Man of Tomorrow ist abgedreht: Gunn dementiert Stillstand im DCU

Man of Tomorrow ist abgedreht: Gunn dementiert Stillstand im DCU Warner Bros.
scifiscene.de bei Google bevorzugen

James Gunn hat den Dreh zum Superman-Sequel „Man of Tomorrow“ abgeschlossen – und am selben Tag klargestellt, dass die Paramount-WBD-Fusion kein DCU-Projekt auf Eis legt. Auch der Brave-and-the-Bold-Batman läuft weiter.

James Gunn hat am Dienstagabend das Ende der Hauptdreharbeiten zu „Man of Tomorrow” gemeldet. „That’s a wrap on principal photography for Man of Tomorrow”, schrieb der Chef der DC Studios auf Threads und sprach von einer wahrhaft freudvollen Erfahrung, für die er seinem Cast und seiner Crew immens dankbar sei; Deadline berichtete darüber. Damit ist der vierte Kinofilm des neuen DC Universe im Kasten — knapp elf Monate vor dem US-Start am 9. Juli 2027.

Wenige Stunden zuvor hatte Gunn auf derselben Plattform mit Gerüchten aufgeräumt, die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery lege die DCU-Entwicklung lahm. Auf die Frage eines Fans nach dem Stand der Projekte antwortete er knapp, nichts liege auf Eis. Beides zusammen ist die deutlichste Ansage seit Wochen, dass Gunns Universum trotz der Konzernlage nach Plan läuft.

Der Dreh ist durch — und das Ensemble ist gewachsen

Gedreht wurde seit dem Sommer. David Corenswet kehrt als Clark Kent zurück, Rachel Brosnahan als Lois Lane, Nicholas Hoult als Lex Luthor. Lars Eidinger spielt Brainiac — der deutsche Schauspieler hat damit die prominenteste Rolle inne, die das DCU bislang nach Europa vergeben hat. Dazu kommen Skyler Gisondo als Jimmy Olsen, Sara Sampaio als Eve Teschmacher, Isabela Merced als Hawkgirl, Nathan Fillion als Guy Gardner, Edi Gathegi als Mister Terrific und Adria Arjona als Maxima.

Zwei Zugänge sind für den Fahrplan besonders aufschlussreich. Aaron Pierre, der in der Serie „Lanterns” John Stewart spielt, wechselt für den Film auf die große Leinwand — die Serie ist damit kein Nebengleis, sondern Zulieferer. Und Xolo Maridueña ist als Blue Beetle zurück, zum ersten Mal seit dem gleichnamigen Film von 2023. Den Drehschluss dokumentierte Gunn mit zwei Bildern: Nicholas Hoult, der nach der letzten Einstellung in einen See sprang, und dem Kreativteam am Video Village.

Kein Stillstand beim Brave-and-the-Bold-Batman

Die zweite Meldung des Tages betrifft einen anderen Film. Ein Nutzer hatte einen Screenshot geteilt, demzufolge Regisseur Andy Muschietti gesagt haben soll, die Arbeit am Batman-FilmThe Brave and the Bold” liege wegen der Fusion auf Eis. Gunn wies das zurück: Das klinge nicht nach etwas, das Andy gesagt hätte, und das Projekt liege in keiner Weise auf Eis. Christina Hodson schreibt weiterhin das Drehbuch, Muschietti soll inszenieren.

Der Film gehört zu dem Plan, den Gunn und Peter Safran nach ihrer Übernahme der DC Studios 2022 unter dem Titel DCU Chapter One: Gods and Monsters vorgestellt haben. Erzählt wird von Batman und seinem Sohn Damian Wayne als Robin, der von seiner Verwandtschaft mit dem Dunklen Ritter nichts weiß — ausdrücklich getrennt von Matt Reeves’ eigener Batman-Reihe. Dass „Lanterns” schon in der Auftaktfolge Gotham City erwähnt, weil Kelly Macdonalds Kerry Kane von dort stammt, gilt als Vorarbeit für genau diesen Film.

Was das für den DCU-Fahrplan heißt

Die Einordnung fällt leichter, wenn man sieht, wovon Gunn sich hier abgrenzt. Mitte August hatte DC zwei Serienprojekte gestrichen und zwei Pitches abgelehnt, was die Frage aufwarf, wie viel von diesem Universum nach „Man of Tomorrow” überhaupt noch geplant ist. Das Dementi beantwortet die Frage nicht vollständig — gestrichen bleibt gestrichen —, aber es nimmt der Fusion die Rolle des Sündenbocks für alles, was gerade nicht vorangeht.

Offen bleibt der deutsche Starttermin. Bislang steht nur der US-Start am 9. Juli 2027 fest; Warner Bros. Deutschland terminiert Sommertitel erfahrungsgemäß erst neun bis zwölf Monate vorher. Bis dahin führt der Weg durch eine lange Postproduktion — und über die Frage, welche der angekündigten Projekte den Fusionsprozess tatsächlich unbeschadet überstehen. Für „Man of Tomorrow” selbst ist diese Frage seit Dienstagabend ein Stück weit beantwortet: Was abgedreht ist, lässt sich schwerer stoppen als was noch im Drehbuchstadium steckt.

Bei Google bevorzugen scifiscene.de bei Google bevorzugen Lege uns als bevorzugte Quelle fest – und sieh unsere Sci-Fi-News bei Google-Suchen ganz oben. Jetzt bevorzugen

Darum geht's