Onslaught: Adam Wingards Supersoldaten-Thriller startet am Donnerstag
Adam Wingards Actionthriller „Onslaught“ läuft ab dem 3. September in den deutschen Kinos – einen Tag vor dem US-Start. Adria Arjona spielt eine Scharfschützin, die ihre Tochter vor drei Supersoldaten schützen muss.
Am Donnerstag, dem 3. September 2026, startet „Onslaught” in den deutschen Kinos – und damit einen Tag früher als in den USA, wo der Film erst am 4. September anläuft. Hinter dem Actionthriller steht Adam Wingard, der zuletzt „Godzilla x Kong: The New Empire” inszeniert hat und mit „Onslaught” zu dem zurückkehrt, womit er einmal angefangen hat: kleine Räume, große Gewalt, ein Score wie aus einem Videorekorder von 1985.
In der Hauptrolle spielt Adria Arjona die ehemalige Army-Scharfschützin Celeste. Produziert hat A24, gedreht wurde in New Mexico, die FSK hat den Film ab 16 Jahren freigegeben, die Laufzeit beträgt 92 Minuten. Anlässlich des Starts hat Arjona dem Hollywood Reporter ein ausführliches Interview gegeben, in dem sie erzählt, wie eine kaputte Pickup-Ladefläche ihr die Rolle verschafft hat.
Eine Mutter, ihre Tochter und drei Supersoldaten
Celeste lebt zurückgezogen in einem abgelegenen Trailerpark. Eine posttraumatische Belastungsstörung aus ihrer Zeit als Scharfschützin hat sie von ihrer siebenjährigen Tochter Daisy getrennt – gespielt von Blake Kennedy –, die beim Vater aufwächst. Als ein beruflicher Notfall den Ex-Mann zwingt, das Kind unangekündigt bei ihr abzusetzen, fällt das Wiedersehen mit einem militärischen Experiment zusammen, das in der Nachbarschaft aus dem Ruder läuft.
Drei genetisch veränderte Supersoldaten brechen aus und sind darauf programmiert, alles zu töten, was ihnen im Weg steht. Celeste muss ihre Tochter durch eine Nacht bringen, in der ihr eigenes Arsenal an Waffen erstaunlich wenig hilft – der Film stellt es zu Beginn ausführlich vor, lässt sie es dann aber kaum benutzen. „Sobald du ihr Arsenal siehst, denkst du: Oh, sie wird den Tag retten”, sagt Arjona dem Hollywood Reporter. Stattdessen bekommen die Nachbarn, gespielt von Reggie VelJohnson und Eric Wareheim, ihren Anteil an der Rettung.
Wingard und Arjona haben die Figur bewusst gegen das Klischee der perfekten Mutter gebaut. Daisy ist die Ordentliche mit dem Rollkoffer, die den Abwasch macht und Manieren hat; Celeste ist die Unaufgeräumte, die ihrer Tochter beibringen will, sich um Höflichkeit nicht zu scheren. „Sie ist Veteranin, sie hat dafür keine Zeit”, so Arjona. Aus dieser Umkehrung werde am Ende eine Erlösungsgeschichte über eine Mutter.
Wingards heimliche Trilogie
„Onslaught” ist kein Sequel im üblichen Sinn, schließt aber einen Kreis: Wingard versteht den Film als indirekte Fortsetzung seiner frühen Genrearbeiten „You’re Next” und „The Guest” und damit als Abschluss einer geistigen Trilogie. Was die drei verbindet, ist weniger die Handlung als der Tonfall – Heimsuchung auf engem Raum, Humor direkt neben Blutbad, Synthesizer über allem.
Als Referenzen habe Wingard ihr keine eigenen Filme, sondern „Aliens” und „Terminator” ans Herz gelegt, berichtet Arjona. Vor allem aber sei die Musik das gemeinsame Vokabular gewesen: Ein Teil der Songs für die Eröffnungssequenz ist deutschsprachig, und der Wechsel zwischen Komik, harter Action und Splatter ergibt sich aus dem Soundtrack. „Es fühlt sich an wie ein John-Carpenter-Film”, sagt sie über den ersten Pitch.
Ein Detail der Figur stammt von Arjona selbst. Celestes Zittern stand im Drehbuch, ein Gegenmittel nicht – also erfand die Schauspielerin gemeinsam mit ihrem Partner Jason Momoa eine Geste: Celeste bohrt sich ihren Ring in den Unterarm, wo längst eine Kruste sitzt. Ihr Zusatzvorschlag, es solle der alte Verlobungsring ohne Stein sein, weil sie den Diamanten für ein Gewehr versetzt hat, überzeugte Wingard ebenfalls. Zwei Stunden später lag die passende Prothese bereit.
Was Adria Arjona als Nächstes vorhat
Für das deutsche Publikum ist Arjona vor allem Bix Caleen aus „Andor”. Ob die Figur nach dem Serienende noch einmal auftaucht, schließt sie nicht aus – aber nicht ohne Serienschöpfer Tony Gilroy. „Wenn Tony Gilroy dabei ist, bin ich es auch”, sagt sie dem Hollywood Reporter. „Ich möchte meine Fingerabdrücke nicht darauf hinterlassen. Es ist vielleicht zu früh.” Ein Spin-off um Bix und ihr Kind mit Cassian Andor bleibt damit vorerst genau das: eine Möglichkeit, die niemand betreiben will.
Deutlich konkreter ist ihr nächstes großes Projekt: In James Gunns Superman-Fortsetzung „Man of Tomorrow” spielt Arjona eine Rolle, über die weder sie noch DC Studios etwas sagen. Der US-Kinostart steht auf dem 9. Juli 2027. Gunn und Peter Safran hatten vor zehn Jahren ihren ersten Film „The Belko Experiment” produziert, entsprechend vertraut sei das Set gewesen: „Ich war ruhig, weil die beiden mich auffangen.”
Wer „Onslaught” sehen will, hat es ab Donnerstag leichter als das US-Publikum: Der Verleih bringt den Film hierzulande einen Tag vor dem nordamerikanischen Start in die Kinos, der Ticketverkauf läuft bereits.
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