Godzilla Minus Zero: Erste Reaktionen feiern die Fortsetzung als Meisterwerk

Godzilla Minus Zero: Erste Reaktionen feiern die Fortsetzung als Meisterwerk TOHO
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Nach der Premiere beim New York Film Festival überschlagen sich die ersten Stimmen zu Godzilla Minus Zero. Dazu kommt ein Novum: das erste R-Rating der Reihe. Deutscher Kinostart ist der 5. November.

Die ersten Stimmen zu „Godzilla Minus Zero” sind da – und sie überschlagen sich. Nach der Pressevorführung beim New York Film Festival feiern Kritiker und Journalisten die Fortsetzung von Takashi Yamazaki als „wahrhaft epische Kinoleistung” und „überwältigende Errungenschaft des Kaiju-Kinos”, wie Variety zusammenträgt. Mehrere schreiben, der Film habe sie zum Weinen gebracht.

Neu ist dabei ein Detail, das bislang nicht bekannt war: In den USA trägt der Film ein R-Rating, und laut Variety enthält er die ersten Action-Sequenzen dieser Freigabestufe in der langen Geschichte der Reihe. Der deutsche Kinostart bleibt der 5. November 2026.

Was die ersten Reaktionen sagen

Der Tenor ist bemerkenswert einheitlich: Yamazaki habe die Größe noch einmal gesteigert, ohne das Menschliche zu verlieren, das „Godzilla Minus One” getragen hat. Mehrere Stimmen heben hervor, dass der Film trotz des Spektakels vor allem ein Familiendrama um die Shikishimas sei, das Themen wie Trauma und endlose Kreisläufe von Krieg und Hass verhandle. Ein Kritiker nennt den Film in einem Atemzug mit „Terminator 2 - Tag der Abrechnung” und „The Dark Knight” als eine der größten Fortsetzungen überhaupt.

Andere loben vor allem Tricktechnik und Bildgewalt. Es sei erstaunlich, wie gut diese Filme bei einem Bruchteil des Budgets heutiger Blockbuster aussähen, heißt es; der „König der Monster” habe nie so gewaltig ausgesehen und geklungen. Die Filmseite JoBlo fordert sogar eine Nominierung als bester Film und vergleicht das Verhältnis der beiden Teile mit dem von „Der Pate” und „Der Pate 2”. Das sind erste Eindrücke nach einer Vorführung, keine ausführlichen Kritiken – aber selten fallen sie so geschlossen aus.

Worum es geht

Die Handlung setzt laut offizieller Beschreibung 1949 ein, zwei Jahre nach den Ereignissen von „Godzilla Minus One”, und erzählt die Geschichte der Familie Shikishima weiter, die sich einer neuen Katastrophe stellen muss. Godzilla ist diesmal noch größer, und die Geschichte greift laut Variety über Japan hinaus: Das Monster zieht bis nach New York. Wieder dabei sind Ryunosuke Kamiki und Minami Hamabe.

Ob der Film tatsächlich einen zweiten Kaiju zeigt, wie es der Trailer nahelegt, verraten die ersten Reaktionen nicht – die Frage bleibt bis zum Kinostart offen. Ein paar Kandidaten, die sich anbieten, stellen wir weiter unten vor.

Der erste lange Trailer ist da

Toho und der US-Verleiher GKIDS haben den ersten vollen Trailer zu „Godzilla Minus Zero” veröffentlicht. Nach zwei sehr kurzen Teasern zeigt er endlich, worauf der Film hinausläuft: Er beginnt mit der Bestätigung, dass Godzilla am Ende von „Godzilla Minus One” eben nicht vollständig vernichtet wurde, und wirft danach einen ersten Blick auf eine neue, groß angelegte Operation zur Ausrottung des Monsters. Erzählt wird ab 1949, zwei Jahre nach dem ersten Teil – Koichi Shikishima und Noriko kümmern sich inzwischen um die Waise Akiko, als die nächste Katastrophe über das Land hereinbricht.

