, geändert habe sich daran nichts – man solle auf das schauen, was grünes Licht bekomme, nicht auf das, was in Entwicklungsmeldungen auftauche.

Der Flaschenhals heißt Lanterns

Der größte offene Posten bleibt damit die erfolgreichste DC-Serie des Hauses: „Lanterns” erreichte in den ersten drei Tagen weltweit 9,3 Millionen Zuschauer und damit den besten DC-Serienstart auf HBO Max – eine zweite Staffel ist aber bis heute nicht bestellt. Solange sie es nicht ist, zählt sie nach Bloys’ eigener Definition nicht zu dem, woran aktiv gearbeitet wird.

Für das DCU im Fernsehen heißt das: Nach dem Ende von Lanterns klafft vorerst eine Lücke, die nur eine achtteilige Mockumentary über einen angeklagten Gorilla füllt. Wie schnell sie geschlossen wird, hängt an Entscheidungen, die HBO Max bislang nicht getroffen hat.

Vom Casting zur Serienbestellung

Die geplante DCU-Serie rund um Daily-Planet-Fotograf Jimmy Olsen hat ihren ersten Superschurken gefunden: Jimmy Tatro übernimmt die Rolle von Gorilla Grodd. Das berichtet Deadline; bestätigt wurde das Casting am 15. Juli 2026, auch DC-Chef James Gunn äußerte sich öffentlich dazu.

In der ersten Staffel ist Grodd als zentraler Gegenspieler angelegt. Die Serie selbst – ein True-Crime-Ableger von James Gunns Kinofilm Superman mit Skyler Gisondo als Olsen – ist auf scifiscene bereits ausführlich vorgestellt; die Hintergründe zu Format, kreativem Team und Drehstart findest du in unserer Übersicht zur Serie „DC Crime“.

Comedy-Star als DC-Bösewicht

Tatro wurde vor allem durch die Netflix-Mockumentary American Vandal bekannt und war unter anderem in 22 Jump Street und zuletzt im Horror-Sequel Scream 7 zu sehen. Für die kommende Comedyserie The Hawk stand er zudem gemeinsam mit Will Ferrell vor der Kamera.

Dass ausgerechnet ein Comedy-Darsteller den hochintelligenten, telepathisch begabten Gorilla verkörpert, passt zum bewusst schrägen True-Crime-Ansatz der Serie. Ein finales grünes Licht von HBO Max steht allerdings weiterhin aus – bis zum offiziellen Produktionsstart bleibt Tatros Engagement unter Vorbehalt.

Update: Mary Holland übernimmt die weibliche Hauptrolle

Am 4. August 2026 meldete Deadline exklusiv den nächsten Casting-Schritt: Mary Holland ist als weibliche Hauptrolle an Bord und spielt eine Figur namens Sandra. Weitere Details zu ihrer Rolle hält die Produktion bislang zurück – HBO Max und DC Studios wollten sich auf Nachfrage nicht äußern.

Holland ist vor allem aus der Comedy bekannt: Sie schrieb und spielte in Happiest Season und gehört zum Ensemble der Sitcom Ghosts. Die Serie setzt ihre Besetzungslinie damit konsequent fort – nach Tatro als Grodd steht mit Holland die nächste Comedy-Kraft im Zentrum eines Projekts, das seinen Superschurken-Stoff bewusst als Mockumentary erzählt. An der Ausgangslage ändert das Casting nichts: Eine offizielle Serienbestellung von HBO Max steht weiterhin aus.

Update vom 21. August 2026: HBO Max bestellt acht Folgen

Das Warten hat ein Ende: HBO Max hat die Serie am 21. August 2026 offiziell bestellt – als Straight-to-Series-Order über acht halbstündige Episoden. Damit fällt auch der Arbeitstitel weg, unter dem das Projekt zwei Jahre lang lief. Die Serie heißt The People v. Gorilla Grodd. Das melden Deadline und Variety übereinstimmend.

Die offizielle Logline bestätigt, was sich seit der ersten Meldung im November 2025 abzeichnete: Ein superintelligenter Affe wird für den Mord an seinem Vater verurteilt, dem König von Gorilla City. In einer achtteiligen „True“-Crime-Doku rollt Daily-Planet-Fotograf Jimmy Olsen den Fall neu auf und fragt, ob Grodd in einem der berühmtesten Mordprozesse von Metropolis zu Unrecht verurteilt wurde.

