James Gunns Masterplan? Wie DCs 'Next Level' die Film-Zukunft verraten könnte
DC startet 2026 die "Next Level"-Initiative. Was wie ein gewöhnlicher Comic-Reboot klingt, könnte die geheime Roadmap für James Gunns neues Filmuniversum sein. Wir zeigen dir, warum Gotham brennt und was das für die Leinwand bedeutet.
Hand aufs Herz: Wir wissen alle, dass James Gunn seine Hausaufgaben macht. Der Co-CEO der DC Studios ist dafür bekannt, tief in die Comic-Kisten zu greifen und direkte Adaptionen auf die Leinwand zu bringen. Genau deshalb sollten bei der frisch angekündigten „Next Level”-Initiative von DC Comics (Start 2026) alle Alarmglocken bei dir schrillen. Das, was auf der ComicsPRO enthüllt wurde, wirkt weniger wie eine bloße Verlagsoffensive, sondern wie eine strategische Blaupause für das kommende DCU.
Gotham als Polizeistaat: Ein düsterer Vorbote?
Vergiss das klassische „Batman jagt Joker”-Spiel. In der neuen Reihe Barbara Gordon: Breakout wird die ehemalige Batgirl-Ikone nicht gefeiert, sondern weggesperrt. Sie landet in einem Supermax-Gefängnis, weil sie der Bat-Family geholfen hat. Und der Gefängnisdirektor? Niemand Geringeres als der unsterbliche Despot Vandal Savage, der nun als Commissioner das Gesetz diktiert.
Das ist kein Superhelden-Abenteuer mehr, das ist ein politischer Überlebensthriller. Gotham wird hier als Stadt gezeichnet, in der autoritäre Unterdrückung das Heldentum erstickt. Für James Gunns DCU liefert das die perfekte, geerdete Basis: Bevor die kosmischen Götter kommen, muss die Straße bluten. Ein Gotham, das von innen heraus verrottet, passt tonal exakt zu den angekündigten Projekten wie The Brave and the Bold.
Metaphysischer Horror: Wenn der Tod streikt
Während Gotham politisch implodiert, bricht auf der spirituellen Ebene das Chaos aus. In der Miniserie The Deadman kämpft Boston Brand nicht gegen Superschurken, sondern gegen den Kollaps von Leben und Tod selbst. Seelen hängen in Zeitschleifen fest, die Realität bekommt Risse.
Das ist genau der Stoff, aus dem Gunns Chapter 1: Gods and Monsters gemacht ist. Gunn liebt es, Humor mit echtem, existenziellem Gewicht zu paaren. Ein DCU, in dem Magie nicht nur Glitzerstaub ist, sondern eine zerbrechliche Infrastruktur der Realität, hebt die Stakes auf ein neues Level. Deadman fungiert hier nicht als Geist, sondern als kosmischer Hausmeister in einem kaputten System – eine perfekte Vorlage für das geplante Swamp Thing-Horror-Element im Kino.
Generationskonflikt: Die Teen Titans erwachsen
Auch die Jugend darf nicht fehlen, aber sie ist wütend. In der neuen Teen Titans-Serie übernimmt Red Hood widerwillig die Führung. Es geht um eine Verschwörung rund um verschwundene Teenager und das tiefe Misstrauen zwischen den Generationen. In einer Ära von Desinformation und Überwachung müssen sich die jungen Helden neu definieren.
Das Labor für den Film
Ob Legion of Super-Heroes, Doom Patrol oder Jonah Hex – die Vielfalt der „Next Level”-Reihe deckt genau die Genres ab, die Gunn liebt: Western, Sci-Fi, Horror und absurder Humor. DC Comics baut hier keine isolierten Geschichten, sondern ein vernetztes Tonalitäts-Gerüst.
Wenn du wissen willst, wie sich das DCU in drei bis vier Jahren anfühlen wird, dann schau ab 2026 in die Comicregale. James Gunn baut keine Filme im luftleeren Raum; er nutzt die Comics als Labor. Und dieses Labor läuft gerade auf Hochtouren.