The Thing: Ben Grimm, seine Kräfte und die Rolle im MCU

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Er ist der Einzige der Fantastic Four, der seine Verwandlung nie wieder loswurde. Wer Ben Grimm ist, wie stark Das Ding wirklich ist und was Ebon Moss-Bachrach im MCU aus der Figur macht.

Er ist der Einzige der Fantastic Four, der seine Verwandlung nie wieder losgeworden ist: Während Reed Richards, Sue Storm und Johnny Storm ihre Kräfte an- und abschalten können, blieb Benjamin Jacob Grimm nach dem Flug durch die kosmische Strahlung in einem Körper aus orangefarbenem Fels gefangen. Aus dem Testpiloten wurde The Thing – im Deutschen schlicht „Das Ding” – und damit die tragischste Figur einer Superheldenfamilie, die sich sonst gern als Forscherteam versteht.

Seit 1961 gehört er zum Grundbestand des Marvel-Universums, seit 2025 spielt ihn Ebon Moss-Bachrach im Marvel Cinematic Universe. Hier erfährst du, wer Ben Grimm ist, wie stark er wirklich ist, warum die Yancy Street für ihn so wichtig ist – und wann du ihn das nächste Mal im Kino siehst.

Auf einen Blick

Wer ist The Thing? Das kräftigste Mitglied der Fantastic Four – ein ehemaliger Testpilot, dessen Haut nach einem Strahlungsunfall zu Gestein wurde.

Bürgerlicher Name: Benjamin Jacob Grimm, aufgewachsen in der Yancy Street auf der Lower East Side von New York.

Erster Comic-Auftritt: Fantastic Four #1 (November 1961), erdacht von Stan Lee und Jack Kirby.

MCU-Debüt: The Fantastic Four: First Steps, deutscher Kinostart 24. Juli 2025, gespielt von Ebon Moss-Bachrach.

Kräfte: übermenschliche Stärke, ein Panzer aus organischem Gestein, hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Kälte und Beschuss.

Markenzeichen: der Schlachtruf „It’s clobberin’ time!” und eine lebenslange Fehde mit der Yancy Street Gang.

Nächster Auftritt: Avengers: Doomsday, deutscher Kinostart 16. Dezember 2026.

Wer ist The Thing?

Ben Grimm ist der Muskel der Fantastic Four – und ihre offene Wunde. Als Reed Richards seinen alten Studienfreund überredet, ein experimentelles Raumschiff zu fliegen, gerät die Besatzung in ein Feld kosmischer Strahlung. Alle vier kommen verändert zurück, doch nur bei Grimm ist die Veränderung sichtbar und dauerhaft: Sein Körper überzieht sich mit einer Schicht aus orangefarbenen Steinplatten, seine Stimme wird zum Grollen, sein Gesicht bleibt für immer das eines Monsters.

Genau diese Diskrepanz macht ihn erzählerisch so wertvoll. Grimm ist kein grüblerischer Einzelgänger, sondern ein lauter, warmherziger Mann aus der Arbeiterklasse, der Witze reißt, um nicht über den Verlust sprechen zu müssen. Er nennt sich selbst „das Ding”, bevor es jemand anderes tut. Wer die Fantastic Four als Familie liest – und genau so sind sie angelegt –, findet in Ben den Onkel, der immer da ist, immer zupackt und nie zugibt, wie sehr ihn sein eigenes Spiegelbild trifft.

Kräfte und Fähigkeiten: Wie stark ist Das Ding?

Die auffälligste Fähigkeit ist rohe Kraft. The Thing bewegt in den Comics Lasten im dreistelligen Tonnenbereich, reißt Stahlträger aus ihren Fundamenten und kann selbst den Hulk zumindest zeitweise beschäftigen – ein Vergleich, den Marvel über Jahrzehnte immer wieder gesucht hat. Seine Steinhaut wirkt dabei als natürliche Panzerung: Kugeln prallen ab, Stürze aus großer Höhe übersteht er ohne bleibende Schäden, und extreme Temperaturen setzen ihm deutlich weniger zu als einem Menschen.

