Pluribus
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Pluribus Staffel 1

Originaltitel: Pluribus

Staffel 1 Episodenguide von Pluribus

  • Staffel 1, Folge 1
    DE:

    Zwei Wissenschaftler eines SETI-Projekts empfangen ein Funksignal, das sich alle 78 Sekunden wiederholt und seinen Ursprung rund 600 Lichtjahre entfernt hat. Statt einer Botschaft im Morsecode erkennen sie darin eine RNA-Sequenz. Im Labor an Mäusen getestet, erweist sie sich als eine Art hochansteckender „psychischer Klebstoff“.

    Einen Monat später kehrt die Erfolgsautorin Carol Sturka von einer Lesereise für ihre Fantasy-Reihe Winds of Wycaro nach Albuquerque zurück. Zynisch und vom eigenen Werk gelangweilt, verbringt sie den Abend mit ihrer Managerin und Partnerin Helen, die sie drängt, endlich ihren ernsthaften neuen Roman zu vollenden.

    Die Katastrophe bricht unvermittelt herein: Am Himmel ziehen Flugzeuge in exakter Formation und hinterlassen einen feinen Aerosolnebel. Innerhalb kürzester Zeit brechen Menschen ringsum zusammen – auch Helen erleidet einen Krampfanfall und stürzt zu Boden. Weltweit ereilt fast die gesamte Menschheit dasselbe Schicksal.

    Wer den Anfall überlebt, erwacht als Teil eines kollektiven Schwarmbewusstseins: Die Menschen bewegen sich in unheimlicher Synchronität und strahlen eine friedvolle, dauerhafte Zufriedenheit aus. Carol jedoch bleibt sie selbst – verstört und allein inmitten dieser neuen, gleichgeschalteten Welt.

    Am Ende tritt Davis Taffler, ein Unterstaatssekretär im Landwirtschaftsministerium, an Carol heran und erklärt ihr die neue Ordnung: Eine außerirdische Technologie habe alle Menschen über einen „psychischen Klebstoff“ zu einem einzigen Bewusstsein verbunden. Spreche sie mit ihm, spreche sie zugleich mit allen. Nur eine Handvoll Menschen weltweit ist wie Carol von der Vereinigung verschont geblieben.

  • Staffel 1, Folge 2
    DE:

    Der Schwarmverstand schickt eine Abgesandte zu Carol, die ihr helfen soll, ein Grab für die verstorbene Helen auszuheben. Carol weist die Frau zunächst schroff ab – und erschrickt, als sie erkennt, dass diese wie eine weibliche Version ihrer Romanfigur Raban aussieht.

    Carol begreift, dass das Kollektiv Helens Erinnerungen in sich trägt: Nur Helen wusste, dass Raban ursprünglich als Frau angelegt war. Wütend beschimpft sie die „Piraten-Lady“ als Grabräuberin. Die Frau bricht in einem Krampfanfall zusammen, der für einige Minuten alle Vereinten der Stadt in Mitleidenschaft zieht.

    Weltweit gibt es neben Carol nur zwölf weitere Immune, von denen lediglich fünf Englisch sprechen. Zosia bietet an, dass das Kollektiv jede Verständigung übersetzen könne – doch Carol lehnt ab und sucht allein den direkten Kontakt zu den englischsprachigen Überlebenden.

    Beim Treffen der Unvereinten prallen die Haltungen aufeinander: Während Carol die neue Ordnung „reparieren“ will, verteidigen andere das Kollektiv. Koumba etwa führt ins Feld, dass Verbrechen, Rassismus und Gewalt verschwunden seien. Zugleich wird das Ausmaß der Katastrophe greifbar – Millionen Menschen kamen bei der Vereinigung und bei Carols früherem Wutausbruch ums Leben.

  • Staffel 1, Folge 3
    DE:

    Eine Rückblende führt rund sieben Jahre vor den Ausbruch: Carol und Helen verbringen Zeit in einem Eishotel in Norwegen. Während Helen die ausgefallene Umgebung genießt, bleibt Carol von der Kälte unbeeindruckt – ein früher Blick auf die Dynamik der beiden.

