Tom Holland verdient über 100 Millionen Dollar an Spider-Man: Brand New Day
Über 100 Millionen US-Dollar für einen einzigen Film: Tom Hollands Gage für „Spider-Man: Brand New Day“ besteht aus mindestens 20 Millionen Grundgage und einer Beteiligung ohne Obergrenze.
Es ist eine der größten Schauspielergagen, die Hollywood in den vergangenen Jahren gezahlt hat: Tom Holland wird für „Spider-Man: Brand New Day” nach Informationen von TheWrap mehr als 100 Millionen US-Dollar verdienen. Der Betrag setzt sich aus einer Grundgage von mindestens 20 Millionen Dollar und einer Gewinnbeteiligung zusammen, die nach oben offen ist.
Möglich macht das der Lauf des Films. „Spider-Man: Brand New Day” ist am 29. Juli 2026 in den deutschen Kinos gestartet und hat am vergangenen Wochenende – in der dritten Kinowoche – weltweit die Marke von zwei Milliarden Dollar überschritten. Sony wollte sich auf Anfrage von TheWrap grundsätzlich nicht zu Darstellergagen äußern, Hollands Vertretung reagierte nicht auf eine Anfrage.
20 Millionen Grundgage und ein Bonus ohne Obergrenze
Drei mit dem Vertrag vertraute Personen beschreiben gegenüber TheWrap dieselbe Struktur: Holland habe vorab mindestens 20 Millionen Dollar erhalten, zehn Millionen mehr als für seinen letzten Spider-Man-Einsatz. Dazu kommt eine Beteiligung am Einspielergebnis, die erst mit steigenden Kinoeinnahmen greift und deshalb den weitaus größeren Teil der Summe ausmacht.
Der entscheidende Punkt steht im Kleingedruckten: Diese Beteiligung ist nicht gedeckelt. Es gibt also keine Obergrenze dafür, wie viel am Ende zusammenkommt. Holland werde „mindestens” 100 Millionen Dollar verdienen, sagte eine der Quellen TheWrap – wie weit die Summe darüber hinaus wachsen könnte, ließ sie offen. Nötig wurde der Sprung, weil Hollands alter Vertrag mit „Spider-Man: No Way Home” ausgelaufen war und für den vierten Solofilm komplett neu verhandelt werden musste. Ausgehandelt haben ihn seine WME-Agenten Andrew Dunlap, James Farrell und Liam Buckley zusammen mit dem Anwalt Robert Offer.
Von 250.000 Dollar auf über 100 Millionen
Hollands Gagenkurve liest sich wie eine kleine Chronik des MCU. Für seinen ersten Auftritt als Peter Parker in „The First Avenger: Civil War” bekam er 2016 gerade einmal 250.000 Dollar. Für „Spider-Man: Homecoming” waren es ein Jahr später 500.000 Dollar, für „Spider-Man: Far From Home” 2019 dann vier Millionen.
Mit „Spider-Man: No Way Home” stieg die Gage 2021 auf zehn Millionen Dollar – und liegt nun beim Doppelten plus Beteiligung. Der ursprüngliche Vertrag war ein Sechs-Filme-Deal: drei Solofilme bei Sony, dazu mehrere Auftritte in Filmen der Marvel Studios. Wie ertragreich die Marvel-Boni sein können, hat 2024 ausgerechnet der Schauspieler Tom Hollander erzählt. Bei „Late Night with Seth Meyers” berichtete er, versehentlich einen für Holland bestimmten Scheck erhalten zu haben – es war nicht dessen Gage, sondern nur die erste von mehreren Box-Office-Beteiligungen für „Avengers: Infinity War”, und die schlug bereits siebenstellig zu Buche.
Der neue Robert Downey Jr.
Der Vergleich, den die Branche selbst zieht, ist eindeutig. „Er ist der neue Robert Downey Jr.”, zitiert TheWrap einen ranghohen Medienmanager. Die Parallele trägt: Robert Downey Jr. bekam für „Iron Man” 500.000 Dollar, für „Iron Man 3” zehn Millionen Grundgage plus Beteiligung – am Ende rund 50 Millionen. Für „Avengers: Infinity War” und „Avengers: Endgame” zusammen kam er auf über 100 Millionen Dollar, dazu zehn Millionen für keine zehn Minuten Leinwandzeit in „Spider-Man: Homecoming”.
Ähnlich verlief es bei Scarlett Johansson, die für „Iron Man 2” noch 400.000 Dollar erhielt und für „Black Widow” 20 Millionen vorab; ihr Rechtsstreit mit Disney über die parallele Streaming-Auswertung endete mit einem Vergleich über 40 Millionen Dollar. Chris Hemsworth soll für „Thor: Love and Thunder” rund 20 Millionen bekommen haben. Bemerkenswert an Hollands Zahl ist deshalb weniger die Höhe als der Zeitpunkt: Sie entsteht in einer Phase, in der die Begeisterung für Superheldenfilme insgesamt spürbar nachgelassen hat.
Wie es mit Hollands Spider-Man weitergeht
Mit sieben Auftritten ist Hollands Peter Parker die langlebigste Kinofassung der Figur. „Spider-Man: Brand New Day” von Regisseur Destin Daniel Cretton bekam die besten Kritiken, die ein Marvel-Film seit Jahren gesammelt hat, und der 30-Jährige hatte im Vorfeld mehrfach betont, die Reihe erwachsener und persönlicher erzählen zu wollen. 2026 war ohnehin sein Jahr: Auch Christopher Nolans „Die Odyssee”, in der er mitspielt, wurde ein weltweiter Erfolg.
Offen ist, wie es weitergeht. Marvel-Chef Kevin Feige, Sony-Chef Tom Rothman und Holland selbst haben sich mehrfach zuversichtlich geäußert, die Figur über „Spider-Man: Brand New Day” hinaus fortzuführen. Ob weitere Filme vertraglich bereits festgezurrt sind, ist allerdings nicht bekannt – sollten sie es nicht sein, hätte Holland nach diesem Ergebnis eine denkbar starke Verhandlungsposition. Der nächste MCU-Kinofilm ist ohnehin ein anderer: „Avengers: Doomsday” startet am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos.
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