Kraven the Hunter: Vom Kino-Flop zum Streaming-Hit – Ein blutiges Vorbild für Venom?
Im Kino ließ ihn das Publikum links liegen, doch im Streaming räumt der Jäger plötzlich ab. Wir verraten dir, warum Kraven the Hunter jetzt zündet und was der kommende Venom-Film daraus lernen muss.
Es ist das klassische Phänomen der modernen Ära: Im Kino ein finanzielles Desaster, im Heimkino plötzlich ein Publikumsmagnet. „Kraven: The Hunter”, Sonys letzter Eintrag ins krisengeschüttelte Spider-Man Universe (SSU), hatte es an den Kinokassen extrem schwer. Mit einem Einspielergebnis von nur 61 Millionen Dollar bei einem Budget von 110 Millionen Dollar galt der Film als der letzte Nagel im Sarg des SSU.
Doch Totgesagte leben länger! Seit seinem Start auf Netflix hat sich der Wind gedreht. Aaron Taylor-Johnsons Interpretation des ikonischen Jägers schoss direkt in die Top 3 der Charts. Aber warum schauen sich die Leute den Film jetzt an, nachdem sie ihn im Kino ignoriert haben?
Brutalität als Verkaufsargument
Die Antwort liegt wohl in der kompromisslosen Härte. Im Gegensatz zum glattgebügelten MCU-Standard wagte Sony hier den Schritt zur FSK 16 Einstufung (R-Rating in den USA) . Kraven stellt keine harmlosen Fallen – er nutzt seine Umgebung, um Gegner regelrecht zu zerlegen. Wenn er einem Widersacher im Blutrausch die Nase abbeißt, wird klar: Das hier ist kein Kinderfilm. Genau diese viszerale Action scheint im Streaming-Bereich einen Nerv zu treffen, den das Marketing für den Kinostart nicht aktivieren konnte.
Die Blaupause für den animierten Venom
Und genau hier wird es für die Zukunft spannend. Wie The Hollywood Reporter berichtet, arbeitet Sony Pictures Animation an einem neuen, animierten Venom-Film. Tom Hardy ist bereits in das Projekt involviert, wenngleich noch unklar ist, ob er nur produziert oder dem Symbionten erneut seine Stimme leiht.
Die bisherigen Live-Action-Filme von Venom waren zwar finanziell die erfolgreichsten des SSU, doch viele Fans bemängelten stets die angezogene Handbremse in Sachen Gewalt. Ein Symbiont, der Köpfe abbeißt, wirkt in einem FSK-12-Korsett einfach kastriert.
Der späte Erfolg von Kraven liefert nun den ultimativen Beweis: Die Fans wollen die Härte. Ein animierter Venom-Film könnte genau das liefern, was Kraven im Ansatz zeigte, aber ohne die physikalischen Grenzen eines Realfilms. Animation erlaubt eine noch kreativere, blutigere Darstellung der Symbionten-Action, ohne sofort ins Geschmacklose abzudriften. Wenn Sony schlau ist, nehmen sie sich das R-Rating von Kraven als Vorbild und lassen Venom endlich von der Leine – blutig, brutal und ungefiltert.
- Titel
- Kraven: The Hunter
- Start
- 12.12.2024
- Regisseur/in
- J.C. Chandor
- Franchise / Filmreihe(n)