    In der Gegenwart fühlt sich Carol von der ständigen Fürsorge der Vereinten erdrückt. Genervt wirft sie hin, ihr sei nur mit einer Handgranate zu helfen. Noch in derselben Nacht steht Zosia mit genau einer solchen Granate vor Carols Tür.

    Leicht angetrunken und überzeugt, die Granate könne unmöglich echt sein, zieht Carol den Sicherungsstift. Zosia greift blitzschnell ein, wirft die Granate nach draußen und rettet Carol – wird dabei aber schwer verletzt. Der Vorfall zeigt, wie selbstlos die Vereinten handeln.

    Am nächsten Morgen im Krankenhaus lotet Carol die Grenzen des Kollektivs aus: Ob man ihr auch eine Bazooka, einen Panzer oder gar eine Atombombe besorgen würde? Die Antwort fällt bejahend aus – selbst bei der Atombombe würde man nach Abwägung letztlich nachgeben.

  • Staffel 1, Folge 4
    DE:

    Im Auftakt lernen wir Manousos Oviedo kennen, der in einem Lagerhaus-Büro in Paraguay haust und Funkfrequenzen absucht, in der Hoffnung, andere Immune zu finden. Das Essen, das die Others ihm liefern, rührt er nicht an; stattdessen isst er Hundefutter aus Dosen. Als Carol ihn anruft, legt er sofort auf; beim zweiten Versuch beschimpft er sie, woraufhin sie ein drittes Mal anruft, nur um zurückzuschimpfen. Verblüfft notiert er sich ihren Namen.

    In Albuquerque kehrt Carol im Streifenwagen nach Hause zurück und stellt fest, dass die Others die Granatenschäden repariert haben – sie hatte im Krankenwagen unbedacht ihr Einverständnis gegeben. Verärgert beginnt sie eine Liste dessen, was sie über die Vereinten weiß. Sie holt Larry, einen der Others, zu sich, um über ihre Romane zu sprechen: Die Vereinten sind ausnahmslos positiv und stellen ihre Bücher sogar auf eine Stufe mit Shakespeare. Doch als Carol nach Helens Meinung fragt, gibt Larry zu, dass Helen ihre Romane nicht sonderlich mochte. Carol schließt daraus: Die Others können nicht lügen.

    Carol besucht die sich erholende Zosia im Krankenhaus und fragt, ob die Vereinigung rückgängig zu machen sei – eine offene Antwort bleibt jedoch aus. Im Gespräch offenbart Carol, dass ihre Mutter sie als Jugendliche in ein Konversionstherapie-Lager geschickt hatte. Anschließend entwendet sie in der Apotheke Natrium-Thiopental und testet dessen Wirkung als Wahrheitsserum zu Hause an sich selbst, indem sie sich dabei filmt.

    Zurück im Krankenhaus schiebt Carol Zosia nach draußen und injiziert ihr heimlich das Serum in den Infusionsbeutel. Als Zosia die geistige Klarheit verliert, bohrt Carol nach, ob sich die Vereinigung umkehren lässt. Eine Menge Others versammelt sich um die beiden und wiederholt beschwörend „Bitte, Carol“, während Zosia mit einem Herzstillstand zusammenbricht – mehrere Vereinte beginnen sofort mit Wiederbelebungsversuchen.

  • Staffel 1, Folge 5
    DE:

    Nach Zosias Herzstillstand hat der Schwarmgeist endgültig genug von Carols Alleingängen. Laxmi, eine der wenigen Immunen, macht ihr am Telefon Vorwürfe, sie störe die Others. Während Carol im Krankenhaus ein Nickerchen macht, verlassen die Vereinten in geordneter Formation die Stadt. Als sie erwacht, ist das Gebäude leer; vom Dach aus sieht sie die letzten Fahrzeugkolonnen abziehen. Eine Sprachnachricht teilt ihr mit, dass die Others Abstand von ihr brauchen, ihre Wünsche aber weiterhin erfüllen werden.

