The People v. Gorilla Grodd spielt vor Man of Tomorrow
Setfotos aus Atlanta datieren Teile der neuen DCU-Serie auf 2015 – auf den Campus, an dem Clark Kent studiert hat. Darsteller Skyler Gisondo ordnet die Serie zeitlich vor dem nächsten Superman-Film ein.
„The People v. Gorilla Grodd” dreht seit Anfang September in Atlanta, und langsam wird erkennbar, wo die Serie im Zeitgefüge von James Gunns DC-Universum sitzt. Zwei Hinweise kamen in dieser Woche zusammen: Aufnahmen vom Drehort und eine Aussage des Hauptdarstellers.
Beides deutet in dieselbe Richtung. Die Mockumentary über den superintelligenten Affen spielt vor dem nächsten Superman-Kinofilm – und ein Teil der Handlung liegt sogar ein volles Jahrzehnt vor dem ersten.
Eine Rückblende ins Jahr 2015
Gedreht wird unter anderem am Georgia Institute of Technology in Atlanta, das im Bild für die Metropolis University steht. Auf Aufnahmen vom Set ist ein Banner mit dem Siegel der Hochschule zu sehen, das eine Jubiläumsspanne von 1855 bis 2015 nennt. The Direct hat die Bilder ausgewertet und liest daraus, dass die entsprechenden Szenen im Jahr 2015 angesiedelt sind.
Das ist deshalb interessant, weil der Superman-Film von 2025 Clark Kent als Absolventen der Metropolis University eingeführt hat und ihn zu diesem Zeitpunkt als 29-Jährigen zeigt. Er wäre 2015 also 19 oder 20 gewesen und hätte denselben Campus besucht wie Grodd. Bestätigt hat das niemand: Das Banner ist ein Requisit, keine Ansage des Studios.
Weitere Aufnahmen zeigen Grodd im Hemd mit Pullunder auf dem Campus, in einem A-cappella-Chor und schließlich in Talar und Doktorhut. Die Serie nimmt den sprechenden Affen also beim Wort und lässt ihn ein ganz gewöhnliches Studentenleben führen, Abschluss inklusive.
Skyler Gisondo ordnet die Serie ein
Skyler Gisondo, der Jimmy Olsen aus dem Kinofilm in die Serie mitnimmt, wurde in einem Interview gefragt, wo die Handlung in der Zeitrechnung des DC-Universums steht. Seine Antwort fiel vorsichtig aus: Er halte das Ganze für irgendwo dazwischen angesiedelt, eher vor den Ereignissen des zweiten Films, und für eine Geschichte, die neben dem Hauptzeitstrang herläuft.
Als offizielle Einordnung taugt das nicht – Gisondo räumt im selben Atemzug ein, dass er es eigentlich genauer wissen müsste. Zusammen mit den Setaufnahmen ergibt sich aber ein stimmiges Bild: Die Gegenwartsebene der Serie liegt vor dem Start von „Man of Tomorrow”, die Campus-Szenen liegen weit davor.
Warum Grodd vor Batman und Wonder Woman drankommt
Dass ausgerechnet ein Gegenspieler des Flash eine eigene Serie bekommt, bevor die großen Namen des Universums ihre Projekte haben, ist kein Zufall. Grodd tauchte bereits in „Creature Commandos” auf – in einer Vision, in der er gemeinsam mit Ilana Rostovic die Welt erobert und die halbe Heldenriege tot auf dem Schlachtfeld zurücklässt. Wer so früh ins Bild gesetzt wird, ist als langfristiger Gegenspieler gedacht.
Die Serie selbst ist als achtteilige True-Crime-Dokumentation aus der Redaktion des Daily Planet angelegt: Jimmy Olsen rollt den Mordprozess gegen Grodd neu auf, der wegen der Tötung seines Vaters, des Königs von Gorilla City, verurteilt wurde. Jimmy Tatro spielt den Affen, Tony Yacenda und Dan Perrault sind Showrunner. Aus dem Kinofilm kehren außerdem Wendell Pierce, Beck Bennett und Mikaela Hoover zurück.
Was noch offen ist
Einen Starttermin nennt HBO Max weiterhin nicht. Nach Angaben von HBO-Chef Casey Bloys ist „The People v. Gorilla Grodd” derzeit die einzige DCU-Serie, an der aktiv gearbeitet wird. Der Druck auf den Termin ist damit gering, die Aufmerksamkeit dafür umso größer.
Offen bleibt auch, ob die Serie die Tür für den Flash im neuen Universum aufstößt. Berichten zufolge stoßen mit Murmur und Golden Glider zwei weitere Figuren aus dessen Schurkengalerie dazu. Eine Besetzung für den Speedster selbst gibt es bis heute nicht.
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