- Franchise
Einige Zeit nach dem Kampf gegen Ishamael in den Ruinen von Fal Dara sind die Gefährten in alle Winde zerstreut. Zu Beginn trifft ein kleines Mädchen im Herzen von Tar Valon auf Ishamael, der sich nicht als das Monster sehen will, als das ihn die Welt bezeichnet.
Moiraine leidet darunter, dass sie die Eine Macht nicht mehr lenken kann – ihre Verbindung ist durchtrennt, und auch ihr Band zu ihrem Behüter Lan nimmt Schaden. Sie stößt Lan von sich und verschweigt ihm ihre Begegnung mit einem reisenden Händler, dem sie lediglich ein Gedicht abkauft.
Im Weißen Turm werden Egwene und Nynaeve zu Aes Sedai ausgebildet. Während Egwene mit vollem Einsatz übt, weigert sich Nynaeve, die Eine Macht zu lenken. Die ehrgeizige Liandrin zwingt Nynaeve schließlich, sich mit der Macht zu verteidigen – und verfolgt damit heimlich eigene Ziele.
Der totgeglaubte Rand al'Thor lebt zurückgezogen und verbirgt seine wahre Identität. Die Verbündeten des Dunklen Königs sprechen unterdessen bereits über den wiedergeborenen Drachen und schmieden Pläne, ihn auf ihre Seite zu ziehen.
Perrin zieht mit dem Ogier Loial los, um Padan Fain und das gestohlene Horn von Valere aufzuspüren; er brennt vor Zorn, weil Fain einst Trollocs in die Zwei Flüsse führte, wobei auch Perrins Frau getötet wurde. Ohne es zu wissen, hält Liandrin zur selben Zeit Mat im Weißen Turm gefangen und quält ihn seelisch.
Wehrlos ohne ihre Macht wird Moiraine schließlich von einem Schwundmann überfallen. Lan eilt ihr zu Hilfe, unterliegt aber beinahe selbst – erst das Eintreffen der Aes Sedai Verin und Adeleas rettet die beiden.
Rand al'Thor lebt untergetaucht im Foregate von Cairhien. Nach außen gibt er sich als einfacher Arbeiter aus, der in einem Heilhaus für Geistesgestörte anheuert und bei seiner Wirtin Selene unterkommt. In der Nacht plagen ihn Albträume, in denen ihn eine dunkle Macht drängt, seine Freunde zu töten – die Folge seines Wissens, dass männliche Machtlenker dem Wahnsinn verfallen.
In Tar Valon knüpfen Egwene und Mat neue Bekanntschaften, während sich zwischen Egwene, Elayne und Nynaeve Spannungen aufbauen. Elayne spricht Egwene auf ihre Eifersucht an, weil Nynaeves Begabung mehr Anerkennung findet als ihr eigener Fleiß – ein Gespräch, das Nynaeve zufällig mithört. Liandrin wiederum versucht weiter, Nynaeve für sich zu gewinnen.
Moiraine zieht unterdessen einen schmerzhaften Schlussstrich und löst ihr Band zu ihrem Behüter Lan. Fernab davon geraten Perrin und der Ogier Loial in die Hände der Seanchan und erhalten einen ersten Eindruck von deren fremder, hierarchischer Kultur.
Im Zentrum steht Nynaeves Prüfung der Bögen, ein gefährliches Ritual auf dem Weg zur Aes Sedai. Durch das ter'angreal wird sie mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert: Zunächst erlebt sie noch einmal die Ermordung ihrer Familie in ihrer Kindheit, dann eine Seuche, die ihr Heimatdorf heimsucht – als vermeintliche Folge ihres Fortgehens.
In einer weiteren Vision findet sie sich in einem friedlichen Leben in den Zwei Flüssen wieder, an Lans Seite und mit einer gemeinsamen Tochter. Als Trollocs das Haus überfallen und ihre Liebsten töten, lenkt Nynaeve im Zorn die Eine Macht, obwohl sie sich noch im ter'angreal befindet – und öffnet so den Weg zurück.