    Allein zurückgeblieben, nimmt Carol zu Hause eine Videobotschaft an die übrigen Immunen auf, schildert ihre Erkenntnisse und bittet um Hilfe. Eine Drohne holt die Aufnahme ab, damit sie kopiert, bei Bedarf übersetzt und an die anderen Überlebenden verteilt wird. In der Nacht wecken sie Wölfe, die ihren Müll durchwühlen.

    Als die Drohne den Müll am nächsten Tag wegen des Gewichts nicht abholen kann, muss Carol ihre Abfälle in fremden Containern in der Stadt entsorgen. Dabei stößt sie auf eine große Zahl leerer Milchkartons einer örtlichen Molkerei – alle mit derselben bernsteinfarbenen, geschmacksneutralen Flüssigkeit gefüllt.

    Carol sucht die Fabrik auf und stellt fest, dass dort statt Milch eine merkwürdige Flüssigkeit aus einer abgepackten, kristallinen Substanz hergestellt wird. Sie hält ihre Funde mit der Kamera fest und vermutet, dass die Others dieses Getränk zu sich nehmen, um den Schwarmgeist am Leben zu halten.

    Als die Wölfe nachts zurückkehren und Helens Grab freizulegen versuchen, will Carol zur Schrotflinte aus dem Streifenwagen greifen, bekommt die Halterung aber nicht auf. In ihrer Verzweiflung rammt sie den Wagen in den Hinterhof und verscheucht die Tiere. Am Morgen räumt sie den Garten auf und sichert das Grab mit schweren Bodenplatten.

    Über einen Barcode auf einem der Beutel verfolgt Carol die Herkunft der Substanz zu einer örtlichen Verpackungsanlage. Dort entdeckt sie einen großen Kühlraum. Als sie eine Plane anhebt, erstarrt sie fassungslos vor dem, was darunter zum Vorschein kommt – ein Cliffhanger, der die Auflösung auf die nächste Folge verschiebt.

  • Staffel 1, Folge 6
    DE:
  • Staffel 1, Folge 7
    DE:

    Die Episode konzentriert sich ganz auf Carol und Manousos Oviedo – die letzten Menschen, die sich dem außerirdischen Bewusstsein widersetzen, das der Menschheit ihre Eigenständigkeit genommen hat.

    Carols Rückzug

    Carol kostet ihre Isolation aus und sucht nach Wegen, sich abzulenken: Sie zündet Feuerwerk, spielt Golf in einem Country Club, entspannt in den heißen Quellen von Jemez Springs und besucht das Georgia-O'Keeffe-Museum. Eines Abends lässt sie sich von den Anderen ein Dinner in jenem teuren Restaurant arrangieren, in dem sie mit Helen einst ihren Jahrestag feierte.

    Doch der selbstgewählte Rückzug beginnt zu bröckeln. Als eine ihrer Feuerwerksröhren umkippt und direkt auf sie zeigt, richtet Carol sie nicht auf, sondern stellt sich ihr und wartet ab. Der Schuss verfehlt sie knapp und setzt ein benachbartes Haus in Brand. Am nächsten Tag schreibt sie mit weißer Farbe in großen Lettern »come back« auf den Asphalt ihrer Sackgasse. Kurz darauf fährt Zosia vor, und Carol bricht schluchzend in ihren Armen zusammen.

    Manousos' Reise

    Manousos versucht unterdessen, den Kontinent zu durchqueren, um Carol in Albuquerque zu erreichen. Über Kassetten bringt er sich Englisch bei und lehnt jede Hilfe der Anderen strikt ab. Schließlich stößt er an eine Grenze, die sein Cabrio nicht überwinden kann: den Darién Gap, einen rund 100 Kilometer breiten, gefährlichen Regenwald zwischen Kolumbien und Panama.

    Am Ende der Straße will Manousos zu Fuß weiter. Eine Gruppe der Anderen warnt ihn vor dem Wetter und dem unwegsamen Gelände und bietet an, ihn samt Wagen direkt nach New Mexico zu bringen. Statt einzuwilligen, steckt Manousos sein geliebtes Auto in Brand. Erschöpft bricht er zusammen, hört das Rotorengeräusch eines Hubschraubers – die Anderen kommen ihm zu Hilfe – und flüstert, bevor er das Bewusstsein verliert, den Namen seiner letzten Hoffnung: Carol Sturka.

