Nein, Adria Arjona spielt nicht Wonder Woman
Seit April hält sich das Gerücht, Adria Arjona sei die neue Wonder Woman im DCU. Es stimmt nicht: Sie spielt Maxima in „Man of Tomorrow“ – und James Gunn hat Diana Prince für den Film ausdrücklich ausgeschlossen.
Es ist eines dieser Gerüchte, die sich nicht totkriegen lassen: Adria Arjona sei die neue Wonder Woman im DC Universe. Auch an diesem Wochenende tauchte es wieder auf – The Direct schrieb in einer Übersicht zur DCU-Justice-League von Gerüchten um Arjonas Rolle, die sich erst noch bestätigen müssten. Müssen sie nicht. Die Rolle ist seit April vergeben, und sie heißt nicht Diana Prince.
Woher das Gerücht kommt
Der Ursprung liegt in einer Lücke. Mitte April 2026 meldete der Hollywood Reporter, dass Arjona zur Besetzung von „Man of Tomorrow” stößt – aber ohne Rollennamen. Empire sprach von einer mystery role. Wenn eine bekannte Schauspielerin in einem großen Superheldenfilm besetzt wird und niemand sagt, als was, füllt das Netz die Leerstelle binnen Stunden selbst.
Die Ausgangslage machte den Kurzschluss besonders leicht. Schon im September 2025 kursierten Listen möglicher Wonder-Woman-Darstellerinnen für das neue DCU, auf denen Arjona neben Ana de Armas und Alexandra Daddario stand. Wer ein halbes Jahr später las, dass sie in einem Superman-Film mitspielt, hatte die Rechnung fertig im Kopf – und verbreitete sie weiter.
Was tatsächlich gilt
Die Lücke war nur wenige Tage offen. Am 20. April 2026 meldeten Deadline und Variety übereinstimmend, welche Figur Arjona übernimmt: Maxima. Seitdem ist die Rolle kein Gerücht mehr, sondern eine reguläre Besetzungsmeldung – sie steht in jeder Cast-Übersicht zum Film.
James Gunn hatte der Wonder-Woman-Deutung ohnehin schon vorher den Boden entzogen und Diana Prince für „Man of Tomorrow” ausdrücklich ausgeschlossen. Arjona reiht sich stattdessen in ein Ensemble ein, zu dem David Corenswet als Superman, Nicholas Hoult als Lex Luthor, Rachel Brosnahan als Lois Lane, Lars Eidinger als Brainiac, Isabela Merced als Hawkgirl, Nathan Fillion als Guy Gardner und Edi Gathegi als Mister Terrific gehören.
Inzwischen ist der Film abgedreht. Der US-Start ist für den 9. Juli 2027 angesetzt, ein deutscher Termin steht noch aus – wo der Film im Gesamtplan des Universums steht, zeigt unsere Reihenfolge der DCU-Filme. Bis dahin bleibt reichlich Zeit, das Gerücht ein weiteres Dutzend Mal neu aufzuwärmen.
Wer ist Maxima?
Maxima ist die Kriegerkönigin des Planeten Almerac. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1990 in Action Comics #645 – und damit in einem Superman-Heft, was ihre Aufnahme in einen Superman-Film deutlich naheliegender macht als jede Amazonenprinzessin.
Ihre Prämisse in den Comics ist so schlicht wie unangenehm: Maxima sucht einen ebenbürtigen Partner, um die Herrschaft über ihr Reich zu sichern, kommt zur Erde und nimmt Superman ins Visier. Dass er kein Interesse hat, hält sie nicht auf. An Kämpfen mangelt es in dieser Konstellation nicht: Maxima verfügt über übermenschliche Stärke, kann fliegen und beherrscht Telepathie und Telekinese.
Für einen Superman-Film ist das eine dankbare Figur. Maxima ist keine klassische Weltzerstörerin, sondern eine Gegnerin, die Superman persönlich angeht – und die ihm körperlich gewachsen ist. Spätere Comic-Runs haben sie mehrfach die Seiten wechseln lassen, unter anderem als Mitglied der Justice League Europe.
Warum das Gerücht trotzdem nicht stirbt
Weil die Frage dahinter offen ist. Wonder Woman hat im DCU bislang weder eine Darstellerin noch einen Termin. Gunn hat das Reboot zwar als Priorität bezeichnet, und mit Paradise Lost ist eine Serie rund um Themyscira angekündigt – ein Startdatum gibt es für beides nicht.
Solange diese Leerstelle besteht, wird jede weibliche Neubesetzung im DCU reflexhaft zur Kandidatin erklärt. Das sagt wenig über die jeweilige Rolle und viel darüber, worauf das Publikum eigentlich wartet. Bei Adria Arjona ist die Antwort seit vier Monaten bekannt – sie heißt Maxima.
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