Dazu kommt, was er schon vor dem Unfall konnte. Grimm war Footballspieler, Kampfpilot und ausgebildeter Astronaut; er fliegt das Fantasticar, versteht die Technik seines besten Freundes zumindest in Grundzügen und ist im Nahkampf schlicht erfahren. Seine Grenzen sind entsprechend menschlich: Er ist langsam, kann nicht fliegen und hat gegen Gegner, die auf Distanz oder mit Magie arbeiten, wenig entgegenzusetzen. Und er wird müde – anders als viele Marvel-Kraftpakete ist seine Ausdauer endlich.

Die quälendste Frage der Figur ist allerdings eine andere: Kann er zurück? In den Comics gelingt die Rückverwandlung immer wieder – mal durch Reeds Erfindungen, mal durch fremde Technologie –, hält aber nie. Fast immer entscheidet Ben sich am Ende selbst dafür, wieder zum Ding zu werden, weil das Team ihn in dieser Form braucht. Dieser Kreislauf aus Hoffnung und freiwilligem Verzicht ist der emotionale Kern des Charakters.

The Thing im MCU: Ebon Moss-Bachrach in First Steps

Für den MCU-Neustart der Fantastic Four besetzte Marvel Studios Ebon Moss-Bachrach, der zuvor als Cousin Richie in der Serie „The Bear” einem großen Publikum bekannt wurde. Sein Ben Grimm entstand nicht als Anzug, sondern digital: Moss-Bachrach spielte die Rolle in Performance Capture, die Steinhaut kam in der Postproduktion dazu. Das ist ein bewusster Bruch mit den 2000er-Verfilmungen, in denen Michael Chiklis in einem schweren Latex-Kostüm steckte und entsprechend eingeschränkt war.

The Fantastic 4: First Steps” startete am 24. Juli 2025 in den deutschen Kinos und siedelt das Team in einer retrofuturistischen Parallelwelt an, die vom übrigen MCU getrennt ist. Der Film erzählt kein klassisches Origin – die vier sind längst etabliert –, sondern konzentriert sich auf die Ankunft von Galactus und die Geburt von Franklin Richards. Ben Grimm ist darin der bodenständige Gegenpol zur Rechenmaschine Reed Richards.

Bemerkenswert ist ein Detail, das die Vorlagen jahrzehntelang nur angedeutet hatten: Der Film macht Grimms jüdische Herkunft sichtbar und verankert ihn erstmals auf der Leinwand ausdrücklich in der Yancy Street. Als Nächstes steht sein Auftritt in „Avengers: Doomsday” an – deutscher Kinostart ist der 16. Dezember 2026. Dort trifft das Team auf Doctor Doom und auf Helden aus mehreren Realitäten.

Yancy Street, Alicia Masters und ein spät erzähltes Erbe

Ben Grimm stammt aus der Yancy Street, einem fiktiven Straßenzug in der Lower East Side, der bei Marvel für Armut, Straßenbanden und harte Kindheiten steht. Sein älterer Bruder Daniel starb dort, Ben selbst führte als Jugendlicher die Yancy Street Gang an. Dass ihn ausgerechnet diese Gang später als Superhelden mit Streichen und Schmähbriefen verfolgt, gehört zu den ältesten Running Gags der Serie.

Die emotionale Konstante seines Lebens ist Alicia Masters, eine blinde Bildhauerin, die ihn nicht sieht, sondern ertastet – und ihn deshalb als Erste nicht als Monster wahrnimmt. Die Beziehung zieht sich durch fast sechs Jahrzehnte Comic-Geschichte, mit Trennungen, Doppelgängerinnen und einer Hochzeit: 2018 heirateten die beiden in Ausgabe #5 der damals neu gestarteten „Fantastic Four”-Reihe.

2002 machte Marvel zudem explizit, was Stan Lee und Jack Kirby nur angelegt hatten: In „Fantastic Four” Vol. 3 #56 kehrt Ben in sein altes Viertel zurück, spricht das jüdische Glaubensbekenntnis über einem Sterbenden und wird damit endgültig als jüdisch bestätigt. Es war eine der ersten Gelegenheiten, bei denen ein Marvel-Flaggschiff die Religion einer Hauptfigur so offen verhandelte – und ein Grund, warum die Besetzung mit dem jüdischen Schauspieler Moss-Bachrach 2025 als stimmig aufgenommen wurde.

