„Es ist im Kasten“: Skyler Gisondo meldet Drehschluss für die DCU-Serie „The People v. Gorilla Grodd“
Die Dreharbeiten zur DCU-Serie „The People v. Gorilla Grodd“ sind beendet. Jimmy-Olsen-Darsteller Skyler Gisondo sagte im Interview mit Collider, man habe vor ein paar Wochen abgedreht. Ein Starttermin fehlt weiterhin.
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Die Dreharbeiten zur DCU-Serie „The People v. Gorilla Grodd” sind abgeschlossen. „Wir sind fertig. Wir haben vor ein paar Wochen abgedreht – es ist im Kasten”, sagte Jimmy-Olsen-Darsteller Skyler Gisondo im Interview mit Collider.
Damit ist die nächste Realserie aus James Gunns DC-Universum abgedreht. Gedreht wurde seit Anfang September; nimmt man Gisondos Angabe beim Wort, fiel die letzte Klappe also um Mitte Oktober.
Was Gisondo verrät – und was nicht
Zu Handlung oder Gastauftritten wollte Gisondo nichts sagen. Stattdessen lobte er die beiden Serienschöpfer Dan Perrault und Tony Yacenda, die mit der Netflix-Mockumentary American Vandal bekannt wurden: Sie seien „die perfekten Leute für den Job”, die erste Staffel von American Vandal sei für ihn eine „Zehn von zehn”. Die Serie sei „ein Zugang zu dieser Welt, den wir so noch nicht gesehen haben”.
Viel mehr ist über die Dreharbeiten bislang nicht offiziell bekannt. Setaufnahmen hatten im September Wahlplakate eines alten Smallville-Schurken gezeigt (wir berichteten), dazu kam die Besetzung von Sara Gilbert als Journalistin. HBO Max und DC Studios haben sich zum Drehschluss bislang nicht selbst geäußert.
Was der Drehschluss für den Start bedeutet
Einen Starttermin gibt es weiterhin nicht. Die wichtigste Wegmarke hat James Gunn selbst gesetzt: Auf Threads schrieb er im September, die Serie spiele in der DCU-Zeitlinie nach „Man of Tomorrow” und werde auch erst danach erscheinen. Der zweite Superman-Film startet am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos.
Vor Sommer 2027 ist mit „The People v. Gorilla Grodd” damit nicht zu rechnen – das ist unsere Schlussfolgerung aus Gunns Aussage, kein angekündigter Termin. Ob die Serie in Deutschland parallel bei HBO Max startet, ist ebenfalls noch offen.
Bloys im September: „Nicht im Moment” – nur Grodd ist in Entwicklung
Im September hatte Casey Bloys, Chairman und CEO von HBO und HBO Max, im Interview mit Deadline klargestellt, dass die Serie zu diesem Zeitpunkt die einzige Realserie aus Gunns DC-Universum war, an der aktiv gearbeitet wurde. Gefragt nach dem spürbar ausgedünnten DC-Serienplan verwies Bloys auf den Unterschied zwischen Entwicklung und Bestellung. Man lese über Projekte in der Entwicklung und halte sie fälschlich für bestellte Serien, sagte er; dasselbe Muster habe es schon rund um „Game of Thrones” gegeben.
Entwicklung heiße, dass man Dinge ausprobiere und große Schwünge wage – und dass eben nicht alles durchkomme. Auf die Nachfrage, ob sonst noch etwas in Arbeit sei, antwortete er knapp: nicht im Moment, man habe Gorilla Grodd, und dort werde gerade erst mit dem Dreh begonnen.
Was Bloys’ Satz nicht bedeutet
Die Aussage bezog sich erkennbar auf Realserien. Parallel arbeitet HBO Max an einer zweiten Staffel von „Creature Commandos” mit Dean Lorey als Showrunner, und eine Animationsserie um Mister Miracle ist mit Comic-Autor Tom King als Showrunner bestätigt. Beides sind Zeichentrickprojekte und fallen damit nicht unter das, was Bloys hier abgefragt wurde.
Als Bilanz führte Bloys die Reihe von Watchmen über Peacemaker und The Penguin bis „Lanterns” an und nannte den Ansatz seines Hauses sehr selektiv: Man sei vorsichtig mit dem, was man mache – man solle auf das schauen, was grünes Licht bekomme, nicht auf das, was in Entwicklungsmeldungen auftauche.
Vom Casting zur Serienbestellung
Den Titelschurken hatte die Serie schon im Juli gefunden: Jimmy Tatro übernimmt die Rolle von Gorilla Grodd. Das berichtete Deadline; bestätigt wurde das Casting am 15. Juli 2026, auch DC-Chef James Gunn äußerte sich öffentlich dazu. Tatro wurde vor allem durch American Vandal bekannt und war unter anderem in 22 Jump Street und zuletzt in Scream 7 zu sehen.
Am 4. August 2026 meldete Deadline exklusiv den nächsten Casting-Schritt: Mary Holland ist als weibliche Hauptrolle an Bord und spielt eine Figur namens Sandra. Holland ist vor allem aus der Comedy bekannt, sie schrieb und spielte in Happiest Season und gehört zum Ensemble der Sitcom Ghosts. Die Hintergründe zur Entstehung der Serie unter dem Arbeitstitel „DC Crime” findest du in unserer ersten Übersicht.
Acht Folgen, das halbe Superman-Ensemble
Am 21. August 2026 hat HBO Max die Serie offiziell bestellt – als Straight-to-Series-Order über acht halbstündige Episoden, unter dem Titel The People v. Gorilla Grodd. Die Logline: Ein superintelligenter Affe wird für den Mord an seinem Vater verurteilt, dem König von Gorilla City. In einer achtteiligen „True”-Crime-Doku rollt Daily-Planet-Fotograf Jimmy Olsen den Fall neu auf und fragt, ob Grodd in einem der berühmtesten Mordprozesse von Metropolis zu Unrecht verurteilt wurde.
Neben Gisondo und Tatro wiederholen drei weitere Darsteller aus „Superman” ihre Rollen: Beck Bennett als Sportreporter Steve Lombard, Mikaela Hoover als Cat Grant und Wendell Pierce als Chefredakteur Perry White. Neu dazu kommen Eduardo Franco, Arian Moayed, Andrew Leeds, Tim Baltz und Dan Perrault, der zugleich gemeinsam mit Tony Yacenda Showrunner ist. Yacenda inszeniert alle acht Folgen; James Gunn und Peter Safran produzieren.
Ein Nebenschauplatz, kein Franchise-Baustein
Yacenda und Perrault beschreiben ihren Ansatz selbst als Gegenentwurf zum üblichen Universums-Bauen: Die Serie solle sich weniger wie ein Eintrag ins DCU anfühlen als wie ein Artefakt daraus – eine Daily-Planet-Dokumentation, gemacht für die Menschen von Metropolis. Gunn und Safran begründeten die Bestellung mit dem Eindruck aus dem Kinofilm: Die Chemie des Daily-Planet-Ensembles habe eine Welt eröffnet, in der sich die dunkleren und komischeren Seitenstraßen des DCU erkunden ließen.
Dass ausgerechnet die kleinste, schrägste Idee des Slates grünes Licht bekam, während DC Studios eine Amanda-Waller-Serie und ein Wonder-Woman-Prequel aus der Entwicklung nahm, sagt einiges über die Richtung, die Gunn und Safran im Fernsehen einschlagen. Mit dem Drehschluss ist die Serie nun in der Postproduktion.
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