Für Fans der Reihe steckt die eigentliche Sensation aber im Hintergrund. Schon der Teaser hatte vor einer neuen Bedrohung gewarnt und Effekte gezeigt, die stark nach Anti-Gravitation aussahen – einer Fähigkeit, die Godzilla nicht besitzt. Der volle Trailer legt nach: Empire weist auf drei Details hin, die zusammengenommen schwer zu ignorieren sind. Goldene Blitze, wie sie im Franchise fest zu einer ganz bestimmten Figur gehören. Ein Satz aus dem Off, der sinngemäß klarstellt, dass hier nicht von Godzilla die Rede ist. Und schließlich jener markante, kreischende Schrei, der sich deutlich vom Brüllen der Riesenechse unterscheidet. Alles deutet auf King Ghidorah hin – bestätigt hat Toho das bislang nicht.

Technisch fährt Yamazaki ebenfalls schwereres Geschütz auf als beim Vorgänger. „Godzilla Minus Zero” wurde vollständig in Japan gedreht und ist die erste japanische Produktion überhaupt, die das Prädikat Filmed for Imax trägt: aufgenommen mit von Imax zertifizierten Digitalkameras, Bild und Ton eigens für Imax-Säle abgemischt. Der Trailer spielt das aus und wechselt mitten in der Zerstörung das Bildformat, damit Godzilla den höheren Rahmen komplett ausfüllt.

Godzilla Minus Zero – Offizieller Trailer

Diese Namen sind neu im Cast

Zusammen mit dem Trailer hat Toho mehrere Neuzugänge bestätigt. Masami Nagasawa übernimmt die Rolle der Wetterprognostikerin Makoto Aoyama, die dem Katastrophenschutz zugeteilt wird. Jun Kunimura, hierzulande vor allem aus „Kill Bill: Volume 1” bekannt, spielt Dr. Ogata. Und Ko Maehara ist als Akira Hagiwara zu sehen, dem Assistenten von Professor Murakami – den Biologen wiederum verkörpert Min Tanaka.

Dazu kommt eine Rückkehr aus dem ersten Teil: Motosuke Iida ist erneut als Akio Itagaki dabei, der Abteilungsleiter von Toyo Balloon, der schon in „Godzilla Minus One” an der Bekämpfung des Monsters beteiligt war. Komplettiert wird die Riege der Neuzugänge von Kenji Misuhashi, Eita Okuno und Kai Inowaki. Die Hauptdarsteller des Vorgängers – Ryunosuke Kamiki, Minami Hamabe, Hidetaka Yoshioka, Yuki Yamada, Kuranosuke Sasaki und Sakura Ando – waren bereits zuvor bestätigt.

Beendet ist die Rätselei damit nicht, im Gegenteil. Zwar tippen viele Fans nach diesen Hinweisen sofort auf King Ghidorah, der zuletzt in „Godzilla II: King of the Monsters” wütete, doch Toho hat noch ganz andere Asse im Ärmel. Wir präsentieren dir sechs furchterregende Kaiju, die nach über 20 Jahren Leinwand-Abstinenz ein grandioses Comeback verdienen.

6. Hedorah – Der toxische Schleim

Das sogenannte Smog-Monster Hedorah frisst Umweltverschmutzung und verkörpert die von Menschen gemachte Zerstörung auf der Erde. Bereits in Godzilla vs. Hedorah (1971) musste Godzilla diesen außerirdischen, schleimigen Feind gnadenlos beseitigen. Seinen letzten kurzen Auftritt hatte Hedorah in „Godzilla: Final Wars”. Ein Auftritt in der kommenden Fortsetzung würde das klassische Toho-Thema der menschlichen Hybris absolut perfekt aufgreifen.

5. Anguirus – Der erste Rivale

Wusstest du, dass Anguirus das allererste Monster war, gegen das Godzilla jemals antrat? Der ankylosaurus-artige Kaiju feierte sein Debüt im Sequel Godzilla Raids Again (1955). Später wandelte Toho ihn in Filmen wie Destroy All Monsters (1968) zum treuen Verbündeten um. Sollte „Godzilla Minus Zero” ein befreundetes Monster einführen, wäre Anguirus die ideale Wahl für ein episches, brutales Team-up.

