Iron Man: Terrence Howard erklärt MCU-Aus durch Gewaltandrohung

Iron Man: Terrence Howard erklärt MCU-Aus durch Gewaltandrohung Marvel

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10.03.2026 09:00 Uhr

Marvel-Drama: Terrence Howard verrät nach 18 Jahren, wie eine Gewaltandrohung und Gehaltsstreits ihn die MCU-Rolle als War Machine kosteten.

Erinnerst du dich an den umjubelten Start des Marvel Cinematic Universe? Als „Iron Man” in die Kinos kam, rechnete niemand mit der erfolgreichsten Kinoreihe aller Zeiten. Terrence Howard spielte damals James Rhodey Rhodes, den besten Freund von Tony Stark. Doch sein Höhenflug endete abrupt. Marvel tauschte ihn noch im selben Jahr aus und gab Don Cheadle die Rüstung von War Machine. Cheadle prägte die Rolle später in Blockbustern wie „The First Avenger: Civil War” und „Avengers: Endgame”. Jetzt, 18 Jahre nach seinem Aus, packt Howard im PBD Podcast aus und liefert eine schockierende Begründung für seinen Rauswurf.

Zähne ausschlagen: Eskalation in Venedig

Bislang galten reine Geldstreitereien als Hauptgrund für Howards Abgang. Doch nun bringt der Schauspieler eine handfeste Gewaltandrohung ins Spiel. Auf den Filmfestspielen von Venedig 2007 eskalierte ein Streit um den Thriller Die Fremde in dir (2007). Howard ärgerte sich darüber, dass nur sein Co-Star Jodie Foster die prestigeträchtige Nennung above the title auf den Werbeplakaten erhielt. Als er den mächtigen Produzenten Joel Silver darauf ansprach, konterte dieser eiskalt: Howard sei nicht der Star des Films und tauge höchstens für eine Oscar-Nominierung als Nebendarsteller.

Diese Worte brachten das Fass zum Überlaufen. Howard erinnert sich im Podcast an seine aggressive Reaktion:

werde ich dir die Zähne aus dem Mund schlagen

Diese verbale Entgleisung zog weite Kreise. Susan Downey, Ehefrau von Robert Downey Jr., fungierte als Co-Produzentin bei dem Thriller. Zudem pflegt Joel Silver eine enge Freundschaft zu Downey Jr. – Silver überredete den Star später sogar zu seinen legendären letzten Worten in „Avengers: Endgame”. Howard vermutet heute, dass diese toxische Stimmung sein Verhältnis zur Marvel-Führungsriege nachhaltig zerstörte.

Gagen-Krieg und bittere Vorwürfe

Neben der Entgleisung spielte auch das liebe Geld eine massive Rolle. Wusstest du, dass Howard beim ersten Film mit 3,5 bis 4,5 Millionen Dollar der bestbezahlte Schauspieler am Set war? Robert Downey Jr. kassierte damals schlappe 500.000 Dollar. Howard besaß einen Vertrag über drei Filme und pochte für die Fortsetzung auf eine Gage von acht Millionen Dollar. Marvel bot ihm jedoch plötzlich nur noch eine Million und eine drastisch verkleinerte Rolle an.

Howard ließ kein gutes Haar an seinem Ex-Kollegen. Er behauptet fest, Downey Jr. die Rolle überhaupt erst verschafft zu haben. Als Dank habe dieser ihm nicht den Rücken gestärkt und stattdessen das Budget eingestrichen, das ursprünglich für Howard vorgesehen war.

Zweifel an der schauspielerischen Leistung

Branchenberichte aus den späten 2000ern zeichnen allerdings ein anderes Bild. Regisseur Jon Favreau und die Produzenten zeigten sich angeblich unzufrieden mit Howards Performance vor der Kamera. Seine Szenen verschlangen extrem viel Zeit in der Postproduktion und erforderten sogar Nachdrehs. Diese kreativen Differenzen brachten Marvel dazu, Rhodeys Part zusammenzustreichen – was wiederum das mickrige Gagenangebot erklärt.

Marvel fackelte nicht lange, brach die Verhandlungen ab und holte Don Cheadle an Bord. Für Terrence Howard, der damals mit Hustle & Flow (2005) oder L.A. Crash (2004) zu den gefragtesten Stars Hollywoods gehörte, platzte ein gigantischer Deal. Er gibt heute offen zu, die Vertragsdetails unterschätzt zu haben:

Ich wusste nicht, dass es kein beidseitig bindender Vertrag war. Sie konnten ihn einhalten oder auch nicht.

Ein teurer Irrtum, der ihn eine epische Superhelden-Reise kostete.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Titel
Iron Man
Start
30.04.2008
Regisseur/in
Jon Favreau
Franchise / Filmreihe(n)