Michael Rosenbaum zweifelt, ob die „Smallville“-Fortsetzung in James Gunns DC-Pläne passt
Nach Tom Welling meldet sich Michael Rosenbaum zur geplanten „Smallville“-Fortsetzung: Mit James Gunn hat er nicht gesprochen, ein Drehbuch von Gough und Millar gibt es. Rosenbaum rechnet in Jahren, nicht in Monaten.
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Nach Tom Welling hat sich auch Michael Rosenbaum zur geplanten Fortsetzung von „Smallville” geäußert – und klingt deutlich skeptischer, was ihren Platz im DC-Universum von James Gunn angeht. „Ich hatte das Gespräch noch nicht wirklich”, sagte der Lex-Luthor-Darsteller im Interview mit ScreenRant zum 25. Jubiläum der Serie. „Ich habe das Gefühl, James und seine Welt haben ihre eigenen Ideen davon, was sie machen, und ich bin mir nicht sicher, ob Smallville Teil dieser Gleichung ist.”
Rosenbaum: Ein Drehbuch gibt es, ein Gespräch mit Gunn nicht
Ganz ohne Material steht das Projekt nicht da. Die Serienschöpfer Alfred Gough und Miles Millar hätten etwas für ihn geschrieben, das „spektakulär” sei, so Rosenbaum. Mit Gunn, mit dem er befreundet ist, habe er darüber aber weder formell noch informell gesprochen. Er vermutet, dass DC Studios gerade beim Aufbau einer neuen Welt mit Superman und Supergirl keine zusätzliche Version derselben Figuren gebrauchen kann: „Vielleicht denken sie, wenn wir etwas mit Smallville machen, kollidiert das Neue mit dem Alten. Ich bin mir nicht sicher.”
Aufgeben will Rosenbaum die Idee trotzdem nicht, er rechnet nur in anderen Zeiträumen. Wenn der richtige Moment komme, werde er das Projekt vorstellen – „das kann in fünf Jahren sein”. Das ganze Ensemble wolle mitmachen, Gough und Millar ebenso, und er habe bereits Zeichnungen, wie die Animationsserie aussehen könnte. Jede Figur solle von ihrem früheren Darsteller gesprochen werden, und auch die „Freaks of the Week” will er zurückbringen, also die Gegner der Woche, die die frühen Staffeln prägten.
Für sich selbst schließt Rosenbaum eine Zukunft im DCU dagegen nicht aus. Er würde „nichts lieber” tun, als Teil dieser Welt zu sein, sagte er im selben Interview. Als Wunschrolle nennt er den Riddler, eine Figur, „die ausrasten kann”, ohne Lex Luthor zu sein. Ebenso gern würde er aber einen Helden spielen: In der Animationsserie Justice League hat er bereits The Flash gesprochen.
Welling: Poster fertig, grünes Licht fehlt
Wie weit die Pläne konkret sind, hatte zuvor Tom Welling verraten, der zehn Staffeln lang Clark Kent spielte. „Wir haben erste Entwürfe von einem Zeichner, wir haben sogar schon ein Poster, das wir natürlich nicht zeigen dürfen”, sagte Welling im Interview mit ScreenRant. „Aber die eigentliche Antwort ist: Warner Bros. muss uns grünes Licht geben.” Die erste Folge von „Smallville” war am 16. Oktober 2001 bei The WB gelaufen.
Die Idee, die Welling seit einigen Jahren gemeinsam mit Rosenbaum verfolgt, ist eine animierte Fortsetzung, in der die Darstellerinnen und Darsteller der Serie ihre Figuren wieder selbst sprechen. Jeder aus dem Ensemble, mit dem man darüber gesprochen habe, sei sofort dabei gewesen, sagt Welling. Heute moderieren die beiden gemeinsam den Podcast TalkVille, in dem sie die Serie Folge für Folge noch einmal ansehen.
Inhaltlich hat Welling eine klare Vorstellung: Die Geschichte solle relativ kurz nach dem Serienfinale von 2011 einsetzen und eine eigene Version dessen erzählen, was danach geschah. Ob es bei dieser Idee bleibe, wisse er allerdings nicht. Das eigentliche Hindernis liegt ohnehin woanders. Ohne die Erlaubnis von Warner Bros., die Marke zu nutzen, geht nichts – „und das ist bislang einfach nicht passiert”.
Die Fusion macht es nicht leichter
Schon vor der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount sei das Projekt „ein Kampf bergauf” gewesen, sagt Welling. Was die Fusion nun für die Fortsetzung bedeute, könne er nicht beurteilen. Aufgeben will er trotzdem nicht: „Wir kämpfen weiter. Wir sind optimistisch.” Wie es um die Übernahme steht, verfolgen wir in unserer Chronik zur Fusion von Paramount und Warner Bros.
Die Serienschöpfer Alfred Gough und Miles Millar klingen vorsichtiger. „Wir sagen niemals nie”, sagte Gough im Gespräch mit TheWrap zum Jubiläum. Mit den vielen Führungswechseln bei DC sei es aber „ein wenig knifflig”. Millar würde gern erzählen, wo die Figuren 25 Jahre später stehen, und ist überzeugt, dass das beim Publikum sehr gut ankäme. Nur ende jedes Gespräch darüber so wie immer bei dieser Serie: „Wir bekommen ein Nein.”
Ein Nein kennen die beiden aus der Entstehungszeit. Einen jungen Bruce Wayne und eine junge Wonder Woman hätten sie gern in die Serie geholt, beides sei jedes Mal verhindert worden. Selbst Lois Lane habe man ihnen zunächst nur für eine Handvoll Folgen zugestanden – Gough und Millar behielten sie trotzdem, ohne noch einmal zu fragen.
Welling hält sich das DCU offen
Eine Rückkehr in anderer Form schließt Welling ebenfalls nicht aus. Auf die Frage, ob er eine Rolle im DC-Universum von James Gunn annehmen würde, antwortete er, man tue sich keinen Gefallen, schon vorher Nein zu sagen. Ein gemeinsames Projekt mehrerer Superman-Darsteller nach dem Vorbild der Spider-Verse-Filme sei im vergangenen Jahr auf Conventions zwar Gesprächsthema gewesen, konkret geworden sei daraus aber nichts.
Dass ein Wiedersehen nicht abwegig ist, zeigt die jüngere Vergangenheit: 2019 schlüpfte Welling für das Arrowverse-Crossover Crisis on Infinite Earths noch einmal in die Rolle des Clark Kent. Den aktuellen Superman kennt er übrigens noch nicht. „Superman” steht auf seiner Liste, ansehen will er den Film aber erst, wenn seine beiden Söhne alt genug dafür sind.
Gough und Millar sind derweil mit anderem beschäftigt: Die dritte Staffel von „Wednesday” haben sie neun Monate lang in Irland gedreht. Für eine Rückkehr nach „Smallville” bräuchte es also nicht nur die Zusage von Warner Bros., sondern auch freie Kalender – und nach Rosenbaums Einschätzung womöglich einen Platz neben Gunns eigenem Superman.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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