Alle Auftritte von The Thing im Kino

Kaum eine Marvel-Figur wurde so oft neu besetzt wie Ben Grimm. Vier Anläufe in gut drei Jahrzehnten, dazu ein nie regulär veröffentlichter Billigfilm von 1994, der bis heute vor allem als Kuriosum unter Sammlern zirkuliert. Hinzu kommen zahlreiche Zeichentrickauftritte seit den 1960er-Jahren, in denen die Figur meist deutlich comichafter angelegt ist als in den Realverfilmungen.

Jahr Film Darsteller
1994 The Fantastic Four Michael Bailey Smith / Carl Ciarfalio
2005 Fantastic Four Michael Chiklis
2007 Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer~2007 Michael Chiklis
2015 Fantastic Four Jamie Bell
2025 The Fantastic Four: First Steps~2025 Ebon Moss-Bachrach
2026 Avengers: Doomsday Ebon Moss-Bachrach

Auffällig ist der Bruch in der Machart: Michael Bailey Smith, Carl Ciarfalio, Michael Chiklis und Jamie Bell arbeiteten mit Maske, Kostüm oder einer Mischung aus beidem. Erst mit Moss-Bachrach setzt Marvel vollständig auf digitale Umsetzung – und gewinnt damit Mimik zurück, die in den Latex-Jahren zwangsläufig verloren ging.

Verwandte Charaktere und Übersichten

Ben Grimm ist ohne sein Team nicht zu erklären. Die Grundlagen zur Truppe und die Reihenfolge aller Verfilmungen stehen in der Übersicht zu den Fantastic Four. Zu seinen Weggefährten gibt es eigene Porträts: Reed Richards alias Mister Fantastic, Sue Storm alias Invisible Woman und Franklin Richards, dessen Pate Ben in den Comics ist.

Auf der Gegenseite warten die beiden größten Bedrohungen des Teams: Galactus als kosmischer Verschlinger und Doctor Doom als zentraler Schurke der laufenden MCU-Saga. Warum die Fantastic Four aus einer eigenen Realität stammen, erklärt der Überblick zum Marvel-Multiversum; weitere Figuren sammelt die Übersicht der Marvel-Charaktere.

The Thing, im Deutschen „Das Ding“, ist Benjamin Jacob Grimm – ein ehemaliger Testpilot und Gründungsmitglied der Fantastic Four. Nach einem Unfall mit kosmischer Strahlung verwandelte sich seine Haut dauerhaft in orangefarbenes Gestein. Er ist das körperlich stärkste Mitglied des Teams.

Ebon Moss-Bachrach, bekannt als Cousin Richie aus der Serie „The Bear“. Er spielt die Rolle in Performance Capture, die Steinhaut entsteht digital. Der deutsche Kinostart des Films war der 24. Juli 2025.

In den Comics stemmt er Lasten im dreistelligen Tonnenbereich und hält Treffern stand, die einen Menschen sofort töten würden. Seine Steinhaut schützt ihn zusätzlich vor Hitze, Kälte und Beschuss. Fliegen kann er nicht, und seine Ausdauer ist – anders als bei vielen Marvel-Kraftpaketen – begrenzt.

Zeitweise ja. In den Comics gelingt die Rückverwandlung immer wieder, hält aber nie dauerhaft. Meist entscheidet Ben sich am Ende selbst dafür, erneut zum Ding zu werden, weil das Team seine Kräfte braucht.

Ja. Angelegt war es von Anfang an, ausdrücklich bestätigt wurde es 2002 in „Fantastic Four“ Vol. 3 #56, als Ben in seine alte Nachbarschaft zurückkehrt und das jüdische Glaubensbekenntnis spricht. Auch die MCU-Verfilmung greift diese Herkunft auf.

In „Avengers: Doomsday“, deutscher Kinostart am 16. Dezember 2026. Ebon Moss-Bachrach kehrt darin als Ben Grimm zurück, gemeinsam mit dem übrigen Ensemble der Fantastic Four.

Es ist Ben Grimms Schlachtruf, sinngemäß „Zeit zum Draufhauen!“. Der Satz stammt aus den frühen Comics von Stan Lee und Jack Kirby und gehört zu den bekanntesten Sprüchen des gesamten Marvel-Universums.

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Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
24.07.2025
Regisseur/in
Matt Shakman
Franchise / Filmreihe(n)