Avengers Doomsday: Warum Dr. Doom die Thanos-Rolle braucht

Avengers Doomsday: Warum Dr. Doom die Thanos-Rolle braucht Disney

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22.06.2026 10:52 Uhr

Das MCU steht am Scheideweg. Um das Multiversum-Epos zu retten, muss Robert Downey Jr. als Doctor Doom genau das tun, was Thanos einst so genial machte.

In sechs Monaten startet „Avengers: Doomsday” in den Kinos und bringt Charaktere wie Thor, Captain America, Steve Rogers und die Fantastic Four zurück. Doch alle Augen richten sich auf das MCU-Debüt eines der ikonischsten Marvel-Schurken überhaupt: Doctor Doom. Gespielt von Robert Downey Jr., bedroht er nicht nur unser Universum, sondern das gesamte Multiversum. Für die Marvel Studios steht extrem viel auf dem Spiel.

Nach den Ereignissen aus „Avengers: Endgame” durchlebte das Franchise ein ständiges Auf und Ab. Erfolge wie „Spider-Man: No Way Home” und „Deadpool & Wolverine” wurden durch Enttäuschungen wie „The Marvels” und „Captain America: Brave New World” neutralisiert. Das MCU braucht dringend einen massiven Hit. Der Schlüssel dazu liegt in der Rezeption des neuen Antagonisten. Ein Blick auf „Avengers: Infinity War” und Josh Brolins Thanos zeigt Dir genau, wie dieser Rettungsplan aussehen muss.

Thanos als heimlicher Hauptdarsteller

Der gewaltige Erfolg von „Avengers: Infinity War” ist untrennbar mit seinem Bösewicht verknüpft. Der Film nahm sich die nötige Zeit, um dem Publikum die Motivation des Titanen verständlich zu machen. Obwohl Thanos fehlgeleitet war, wirkten seine Absichten beinahe gut gemeint.

Hatte Thanos am Ende vielleicht doch recht?

Diese Frage zirkulierte nach dem Kinostart unaufhörlich in der Community. Indem die Russo-Brüder Thanos ins Zentrum der Handlung rückten, lösten sie ein massives erzählerisches Problem. Statt ewig präsente Helden in den Fokus zu stellen, nutzten sie den Schurken als Bindeglied. Tony Stark und Steve Rogers trafen in dem Film nicht einmal aufeinander, doch dank Thanos steuerten beide Handlungsstränge unaufhaltsam auf dasselbe Ziel zu. Er verlieh dem Crossover einen klaren Fokus und hielt das gigantische Konstrukt zusammen.

Warum Doomsday exakt diese Blaupause braucht

„Avengers: Doomsday” steht vor einer noch gewaltigeren Herausforderung. Diesmal kollidiert nicht nur ein Universum, sondern das gesamte Multiversum. Zu den etablierten Helden stoßen Figuren aus den alten Fox-Filmen, die vor über 25 Jahren in „X-Men” ihr Debüt feierten – darunter Cyclops, Mystique, Professor X und Magneto.

Auch auf der Erde herrscht Chaos. Eine vereinte Avengers-Truppe existiert nicht mehr. Stattdessen zersplittern sich die Helden in Gruppen wie die New Avengers (die Thunderbolts) und Sam Wilsons offizielles Team. Diese Spaltung spielt Doctor Doom strategisch in die Karten, droht aber gleichzeitig, die Handlung des Films zu überladen.

Genau hier musst Du Dooms erzählerische Funktion betrachten: Er muss der Ankerpunkt der Story werden. Wie Thanos kann er die völlig unterschiedlichen Helden-Fraktionen und Multiversums-Gäste durch seine reine Präsenz verbinden. Robert Downey Jr. als neuer Schurke bietet den Regisseuren eine weiße Leinwand. Wenn sie ihn zum echten Hauptdarsteller von „Avengers: Doomsday” machen, erhält das MCU genau die Originalität und den dynamischen Vorwärtsdrang zurück, den es jetzt so dringend benötigt.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
16.12.2026
Regisseur/in
Joe Russo
Anthony Russo
Drehbuch
Michael Waldron
Stephen McFeely