DC / DCU

„Alternatives Universum“: James Gunn erklärt, warum „Clayface“ auf nichts hinarbeiten muss

James Gunn verteidigt seinen DCU-Kurs: „Clayface“ müsse auf nichts hinarbeiten, das DCU sei ein alternatives Universum. Dazu nennt er den Zeitplan für „Creature Commandos“ Staffel 2.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·4 Min. Lesezeit
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„Alternatives Universum“: James Gunn erklärt, warum „Clayface“ auf nichts hinarbeiten muss
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James Gunn hat sich in eine Debatte eingeschaltet, die seit dem Start von „Clayface” lauter wird: Worauf baut das DC-Universum eigentlich hin? Auf Threads stimmte der Co-Chef von DC Studios am Samstag einem Nutzer zu, der Gunns Kurs verteidigt hatte, und legte nach: „Das DCU ist einfach ein alternatives Universum. Wir können an jedem Ort und zu jeder Zeit einsteigen und genau DIESE Geschichte erzählen.” Das berichtet ScreenRant, das Gunns Antworten aus dem Thread zusammengetragen hat.

Der Anlass liegt auf der Hand. „Clayface” läuft seit dem 22. Oktober in den deutschen Kinos und ist ein Batman-Ableger in einem Universum, dessen Batman noch gar nicht besetzt ist. In den Kommentaren unter Gunns Beiträgen häufte sich deshalb die Frage, was der Horrorfilm um Matt Hagen für das große Ganze bedeutet. Gunns Antwort: zunächst einmal gar nichts – und das sei Absicht.

Was Gunn auf Threads schreibt

Er möge die Vorstellung nicht, dass einzelne Geschichten nur dann bedeutsam seien, wenn sie zu etwas anderem führen, schreibt Gunn laut ScreenRant. Dass das viele Leute nicht verstünden, finde er seltsam, denn Star Wars mache genau das seit 50 Jahren über Filme, Serien, Spiele und Bücher hinweg, wenn auch ohne die tonale Bandbreite. Und er schiebt hinterher: „Das heißt nicht, dass es keine Verbindungen gibt.”

Zu „Clayface” selbst wird Gunn konkret. Das DCU habe mit der Superman-Saga begonnen, in der viele Figuren aus anderen Ecken des Universums auftauchen. Das bedeute aber nicht, dass die übrigen Geschichten nur existieren, um vorzubereiten, was dort passiert. „Ich fände es schön, wenn die Leute ‚Clayface‘ sehen, weil es ein großartiger, unterhaltsamer Horrorfilm für sich ist – und nicht, weil Clayface drei Filme später woanders auftaucht.”

Ein Versprechen ist das nicht. Ob und wo Tom Rhys Harries als Matt Hagen zurückkehrt, lässt Gunn offen, seine „drei Filme später” sind erkennbar ein Beispiel und keine Ankündigung. Ausgeschlossen hat er eine Rückkehr der Figur damit aber ebenso wenig. Den Ausgangspunkt des Threads, der Nutzer meinte, das MCU habe die Erwartungen des Publikums „umprogrammiert”, kommentierte Gunn mit einem knappen „Dem kann ich nur zustimmen”.

„Creature Commandos” Staffel 2 kommt erst nach „Man of Tomorrow”

Im selben Atemzug hat Gunn auf Threads eine Fan-Frage zum Zeitplan beantwortet: Die zweite Staffel der Animationsserie „Creature Commandos” erscheint laut ScreenRant erst nach „Man of Tomorrow”. Der nächste Superman-Film mit David Corenswet und Nicholas Hoult startet am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos. Einen Termin für die Staffel nannte Gunn nicht, bislang war nur das Jahr 2027 bekannt.

Damit ist klar, dass das Monster-Team von Rick Flag Sr. frühestens im zweiten Halbjahr 2027 zurückkehrt. Die erste Staffel mit sieben Folgen war im Dezember 2024 der offizielle Auftakt des DCU, noch vor „Superman”. Die Fortsetzung soll laut The Direct zehn Folgen umfassen, die Produktion der Animationsserie gilt als weit fortgeschritten.

Was das für das DCU bedeutet

Gunns Haltung erklärt die ungewöhnliche Reihenfolge der vergangenen Monate. Mit „Supergirl” und „Clayface” kamen 2026 zwei Kinofilme, die jeweils eine eigene Ecke des Universums ausleuchten, statt auf ein gemeinsames Teamtreffen zuzulaufen. Batman war im DCU bisher nur als flüchtige Silhouette in „Creature Commandos” zu sehen, Gotham betritt das Publikum mit „Clayface” zum ersten Mal in einem Realfilm.

Dass die Fäden trotzdem zusammenlaufen können, bestreitet Gunn nicht. Der Nutzer, dem er zustimmte, hatte genau das formuliert: Wenn sich die Wege der Figuren irgendwann kreuzen, etwa in „Man of Tomorrow”, sei das großartig, aber eben kein Muss. Für dich heißt das vor allem eines: Wer „Clayface” im Kino sieht, braucht dafür kein Vorwissen aus anderen DCU-Projekten, und wer den Film auslässt, verpasst nach Gunns Worten keinen Pflichtbaustein für die nächsten Jahre.

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