DC / DCU

James Gunn nennt Superman, Batman und Wonder Woman die „Diamant-Figuren“ des DCU

James Gunn legt auf Threads nach: Superman, Batman und Wonder Woman seien die „Diamant-Figuren“ des DCU, Krypto, John Stewart und Peacemaker könnten welche werden. Dazu erklärt er, was der Langzeitplan wirklich war.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·5 Min. Lesezeit
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James Gunn nennt Superman, Batman und Wonder Woman die „Diamant-Figuren“ des DCU
Skydance

James Gunn hat auf Threads offen gesagt, welche Figuren das DC-Universum tragen sollen. Superman, Batman und Wonder Woman nennt der Co-Chef von DC Studios die „Diamant-Figuren” des DCU. Dazu kommen drei kleinere Figuren, die das Studio zu solchen Diamanten machen will: Krypto, John Stewart und Peacemaker.

Die Einordnung fiel in einer Serie von Beiträgen, mit denen Gunn auf die anhaltende Kritik am Kurs des DCU reagiert. Schon am Wochenende hatte er verteidigt, dass „Clayface” für sich stehen darf. Jetzt erklärt er, was hinter dem oft zitierten Langzeitplan von ihm und Peter Safran tatsächlich steckt – und dass dieser Plan mehr war als eine Reihenfolge von Geschichten.

Superman, Batman, Wonder Woman – und drei Kandidaten

Der viel zitierte „8- bis 10-Jahres-Plan” sei nicht nur eine Abfolge von Story-Punkten gewesen, auch wenn die dazugehört hätten, schrieb Gunn. Gemeint gewesen sei der Plan für DC als Ganzes: der Fokus auf die Diamant-Figuren Superman, Batman und Wonder Woman, dazu kleinere Figuren, „die wir zu Diamanten machen könnten”, außerdem Freiheit für die Filmemacher, verschiedene Tonlagen und Altersfreigaben sowie die Einflüsse von Star Wars und George R. R. Martin.

Bemerkenswert ist vor allem die zweite Gruppe. Superhund Krypto hat seit „Superman” und „Supergirl” eine eigene Fangemeinde. John Stewart, gespielt von Aaron Pierre, hat in „Lanterns” gerade seine Herkunftsgeschichte bekommen, und John Cenas „Peacemaker” ist eine der wenigen Figuren, die aus dem alten DC-Kinouniversum ins neue DCU mitgekommen sind. Konkrete Projekte für die drei kündigte Gunn mit seinen Beiträgen nicht an.

Batman ist im DCU noch gar nicht besetzt

Auffällig ist, dass einer der drei Diamanten im DCU bislang nur als Schatten vorkommt. Superman ist mit David Corenswet etabliert, Wonder Woman bekommt einen eigenen Film, der sich in Entwicklung befindet. Der DCU-Batman dagegen ist noch nicht besetzt; geplant ist er für „The Brave and the Bold”, ein Termin steht nicht fest. Matt Reeves’ „The Batman”-Filme mit Robert Pattinson laufen außerhalb des DCU.

In einem dritten Beitrag blickte Gunn nach vorn: Es sei aufregend zu sehen, wie die Dinge „langsam zusammenkommen”, und das mache ihn umso gespannter auf „Man of Tomorrow”. Der nächste Superman-Film mit David Corenswet und Nicholas Hoult startet am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos.

Was Gunn am Wochenende zu „Clayface” schrieb

Die neuen Beiträge knüpfen an eine Debatte an, die seit dem Start von „Clayface” lauter wird: Worauf baut das DC-Universum eigentlich hin? Am Samstag hatte Gunn einem Nutzer zugestimmt, der seinen Kurs verteidigte, und nachgelegt: „Das DCU ist einfach ein alternatives Universum. Wir können an jedem Ort und zu jeder Zeit einsteigen und genau DIESE Geschichte erzählen.”

Er möge die Vorstellung nicht, dass einzelne Geschichten nur dann bedeutsam seien, wenn sie zu etwas anderem führen, schrieb Gunn. Star Wars mache genau das seit 50 Jahren über Filme, Serien, Spiele und Bücher hinweg, wenn auch ohne die tonale Bandbreite. Nun ergänzte er, schon im Januar 2023 habe er angekündigt, dass manche Geschichten für sich stehen würden wie die Guardians-Filme – so wie „Clayface” – und andere Teil einer größeren Erzählung seien wie die Superman-Saga. Jeder Teil solle aber auch ohne die anderen funktionieren.

Zu „Clayface” selbst wurde Gunn schon am Wochenende konkret: Er fände es schön, wenn die Leute den Film sehen, „weil es ein großartiger, unterhaltsamer Horrorfilm für sich ist – und nicht, weil Clayface drei Filme später woanders auftaucht”. Ob und wo Tom Rhys Harries als Matt Hagen zurückkehrt, lässt Gunn offen.

„Creature Commandos” Staffel 2 kommt erst nach „Man of Tomorrow”

Im selben Zug hatte Gunn eine Fan-Frage zum Zeitplan beantwortet: Die zweite Staffel der Animationsserie „Creature Commandos” erscheint erst nach „Man of Tomorrow”. Einen Termin für die Staffel nannte Gunn nicht, bislang war nur das Jahr 2027 bekannt.

Damit ist klar, dass das Monster-Team von Rick Flag Sr. frühestens im zweiten Halbjahr 2027 zurückkehrt. Die erste Staffel mit sieben Folgen war im Dezember 2024 der offizielle Auftakt des DCU, noch vor „Superman”. Die Fortsetzung soll laut The Direct zehn Folgen umfassen.

Was das für das DCU bedeutet

Gunns Beiträge erklären die ungewöhnliche Reihenfolge der vergangenen Monate. Mit „Supergirl” und „Clayface” kamen 2026 zwei Kinofilme, die jeweils eine eigene Ecke des Universums ausleuchten, statt auf ein gemeinsames Teamtreffen zuzulaufen. Die Diamant-Liste zeigt nun, worauf das Studio dahinter setzt: auf die drei großen Namen als Fundament und auf Figuren wie Krypto, die erst durch die Filme groß geworden sind.

Für dich heißt das vor allem eines: Wer „Clayface” im Kino sieht, braucht dafür kein Vorwissen aus anderen DCU-Projekten. Wer wissen will, wohin die großen Linien laufen, sollte dagegen auf „Man of Tomorrow” und auf die nächsten Schritte für John Stewart und Peacemaker achten.

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