Parallel ringt Rand zunehmend mit der Kontrolle über die Eine Macht und sucht bei einer unerwarteten Quelle Rat. Perrin und Loial bleiben derweil Gefangene der Seanchan, die einige Mädchen von den übrigen trennen und ankündigen, sich ihr Land zurückzuholen.
Die Folge beginnt damit, dass Ishmael eine blutüberströmte Frau erweckt – möglicherweise eine weitere Verlorene wie er selbst. In Cairhien kehrt Moiraine an den Ort ihrer Herkunft zurück, sehr zur Überraschung ihrer jüngeren Schwester Lady Anvaere. Statt deren Gastfreundschaft anzunehmen, sucht Moiraine das Sanatorium auf: Sie will den gefangenen falschen Drachen Logain dazu bewegen, Rand das Führen der Macht beizubringen – im Gegenzug bietet sie ihm das Einzige, wonach er sich sehnt, ein Messer, um sich das Leben zu nehmen.
Perrin erfährt von Elyas mehr über seine wahre Natur: Beide sind Wolfsbrüder, über eine geistige Verbindung mit Wölfen und untereinander verbunden. Mat und Min vertreiben sich derweil die Zeit in einer Taverne; in einem Albtraum begegnet Min Ishmael, der ihr aufträgt, Mat nach Cairhien zu bringen.
Im Weißen Turm öffnet sich Nynaeve gegenüber Liandrin über den Schmerz, den ihr der Gang durch die Bögen bereitet hat, und Liandrin erzählt von ihrem Sohn, den sie seit 80 Jahren verbirgt. Dann überbringt Liandrin die Nachricht von Perrins und Loials Gefangennahme. Nynaeve und Egwene beschließen, den Turm zu verlassen, um ihren Freunden zu helfen; Elayne schließt sich an. Doch Liandrin fängt die drei ab, entschuldigt sich – und schlägt sie nieder.
Unterdessen findet Alanna unter Lans Sachen das in Blut geschriebene Gedicht. Es entpuppt sich als Prophezeiung über das Erwachen der Verlorenen Lanfear, der Tochter der Nacht.
Rand verbringt den Tag mit Selene in den Bergen. Als ein Schwundmann sie angreift, muss Rand die Macht führen und das Wesen vernichten. Schließlich zeigt sich die Wahrheit: Selene ist Lanfear, die Tochter der Nacht, und ist im Begriff, Rand ihre wahre Gestalt zu offenbaren. Im letzten Moment erscheint Moiraine und durchschneidet Selene die Kehle. Die Schlusseinstellung auf Selenes Gesicht verrät jedoch: Sie ist nicht tot.
Bei den Seanchan bringen Lady Suroth und Ishamael den gefangenen Loial vor Hochlord Turak. Suroth hat sich Turaks Zorn zugezogen, weil sie eigenmächtig ein Dorf weit außerhalb ihres Machtbereichs erobert hat, und wird vorerst vom Hof verbannt. Ishamael überreicht dem Hochlord das Horn von Valere; Turak erklärt, mit der Macht des Horns werde ihnen die ganze Welt gehören.
Im Weißen Turm hält Liandrin Nynaeve, Egwene und Elayne gefangen. Sie gesteht Nynaeve, dass sie den Dunklen dient – aus Verzweiflung, weil man ihr im Gegenzug das Leben ihres todkranken Sohnes zu retten versprach. Anschließend liefert Liandrin die drei Frauen nach einem Wortgefecht an Lady Suroth aus. Nynaeve und Elayne gelingt die Flucht, doch Egwene bleibt zurück, wird dem Hochlord vorgeführt und als Kanaliererin mit einem Damane-Halsband gefesselt.
Rand und Moiraine sind auf der Flucht vor Lanfear, die ihre Verletzungen rasch überwindet und die Verfolgung aufnimmt. Mit geliehenen Pferden schlagen die beiden eine falsche Fährte und suchen unterwegs Moiraines Schwester auf, wo Moiraine ihrem Neffen Barthanes begegnet. Gegen Ende rät Moiraine Rand, sich schlafen zu legen und Lanfear in seinen Träumen zuzulassen, um durch sie Ishamaels Pläne zu erfahren – woraufhin sich Rand an ein Rad gebunden wiederfindet, während Lanfear auf einem Thron sitzt.
