Kein Spider-Man in ‚Daredevil: Born Again‘: Showrunner erklärt die strikte ‚Uptown vs. Downtown‘-Trennung im MCU

Kein Spider-Man in ‚Daredevil: Born Again‘: Showrunner erklärt die strikte ‚Uptown vs. Downtown‘-Trennung im MCU Marvel

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25.02.2026 12:45 Uhr

Ihr hofft auf ein Treffen zwischen Spider-Man und dem Teufel von Hell's Kitchen? Showrunner Dario Scardapane erklärt, warum Matt Murdock in ‚Born Again‘ vorerst ohne die Avengers auskommen muss.

Wir alle wissen: Wenn der Kingpin (Vincent D'Onofrio) seine Macht in New York konsolidiert, braucht Matt Murdock (Charlie Cox) jede Hilfe, die er kriegen kann. In der kommenden Disney+-Serie Daredevil: Born Again dürfen wir uns zwar auf die Rückkehr von Fan-Lieblingen wie Jessica Jones (Krysten Ritter) freuen, doch wer auf die ganz großen Kaliber aus dem MCU hofft, wird enttäuscht. Insbesondere die Rufe nach einem Auftritt von Tom Hollands Spider-Man hallen laut durch die Fan-Gemeinde – doch Showrunner Dario Scardapane schiebt diesem Wunschtraum nun einen Riegel vor.

Uptown vs. Downtown: Eine Frage der Postleitzahl

Im Gespräch mit dem SFX Magazine machte Scardapane deutlich, dass es einen triftigen, fast schon geographischen Grund gibt, warum Doctor Strange oder Spidey nicht mal eben in Hell's Kitchen vorbeischauen, um Wilson Fisk das Handwerk zu legen. Zwar sei er selbst ein riesiger Comic-Fan und liebe die Idee von Crossovern, doch für die Serie gilt eine strikte Trennung.

„Der Witz, den wir immer machen, ist: 'Oh, diese Typen sind Uptown, wir sind Downtown!'”, erklärt Scardapane. Die Logik dahinter ist simpel, aber effektiv: Die Avengers und Sorcerer Supremes beschäftigen sich mit multiversalen Bedrohungen und Alien-Invasionen in den glänzenden Türmen der Stadt. Matt Murdock und seine Verbündeten kämpfen im Dreck der Straße um die Seele ihres Viertels. Scardapane betont: „Wir haben eine Nische, die in dieser Welt von Hell's Kitchen spielt, in dieser spezifischen Welt von New York.”

Urlaub im großen MCU – aber nicht umgekehrt

Das bedeutet jedoch nicht, dass unsere Street-Level-Helden isoliert sind. Scardapane beschreibt die Verbindung zum restlichen MCU als eine Art „Urlaub”. Charaktere wie Matt Murdock oder der Punisher (Jon Bernthal) machen „kleine Ausflüge” in die größeren Blockbuster. Wir haben das gesehen, als Daredevil für She-Hulk nach L.A. reiste oder als der Kingpin in Hawkeye die Feiertage ruinierte. Auch der kommende Auftritt des Punishers in Spider-Man: Brand New Day folgt diesem Prinzip.

Doch der Verkehr fließt größtenteils nur in eine Richtung. Die Geschichte von Born Again soll „granular” bleiben – also körnig, bodenständig und nah an den Charakteren. Ein Avenger, der mal eben durchs Bild fliegt, würde dieses empfindliche Ökosystem der Straßenkriminalität sofort aus dem Gleichgewicht bringen. Viele von Matts Problemen könnten von einem Thor oder Doctor Strange binnen Sekunden gelöst werden, was der Serie ihre dramatische Fallhöhe nehmen würde.

Für uns Fans heißt das: Wir müssen uns damit abfinden, dass der Kampf um New York auf zwei verschiedenen Ebenen stattfindet. Während Spider-Man durch die Wolkenkratzer schwingt, bleibt Daredevil auf dem Boden der Tatsachen – und genau dort gehört er auch hin.