Ned Leeds: Spider-Mans bester Freund und die Hobgoblin-Frage
Er ist der „Mann im Stuhl“, der einzige Eingeweihte – und seit „No Way Home“ jemand, der Portale öffnen kann. Wer Ned Leeds ist, was ihn von seiner Comic-Vorlage trennt und warum Fans in ihm den nächsten Hobgoblin sehen.
Er ist kein Superheld, trägt kein Kostüm und hat trotzdem seit 2017 einen festen Platz im Spider-Man-Kosmos des MCU: Ned Leeds, gespielt von Jacob Batalon. Er ist Peter Parkers bester Freund, der erste Mensch, der von Spider-Man weiß, und der selbsternannte „Mann im Stuhl” – die Stimme im Ohr, die Kameras anzapft und Türen öffnet, während der Held an der Wand hängt.
In „Spider-Man: Brand New Day” (deutscher Kinostart 29. Juli 2026) ist Batalon zurück im Cast. Hier erfährst du, wer Ned Leeds im MCU ist, was ihn von seiner Comic-Vorlage unterscheidet, warum er seit „Spider-Man: No Way Home” plötzlich Portale öffnen kann – und warum ein großer Teil des Publikums seit Jahren darauf wartet, dass aus ihm der Hobgoblin wird.
Auf einen Blick
Wer ist Ned Leeds? Peter Parkers bester Freund und Mitschüler an der Midtown School of Science and Technology. Der einzige Eingeweihte der ersten Stunde.
Bürgerlicher Name: Ned Leeds. In den Comics heißt die Figur mit vollem Namen Edward „Ned” Leeds.
Erster Comic-Auftritt: The Amazing Spider-Man #18 (November 1964) von Stan Lee und Steve Ditko – dort als erwachsener Reporter des Daily Bugle.
MCU-Debüt: Spider-Man: Homecoming (2017), gespielt von Jacob Batalon.
Kräfte: keine übermenschlichen – dafür Technikverstand, Hacking-Talent und seit No Way Home eine unerklärte Begabung für Magie.
Nächster Auftritt: Spider-Man: Brand New Day, deutscher Kinostart 29. Juli 2026.
Wer ist Ned Leeds?
Ned Leeds ist Schüler der Midtown School of Science and Technology und Peter Parkers engster Vertrauter. Die beiden verbindet der Nachmittag am Lego-Bausatz, der gemeinsame Tisch in der Cafeteria und ab „Spider-Man: Homecoming” das größte Geheimnis der Schule. Ned ist begeisterungsfähig bis zur Selbstaufgabe, technisch versiert und vollkommen unfähig, seine Aufregung zu verbergen – eine Mischung, die Peter regelmäßig in Bedrängnis bringt und dem Publikum eine Tür zu einer Figur öffnet, die sonst nur unter der Maske existiert.
Anders als bei MJ, die im MCU weitgehend eine Neuerfindung ist, greift Marvel bei Ned auf einen Namen aus den Comics zurück – füllt ihn aber vollständig neu. Der Ned Leeds der Vorlage ist ein erwachsener Journalist des Daily Bugle, der MCU-Ned ein Teenager mit filipino-amerikanischem Hintergrund, der seine Sidekick-Rolle mit sichtbarem Stolz ausfüllt. Jacob Batalon hat die Figur seit 2017 in vier Filmen gespielt und ist neben Tom Holland und Zendaya der dritte Fixpunkt dieser Spider-Man-Generation.
Kräfte und Fähigkeiten: der Mann im Stuhl
Übermenschliche Kräfte hat Ned keine. Seine Rolle definiert er in „Spider-Man: Homecoming” selbst: Er will der „Mann im Stuhl” sein – derjenige, der aus dem Hintergrund Kameras anzapft, Datenbanken durchsucht und dem Helden sagt, wo er hinmuss. Und er liefert: Ned hackt Peters Anzug, deaktiviert dessen Trainingsmodus und schaltet damit das komplette Funktionsspektrum frei, das Tony Stark eigentlich gesperrt hatte.