Perrin trennt sich von Elyas, um seinen bedrohten Gefährten zu helfen. Er bestattet den gefallenen Uno und stößt auf eine in einem Käfig gefangene Aiel-Frau, Aviendha. Er befreit sie, und als Weißmäntel unter Dain und Eamon Valda die beiden umzingeln, erweist sich Aviendha als hervorragende Kämpferin; gemeinsam schlagen sie sich frei und machen sich auf den Weg nach Falme.
In Tar Valon sucht Verin von der Braunen Ajah nach Hinweisen zu Nynaeve und Egwene. Mit einer List lockt sie Sheriam von ihrem Platz weg, und bei der Prüfung der Unterlagen zeigt sich, dass Sheriam ein Dokument unter Zwang unterzeichnet hat. Verin zieht daraus den Schluss, dass sich eine Angehörige der Schwarzen Ajah im Weißen Turm befindet.
Nach ihrer Gefangennahme in Falme ist Egwene zur Damane geworden: Ein A'dam, das silberne Halsband der Seanchan, unterwirft sie ihrer Sul'dam Renna. Jeder Versuch, Renna zu verletzen, schlägt verstärkt auf Egwene selbst zurück. Trotzdem lehnt sie sich immer wieder auf, verletzt sich dabei und kassiert Rennas Schläge. Am Ende der Episode bricht Egwene unter der pausenlosen Folter und schreit.
Rand steht in Ketten vor Lanfear. Sie gibt sich als Verbündete aus und wiegelt ihn systematisch gegen Moiraine auf. Ishamaels Aufenthaltsort will sie ihm nur verraten, wenn er Moiraine sofort verlässt. Moiraine warnt ihn, dass Lanfear eine der Verlorenen ist, doch Rand hat ihre Worte bereits verinnerlicht und zieht allein los.
Um Rands Vertrauen zu gewinnen, ermöglicht Lanfear ihm eine Traumbegegnung mit einer Person seiner Wahl. Rand wählt Egwene und sieht ihre Not als Gefangene des Hohen Lords. Danach ist er bereit, alles zu tun, was Lanfear verlangt. Logain rät ihm, seine Macht nicht länger zu unterdrücken, sondern zu nutzen; beim Versuch, sie zu bändigen, verletzt sich Rand. Kurz darauf trifft er Mat wieder.
Nynaeve und Elayne stehen unter dem Schutz von Ryma von der Gelben Ajah. Nynaeve enthüllt, dass Liandrin sich mit den Dunklen verbündet hat, woraufhin Ryma sie als Schwarze Ajah und Gefahr für den Weißen Turm einordnet. Ryma drängt die beiden, Siuan Sanche zu warnen, doch sie wollen zuvor Egwene befreien. Dazu zeigt Ryma ihnen die Kette eines A'dam, an dem sie das Schloss zu knacken versuchen.
An anderen Schauplätzen wird Loial gezwungen, Lady Suroth zu dienen, und erfährt dabei vom ungeschützten Horn von Valere sowie von Nynaeves Gefängnis. Lanfear sucht Liandrin auf und scheint deren Sohn zu töten. Lan wiederum versucht, sich von Alanna abzusetzen, wird gestellt und gesteht, dass er wegen Moiraine zu Siuan Sanche will.
Min offenbart Mat ihre Vision, dass er Rand in Falme mit dem Dolch töten wird; daraufhin kann Mat ihn nicht begleiten. Als Rand allein nach Falme aufbrechen will, stellt sich ihm Lan in den Weg. Beim Versuch, Egwenes Fessel zu lösen, kanalisiert Nynaeve zu viel Macht und verrät ihren Standort an die Seanchan. Ryma opfert sich, um die anderen zu retten, und bittet Nynaeve, ihren Platz einzunehmen.