4. Varan – Die fliegende Gefahr

Seit Varan the Unbelievable (1958) treibt dieses vielseitige Biest sein Unwesen. Varan schwimmt rasant durch Ozeane und gleitet wie ein Flughörnchen durch die Lüfte. Obwohl er offiziell in das Franchise aufgenommen wurde, beschränkt sich seine Live-Action-Beziehung zu Godzilla auf einen bloßen Cameo-Auftritt. Ein direktes Duell gab es nie! Varan würde den König der Monster vor eine enorme Herausforderung stellen, da er sich in keinem Element im Nachteil befindet.

3. Titanosaurus – Der missverstandene Gigant

Ein kreativer Außenseiter für das neue Sequel ist Titanosaurus. In Terror of Mechagodzilla (1975) trat er als gefährlicher Feind auf, obwohl das aquatische Wesen eigentlich friedlich am Meeresgrund Fische fraß, bis finstere Schurken es per Gedankenkontrolle in eine lebende Waffe verwandelten. Genau dieser tragische Ansatz passt hervorragend zur düsteren Tonalität der aktuellen Filme. Vielleicht mutiert er durch nukleare Strahlung und gerät so unweigerlich ins Fadenkreuz von Godzilla?

2. Gigan – Die kybernetische Kettensäge

Er zersägt seine Gegner und teilt extrem brutal aus: Gigan ist einer der beliebtesten Schurken der Reihe, war aber seltsamerweise nie der Hauptantagonist eines Films. Mit seinen hakenförmigen Klingen und der furchteinflößenden Bauch-Säge fügte er in Godzilla vs. Gigan (1972) Godzilla massiven Schaden zu und brachte ihn als erstes Monster überhaupt zum Bluten! Ein moderner Showdown zwischen Godzilla und einem visuell aufgewerteten Gigan würde im Kino garantiert für offene Kinnladen sorgen.

1. Biollante – Das genetische Trauma

Sollte King Ghidorah nicht auftauchen, gilt Biollante als absoluter Top-Kandidat. Das gigantische Pflanzen-Kaiju aus Godzilla vs. Biollante (1989) besticht durch eine extrem tragische Origin-Story: Sie entstand aus der DNA einer Rose, den mutierten Genen von Godzilla und der verstorbenen Tochter eines Wissenschaftlers. Das Ende von „Godzilla Minus One” zeigte einen ominösen schwarzen Fleck auf Norikos Hals. Könnte diese genetische Verbindung im Sequel tatsächlich die furchterregende Wiedergeburt von Biollante einläuten?

Weltpremiere in New York – und der deutsche Kinostart

Seine erste öffentliche Vorführung hatte „Godzilla Minus Zero” beim New York Film Festival, als Spotlight-Gala-Beitrag am 26. September 2026 in der Alice Tully Hall. Für einen japanischen Monsterfilm ist ein Gala-Slot beim NYFF alles andere als selbstverständlich. Yamazaki hatte vorab erklärt:

Es ist mir eine große Ehre, unseren Film an einem Ort von solcher Geschichte und Bedeutung zum ersten Mal einem weltweiten Publikum zu zeigen.

Der reguläre Kinostart folgt Anfang November: In Japan läuft der Film ab dem 3. November 2026, wo er zugleich das Herzstück des Tokyo International Film Festival bildet. In Deutschland startet er am 5. November 2026 über Plaion Pictures, Nordamerika folgt am 6. November.

Die Erwartungen waren schon vor den ersten Reaktionen hoch. „Godzilla Minus One” spielte mit einem vergleichsweise winzigen Budget rund 116 Millionen Dollar weltweit ein und ist der erfolgreichste japanische Godzilla-Film. 2024 gewann Yamazaki mit seinem Effekt-Team den Oscar für die besten visuellen Effekte. Yamazaki hatte schon im Januar 2024 angekündigt, bei einem weiteren Film höchstwahrscheinlich ein feindliches Monster einzubauen – das macht die offene Kaiju-Frage umso spannender.

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