Dazu kommt eine Fähigkeit, mit der niemand gerechnet hatte. In „Spider-Man: No Way Home” nimmt Ned den Sling Ring von Doctor Strange an sich – und bringt ihn tatsächlich zum Funktionieren. Er öffnet Portale quer durch die Stadt und beruft sich dabei auf seine Großmutter, seine Lola, die immer gesagt habe, in der Familie gebe es Zauberer. Ob das eine Pointe war oder eine Ansage für die Zukunft, hat Marvel bis heute offengelassen.
Ned Leeds im MCU: von Homecoming bis Brand New Day
„Spider-Man: Homecoming” (2017) führt Ned als Peters Vertrauten ein. Er ertappt ihn dabei, wie er in seinem Zimmer an der Decke klebt, und reagiert auf die Enthüllung eher elektrisiert als erschrocken. Von da an übernimmt er Logistik, Ausreden und moralische Unterstützung – bis hin zum Schulball, den er ohne seinen Freund verbringen muss, während der auf einem abstürzenden Frachtflugzeug steht.
In „Avengers: Infinity War” (2018) bleibt es bei einem kurzen Auftritt im Schulbus, immerhin lenkt Ned dort die Mitschüler ab, damit Peter unbemerkt verschwinden kann. „Spider-Man: Far From Home” (2019) schickt ihn auf die Europareise mit – und gibt ihm ausgerechnet Betty Brant als Urlaubsflirt, also den Namen jener Figur, die in den Comics Ned Leeds’ Ehefrau wird. Die Beziehung hält exakt bis zum Rückflug.
„Spider-Man: No Way Home” (2021) ist Neds größter Film. Er hilft Peter dabei, die Schurken aus fremden Universen einzusammeln, entdeckt seine Portal-Begabung und holt damit die beiden anderen Spider-Man-Varianten in dieses Universum. Am Ende trifft ihn dieselbe Konsequenz wie alle anderen: Peter bittet Doctor Strange, die Welt seinen Namen vergessen zu lassen. Ned steht danach hinter dem Tresen einer Bäckerei und erkennt seinen besten Freund nicht wieder.
Für „Spider-Man: Brand New Day” (deutscher Kinostart 29. Juli 2026, Regie: Destin Daniel Cretton) ist Jacob Batalon zurück. Erste Clips zeigten Ned und MJ vor dem Start wieder gemeinsam im Bild. Die zentrale Frage des Films ist damit auch seine: ob und wie Peter Parker in ein Leben zurückfindet, aus dem er sich selbst herausgelöscht hat. Auf Handlungsdetails verzichten wir an dieser Stelle bewusst.
Ned Leeds in den Comics: Reporter, Ehemann, Hobgoblin
Der Ned Leeds der Comics debütiert in The Amazing Spider-Man #18 (November 1964), erdacht von Stan Lee und Steve Ditko. Er arbeitet als Reporter beim Daily Bugle und tritt zunächst als Konkurrent Peter Parkers um die Gunst von Betty Brant auf – ein etablierter Erwachsener gegenüber einem Schüler mit Nebenjob. Mitte der Siebziger heiraten Ned und Betty; glücklich wird diese Ehe nie.
Berühmt wurde die Figur durch eine der bekanntesten Enthüllungen der Spider-Man-Historie: In The Amazing Spider-Man #289 (1987) wird Ned Leeds als der Hobgoblin entlarvt – jener Schurke, den Spider-Man seit 1983 jagte. Kurz zuvor war Ned in der Reihe Spider-Man versus Wolverine bereits ermordet worden, während er als Reporter in Europa recherchierte. Der Bösewicht war also tot, bevor die Auflösung überhaupt gedruckt vorlag.
Autor Roger Stern, der den Hobgoblin ursprünglich erfunden hatte, war mit dieser Lösung nie einverstanden. 1997 korrigierte er sie in der Miniserie Spider-Man: Hobgoblin Lives: Der wahre Hobgoblin sei von Anfang an der Modemogul Roderick Kingsley gewesen, der Ned Leeds hypnotisiert und gezielt als Sündenbock aufgebaut habe. Seither gilt der Comic-Ned als Opfer einer Gehirnwäsche, nicht als Täter.
