Supergirl im DCU: Warum Kara Zor-El jetzt die harte Gangart wählt

Supergirl im DCU: Warum Kara Zor-El jetzt die harte Gangart wählt Warner Bros.

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04.06.2026 17:18 Uhr

Vergiss den strahlenden Optimismus von Superman! Im kommenden Space-Western des DC Universe zeigt uns Milly Alcock eine traumatisierte, fluchende Supergirl mit ganz eigenen Regeln.

Supergirl schlägt ganz neue Töne an

Während wir uns noch auf den Kinostart von „Superman” freuen, formt Regisseur Craig Gillespie bereits das nächste große Kapitel. Wenn Du dachtest, Kara Zor-El wird einfach eine weibliche Kopie ihres sonnigen Cousins, hast Du Dich getäuscht. In „Supergirl” erwartet Dich eine Heldin mit ordentlich Ecken und Kanten.

Basierend auf der Graphic Novel von Tom King und Bilquis Evely, schlüpft Milly Alcock in die Rolle der Titelheldin. Im Gegensatz zu Clark Kent hat Kara die Zerstörung ihrer Heimat Argo City als Teenager hautnah miterlebt. Sie musste zusehen, wie ihr Planet verfiel, bevor ihr Vater Zor-El sie und den Welpen Krypto auf die Erde schickte. Dieses Trauma sitzt tief und prägt die Handlung zehn Jahre später massiv.

Ein Space-Western über Traumabewältigung

Die Reise beginnt, als Krypto vom fiesen Krem of the Yellow Hills (Matthias Schoenaerts) vergiftet wird. Um ihren einzigen verbliebenen Anker an ihre Heimat zu retten, verbündet sich Kara mit der jungen Ruthye Marye Knoll (Eve Ridley). Auch Ruthye hat eine Rechnung mit Krem offen – er tötete ihre Eltern. Das Duo begibt sich auf einen intergalaktischen Roadtrip, der laut Set-Publizistin Sophie Scott stark vom Western True Grit (1969) inspiriert ist.

Die beiden zusammen sind wirklich der Hauptteil des Films. Kara hat ein Kindheitstrauma hinter sich und Ruthye hat offensichtlich gerade den Tod ihrer Familie miterlebt, aber es ist nicht plump.

Kara bekämpft ihren Schmerz mit Alkohol und präsentiert sich als deutlich rauerer Charakter. Executive Producer Chantal Nong Vo verrät, dass der Film die Grenzen des Erlaubten ausreizt – inklusive kreativer Überlegungen, welches Schimpfwort Kara am besten steht.

Alltagskleidung statt Spandex: Der Weg zum echten Selbst

Interessant ist auch das Kostümdesign von Michael Mooney. Wenn Kara nicht gerade als Heldin auf der Erde arbeitet, verzichtet sie auf ihr ikonisches Gewand. Sie will unerkannt bleiben und trägt in vielen Szenen schlichte Band-Shirts – speziell von der Band Blondie. Das Ablegen des Superhelden-Symbols spiegelt ihren inneren Konflikt wider.

Dieser Weg zeigt sie als Heldin, die aber noch nicht ganz sie selbst ist. Der Film dreht sich darum, zu akzeptieren, wer man ist, die Vergangenheit zu verarbeiten – und das Superkostüm steht symbolisch dafür.

Wenn sie aber den Anzug trägt, erwarten Dich laut Mooney rasante Kämpfe. Die Macher haben sich bewusst gegen eine Hose entschieden. Der Rock verleiht ihr nicht nur mehr Beweglichkeit, sondern unterstreicht auch ihre Macht als unaufhaltsame Naturgewalt.

Jason Momoa entfesselt als Lobo das Chaos

Eine der spannendsten Ergänzungen des Space-Westerns ist Jason Momoa als intergalaktischer Kopfgeldjäger Lobo. Er stürzt als unberechenbare Macht in die Handlung und wirbelt die Moralvorstellungen durcheinander. Während Kara und Ruthye zwischen Gut und Böse pendeln, bewegt sich Lobo laut Nong Vo in einer tiefgrauen Zone.

Momoa selbst brachte viele Ideen in sein Design ein. Freu Dich auf stachelige Biker-Klamotten, gigantische Ketten, Granaten und eine ganz spezielle Zigarre, die eigentlich ein Vape ist. Action-Requisiteur Charlie Horwood bestätigt, dass Momoas Vape-Zigarre eine ziemliche Herausforderung war, die Momoa gezielt forderte, um sein Gesicht perfekt auszuleuchten.

Praktische Sets für eine gelebte Sci-Fi-Welt

Gillespie verlässt sich für seinen Mix aus Sci-Fi und Western stark auf echte Sets, greifbare Kreaturen und Animatronik. Über 20 verschiedene Kulissen wurden aufgebaut, von vergifteten kryptonischen Seen bis hin zu einem gigantischen Kriegsschiff der Space-Wikinger. Für Ruthyes Heimatplaneten vermischten die Designer japanische Einflüsse mit klassischen Frontier-Elementen.

Das gesamte Team brennt spürbar für das Projekt. So sehr, dass sogar bei Produzentin Nong Vo die Tränen flossen, als sie Milly Alcock das erste Mal im rot-blauen Kostüm sah. Am 25. Juni 2026 können wir uns selbst davon überzeugen, ob diese harte, emotionale Gangart das DC Universe auf das nächste Level hebt.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Titel
Supergirl
Start
25.06.2026
Regisseur/in
Craig Gillespie
Drehbuch
Ana Nogueira
Franchise / Filmreihe(n)