  • Staffel 1, Folge 8
    DE:

    Nach Wochen nahezu ohne menschlichen Kontakt ändert Carol ihre Strategie: Statt offener Feindseligkeit lässt sie sich auf die Annäherung der Anderen ein. Zosia weicht ihr fast die gesamte Episode über nicht von der Seite – die Anderen setzen sie gezielt als Emissärin einer regelrechten Charmeoffensive ein, um Carol endgültig für sich zu gewinnen.

    Carol verbringt einen ganzen Tag mit Zosia in ihrem Haus und folgt ihr anschließend zum Rio Rancho Events Center, wo die Anderen dicht aneinandergedrängt unter einem Dach schlafen. Sie bleibt über Nacht und ertappt sich am nächsten Morgen dabei, wie sie im Schlaf ihren Arm um Zosia gelegt hat.

    Der innere Konflikt bleibt bestehen: Obwohl Carol längst eingesteht, dass sie die Gemeinschaft der Anderen braucht, um die erdrückende Einsamkeit auszuhalten, hält sie an ihrer Überzeugung fest, dass die Vereinigung ein Verbrechen an der Menschheit war. Sie fürchtet, Zosias Zuwendung diene allein dem Ziel, sie von ihrem Vorhaben abzubringen, die Vereinigung rückgängig zu machen.

    Am Ende tritt Zosia genau an die Stelle, die zuvor Helens letzte Ruhestätte markierte, und reißt Carol damit aus ihrer Trance. Carol trauert weiter um Helen, doch Zosia hat sich bereits einen festen Platz in ihrem neuen Leben erobert. In den Schlussmomenten meldet ihr der Schwarm, dass jemand Neues unterwegs ist: Manousos.

  • Staffel 1, Folge 9
    DE:

    Nach seiner strapaziösen, 50-tägigen Reise aus Paraguay erreicht Manousos endlich Albuquerque und trifft dort auf Carol. Vor ihr türmen sich drei Probleme auf: die Sprachbarriere zwischen den beiden, die tiefe Uneinigkeit darüber, wie radikal man gegen die Vereinten vorgehen sollte, und Carols Angst, dass Manousos' Ankunft den Abschied von Zosia bedeutet.

    Zunächst entscheidet sich Carol für die Romanze statt für die Weltrettung. Sie verlässt Albuquerque für einen ausgedehnten Urlaub mit Zosia – von heißen Quellen über einen Strand und ein Luxushotel bis zu einer Skihütte. In ihrer Blase des Überflusses blenden die beiden die Leere der Welt jenseits ihres Blickfelds aus.

    Bei einem Gespräch in der Skihütte spürt Carol ein Zögern in Zosias Antworten über die Zukunft. Ihr Nachhaken fördert Erschreckendes zutage: Die Vereinten planen aktiv, Carol doch noch zu wandeln. Sie können auf ihre Stammzellen aus den einst mit Helen eingefrorenen Eizellen zugreifen und sind nur noch etwa einen Monat davon entfernt, sie nutzbar zu machen – dann würde auch Carol Teil des Kollektivs.

    Diese Entdeckung bringt Carol zum Umdenken: Sie kehrt aus dem Urlaub nach Albuquerque zurück, um sich doch mit Manousos zu verbünden – und bringt ein folgenschweres Geschenk mit: eine Atombombe.

    Manousos' Experimente mit Funkfrequenzen legen am Ende nahe, dass er nicht Kontakt zu anderen Unverbundenen suchte, sondern jene Frequenz herauszufinden versuchte, über die die Vereinten miteinander verbunden sind – und dass er sie zum Finale gefunden hat. Das Staffelende stellt damit die Weichen für eine explosive zweite Staffel, in der Carol nun bewaffnet an Manousos' Seite steht, um das Joining womöglich rückgängig zu machen.