Rand al'Thor wird im Weißen Turm von Amyrlin Siuan Sanche gegen die Eine Macht abgeschirmt. Siuan will Kontrolle über den jungen Mann gewinnen, da sie überzeugt ist, dass Moiraine ihre Aufgabe vernachlässigt hat. Rand aber muss den Turm verlassen, um rechtzeitig nach Falme zu gelangen, und sucht dafür ausgerechnet bei Lanfear Hilfe.
Mit einer List Verins gelingt es Moiraine, gemeinsam mit Alanna, deren Behütern und Lan, Rand zu befreien. Moiraine kann endlich wieder die Eine Macht kanalisieren.
Unterdessen greift Lanfear Cairhien an und stellt sich Siuan Sanche entgegen. Als sie auch Moiraine bedroht, ist es Rand, der sie aufhält.
In Cairhien spitzt sich zugleich ein Verrat zu: Barthanes Damodred, Moiraines Neffe, entpuppt sich als Schwarzfreund, den Liandrin auf Moiraine angesetzt hat. Doch Anvaere belauscht das Komplott und sperrt ihren Sohn in den Kellern des Hauses ein.
Am Ende öffnet Moiraine, hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Zuneigung, mit einem letzten Blick auf Siuan das Wegtor und tritt mit Lan und Rand in die Wege.
Ein Prolog rund 3000 Jahre vor der Handlung zeigt, wie Lews Therin Telamon seinen einstigen Freund Ishamael einsperrt, statt ihn zu töten. In der Gegenwart führt Lanfear Moiraine, Lan und Rand durch die Wege nach Falme, entreißt Rand dann aber der Gruppe und bringt ihn zu Ishamael. Am Strand vor der Stadt söhnen sich Moiraine und Lan aus und erneuern ihre Bindung.
In Falme belagern die Seanchan die Stadt, während die Weißmäntel unter Geofram und Dain Bornhald zum aussichtslosen Angriff blasen. Nynaeve und Elayne verkleiden sich, um Egwene zu befreien, doch ihr Plan scheitert: Elayne wird von einem Pfeil getroffen, und Nynaeves Zugang zur Einen Macht bleibt blockiert, sodass sie Elayne nur mit ihrem Wissen als Seherin versorgen kann.
Perrin erreicht mit den Aiel die Stadt und trifft auf Loial, Ingtar und die anderen, die das Horn von Valere von den Seanchan zurückerobert haben. Im Kampf opfert sich Ingtar, damit die Gruppe entkommen kann. Rand tötet derweil den Seanchan-Hochlord Turak, dessen Stimme sich daraufhin selbst richtet.
Padan Fain sperrt Mat mit dem verfluchten Dolch aus Shadar Logoth ein, um ihn zur Schattenseite zu treiben. Mat befestigt die Klinge stattdessen an einem Stab und flieht. Um seine bedrängten Freunde zu retten, bläst er schließlich das Horn von Valere und ruft die Helden vergangener Zeitalter — darunter Artur Falkenflügel — an seine Seite, während er sich an sein eigenes früheres Heldenleben erinnert.
Auf dem Turm wendet sich Egwene gegen ihre Peinigerin Renna, legt ihr heimlich ein a'dam an und tötet sie mit deren eigenen Mitteln. Ishamael erreicht den Turm, bietet Rand einen Platz an der Seite des Dunklen Königs an und wird abgewiesen. Als Mat den Shadar-Logoth-Dolch nach Ishamael wirft, trifft er durch eine Illusion den schwer verwundeten Rand — und erfüllt so eine Vision von Min.
Erst als Elayne Rand mit der Einen Macht heilt und Moiraine die Schiffe der abschirmenden Damane vernichtet, kann Rand Ishamael mit einer Verbindung aus Macht und seinem reiherzeichneten Schwert töten. Anschließend formt Moiraine einen Drachen aus Feuer am Himmel und ruft Rand öffentlich zum wiedergeborenen Drachen aus. Zum Schluss zeigt sich, dass Ishamael vor seinem Tod alle Verlorenen befreit hat: Die neu auftauchende Moghedien warnt Lanfear, sich von Rand fernzuhalten — ein düsterer Ausblick auf die kommende Staffel.