Wird Ned Leeds im MCU zum Hobgoblin?
Genau diese Vorgeschichte sorgt dafür, dass jede Ned-Szene im MCU unter Beobachtung steht. Fans lesen seit „Spider-Man: Homecoming” jede Anspielung als mögliche Vorbereitung, und „No Way Home” lieferte reichlich Material: Ned trägt dort eine blau-goldene Jacke in den Farben des Hobgoblin, hantiert mit Magie statt mit Kürbisbomben und steht am Schluss ohne jede Erinnerung an seinen besten Freund da – ein denkbar sauberer Ausgangspunkt für eine Wendung.
Jacob Batalon hat die Spekulation in Interviews weder bestätigt noch ausgeräumt und reagiert auf entsprechende Fragen eher amüsiert. Marvel Studios hat sich nie dazu geäußert. Belegt ist bislang ausschließlich, dass Ned im MCU über eine magische Begabung verfügt, die er nie erlernt hat. Alles Weitere ist Theorie – wenn auch eine, die sich hartnäckiger hält als die meisten.
Alle Auftritte von Ned Leeds auf der Leinwand
| Jahr | Film | Darsteller |
|---|---|---|
| 2017 | Spider-Man: Homecoming | Jacob Batalon |
| 2018 | Avengers: Infinity War | Jacob Batalon (Kurzauftritt) |
| 2019 | Spider-Man: Far From Home | Jacob Batalon |
| 2021 | Spider-Man: No Way Home | Jacob Batalon |
| 2026 | Spider-Man: Brand New Day | Jacob Batalon |
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Ned kommt selten allein: Alles zu Herkunft, Kräften und Varianten des Wandkrabblers steht auf der Charakterseite zu Spider-Man, die dritte Konstante des Trios findet sich unter MJ alias Michelle Jones-Watson. Wo „Brand New Day” in der Chronologie steht, klärt die Übersicht aller Spider-Man-Filme, und weitere Figuren sammelt die Übersicht der Marvel-Charaktere.
Ned Leeds ist im MCU der beste Freund von Peter Parker und dessen Mitschüler an der Midtown School of Science and Technology. Er ist der erste Mensch, der Peters Geheimnis erfährt, und unterstützt ihn als selbsternannter „Mann im Stuhl“ mit Technik, Hacking und Ausreden.
Jacob Batalon. Er verkörpert die Figur seit „Spider-Man: Homecoming“ (2017) und ist in „Avengers: Infinity War“, „Spider-Man: Far From Home“, „Spider-Man: No Way Home“ sowie „Spider-Man: Brand New Day“ zu sehen.
In „Spider-Man: No Way Home“ benutzt Ned den Sling Ring von Doctor Strange und öffnet damit funktionierende Portale. Er selbst führt das auf seine Großmutter zurück, die gesagt habe, in der Familie gebe es Zauberer. Eine Erklärung, wie diese Begabung zustande kommt, liefert das MCU bislang nicht.
Im MCU ist das bislang reine Spekulation. In den Comics wurde Ned Leeds 1987 als Hobgoblin entlarvt, später jedoch zum hypnotisierten Sündenbock von Roderick Kingsley umgeschrieben. Marvel Studios hat sich zu einem Hobgoblin-Werdegang der Filmfigur nie geäußert.
Nein. Am Ende von „Spider-Man: No Way Home“ lässt Peter durch Doctor Strange die Erinnerung der gesamten Welt an sich löschen. Der Zauber trifft auch Ned und MJ. Peter entscheidet sich anschließend bewusst dagegen, sich seinem besten Freund neu vorzustellen.
Ja. Jacob Batalon gehört zum Cast des vierten MCU-Solofilms. Der deutsche Kinostart von „Spider-Man: Brand New Day“ war der 29. Juli 2026, Regie führte Destin Daniel Cretton.
- Start
- 29.07.2026
- Regisseur/in
- Destin Daniel Cretton
- Drehbuch
- Chris McKennaErik Sommers
- Franchise / Filmreihe(n)