Das halbe Superman-Ensemble kehrt zurück

Mit der Bestellung steht auch der Cast. Neben Skyler Gisondo als Jimmy Olsen und Jimmy Tatro als Grodd wiederholen drei weitere Darsteller aus „Superman~2025“ ihre Rollen: Beck Bennett als Sportreporter Steve Lombard, Mikaela Hoover als Cat Grant und Wendell Pierce als Chefredakteur Perry White. Die Redaktion des Daily Planet zieht damit fast geschlossen in die Serie um.

Neu dazu kommen neben der bereits gemeldeten Mary Holland auch Eduardo Franco, Arian Moayed, Andrew Leeds, Tim Baltz und Dan Perrault. Perrault ist zugleich Showrunner – gemeinsam mit Tony Yacenda, der alle acht Folgen inszeniert. Die beiden haben das Format erfunden, das hier auf das DCU trifft: Sie schufen die Netflix-Mockumentary American Vandal, die für ihre erste Staffel einen Peabody Award gewann. James Gunn und Peter Safran produzieren, hergestellt wird von DC Studios und Warner Bros. Television.

Ein Nebenschauplatz, kein Franchise-Baustein

Yacenda und Perrault beschreiben ihren Ansatz selbst als Gegenentwurf zum üblichen Universums-Bauen: Die Serie solle sich weniger wie ein Eintrag ins DCU anfühlen als wie ein Artefakt daraus – eine Daily-Planet-Dokumentation, gemacht für die Menschen von Metropolis. Gunn und Safran begründen die Bestellung mit dem Eindruck aus dem Kinofilm: Die Chemie des Daily-Planet-Ensembles habe eine Welt eröffnet, in der sich die dunkleren und komischeren Seitenstraßen des DCU erkunden ließen.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Die Bestellung fällt weniger als eine Woche nach dem Start von „Lanterns”, und sie fällt in eine Phase, in der DC Studios seine Serienentwicklung spürbar ausdünnt: Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine Amanda-Waller-Serie und ein auf Themyscira angesiedeltes Wonder-Woman-Prequel nicht mehr in Entwicklung sind. Dass ausgerechnet die kleinste, schrägste Idee des Slates grünes Licht bekommt, sagt einiges über die Richtung, die Gunn und Safran im Fernsehen einschlagen.

Wie es weitergeht

Mit dem Drehstart Anfang September ist die Serie aus der Vorproduktion heraus. Einen Starttermin nennt HBO Max weiterhin nicht – weder für die USA noch für Deutschland. Bei acht halbstündigen Folgen und einem Regisseur für alle Episoden dürfte der Dreh überschaubar bleiben.

Zum Zeitplan hat sich HBO Max bislang nicht geäußert. Bloys nannte im selben Gespräch die Serien, die 2027 anstehen – The People v. Gorilla Grodd war nicht darunter.

Einen Starttermin nennt HBO Max bislang nicht – weder für die USA noch für Deutschland. Bestellt wurde die Serie am 21. August 2026 als Straight-to-Series-Order über acht halbstündige Folgen, gedreht wird seit Anfang September 2026. Sobald ein Termin steht, findest du ihn hier.

Nach Angaben von HBO-Chef Casey Bloys keine weitere Realserie: The People v. Gorilla Grodd ist Stand September 2026 die einzige, an der aktiv gearbeitet wird. Davon unberührt sind die Animationsprojekte – eine zweite Staffel Creature Commandos und eine Serie um Mister Miracle mit Tom King als Showrunner.

Ein deutscher Start ist nicht bestätigt, aber wahrscheinlich: Seit dem Start von HBO Max in Deutschland im Januar 2026 laufen die Serien des Anbieters hierzulande in der Regel parallel zur US-Ausstrahlung. Eine ausdrückliche Zusage für diese Serie gibt es bislang nicht.

Um einen Mordprozess in Metropolis: Der superintelligente Gorilla Grodd wurde für den Mord an seinem Vater verurteilt, dem König von Gorilla City. Daily-Planet-Fotograf Jimmy Olsen rollt den Fall in einer achtteiligen True-Crime-Doku neu auf und fragt, ob das Urteil ein Fehlurteil war. Erzählt wird das als Mockumentary von den American-Vandal-Machern Dan Perrault und Tony Yacenda.

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