Spider-Man: Brand New Day startet – China liefert den größten Superhelden-Tag seit sieben Jahren
„Spider-Man: Brand New Day“ ist am 29. Juli in Deutschland und China angelaufen. In China gab es den stärksten US-Superhelden-Start seit sieben Jahren, weltweit stehen rund 465 Millionen Dollar Startwochenende im Raum.
Der wichtigste Marvel-Film des Jahres ist gestartet – und die ersten harten Zahlen kommen nicht aus den USA, sondern aus China. „Spider-Man: Brand New Day” lief dort am Mittwoch, 29. Juli 2026, an und legte den stärksten Start hin, den ein US-Superheldenfilm im chinesischen Markt seit sieben Jahren geschafft hat. Bis zur Mittagszeit standen dort bereits mehr als 16,5 Millionen US-Dollar auf der Uhr.
Parallel dazu kursieren die weltweiten Startprognosen: Rund 465 Millionen US-Dollar soll der Film an seinem ersten Wochenende global einspielen – das wäre der größte Kinostart des Jahres 2026. In Deutschland läuft „Spider-Man: Brand New Day” ebenfalls seit dem 29. Juli, in den USA startet er erst am 31. Juli.
China: der stärkste Superhelden-Start seit sieben Jahren
Der chinesische Ticketriese Maoyan taxierte den ersten Tag auf 37,4 Millionen US-Dollar (254 Millionen Yuan). Zum Vergleich: Kein Superheldenfilm aus Hollywood kam seit „Spider-Man: Far From Home” auch nur in die Nähe dieser Größenordnung – der startete 2019 mit 36 Millionen Dollar. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand „Venom: The Last Dance”, der 2024 an seinem ersten chinesischen Kinotag 9,4 Millionen Dollar einspielte.
Für den kompletten Lauf rechnet Maoyan mit rund 255 Millionen Dollar, der Konkurrenztracker Dengta geht sogar von mehr als 265 Millionen aus. Sollte der Film irgendwo in diesem Bereich landen, wäre es das beste China-Ergebnis eines Hollywood-Films seit „Avengers: Endgame” im Jahr 2019 – und damit auch mehr als „Avatar: The Way of Water” mit 246 Millionen Dollar. Einordnung ist trotzdem angebracht: Prognosen vom ersten Tag werden im Lauf einer Kinowoche regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Der Vorverkauf lag bei 18,6 Millionen Dollar und war damit der beste eines importierten Films in den vergangenen drei Sommern.
465 Millionen Dollar: der größte Start des Jahres
Weltweit peilt der Film laut Branchenschätzungen ein Startwochenende von etwa 465 Millionen Dollar an. Das wäre der zweitgrößte globale Start, den Sony je hingelegt hat – übertroffen nur von „Spider-Man: No Way Home”, der 2021 mit 600,5 Millionen Dollar begann. Der bisherige zweite Platz, „Spider-Man 3” mit 381,6 Millionen Dollar, wäre damit deutlich geschlagen.
In Nordamerika sieht das Marktforschungsinstitut NRG ein Startwochenende von 195 Millionen Dollar in 4.300 Kinos – das wäre bereits der Jahresbestwert, vor „Toy Story 5” mit 159,6 Millionen. Andere Beobachter halten eher 250 Millionen für realistisch. Die nordamerikanischen Vorverkäufe liegen bei rund 80 Millionen Dollar und damit leicht über den 78 Millionen, die „No Way Home” vor seinem Start vorweisen konnte. Für das internationale Geschäft ohne Nordamerika stehen etwa 270 Millionen Dollar im Raum.
Warum die Prognosen trotzdem vorsichtig ausfallen
Die Zurückhaltung hat Gründe. „No Way Home” traf 2021 auf ein Publikum, das nach der Pandemie zurück ins Kino drängte, und bot mit drei Spider-Men ein Ereignis, das sich so nicht wiederholen lässt. „Brand New Day” geht einen anderen Weg: Regisseur Destin Daniel Cretton, der die Reihe von Jon Watts übernommen hat, setzt weniger auf Größe als auf Tiefe – eine ernstere Liebesgeschichte, ein emotional aufgeladener Gegenspieler, ein Peter Parker nach dem Gedächtnisverlust der Welt. Die Netto-Produktionskosten liegen bei rund 225 Millionen Dollar.
Dazu kommt ein ungewöhnliches Format-Problem: Die IMAX-Säle sind in weiten Teilen der Welt von Christopher Nolans „Die Odyssee” belegt, die bereits über 600 Millionen Dollar eingespielt hat. Tom Hollands Spidey bekommt IMAX nur dort, wo Nolan nicht liegt – in China, Japan und Südkorea. Sony hat den Termin trotzdem nicht verschoben und setzt stattdessen auf die große Zahl konventioneller Säle und Premium-Formate.
Der Start in Deutschland
Deutschland gehört zur ersten Startwelle: Am Mittwoch lief der Film neben China auch in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Italien, Mexiko, Spanien, Südkorea und Großbritannien an. Australien, Indien und Saudi-Arabien folgen am Donnerstag, Japan am Freitag, die USA am 31. Juli. Zur Einordnung des deutschen Potenzials: „Spider-Man: No Way Home” kam hierzulande auf 46,3 Millionen Dollar und gehörte damit zu den zehn stärksten Auslandsmärkten des Films.
Die Kritiken liegen bereits vor und fallen freundlich aus – zuletzt standen 91 Prozent bei Rotten Tomatoes, der beste Wert eines MCU-Kinofilms seit fünf Jahren. Neben Holland und Zendaya sind Jacob Batalon, Jon Bernthal als Punisher, Mark Ruffalo als Hulk und Sadie Sink zu sehen. Ob der Film am Ende die Milliarde knackt, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Der nächste MCU-Kinofilm, „Avengers: Doomsday”, startet am 16. Dezember 2026.
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- 29.07.2026
- Regisseur/in
- Destin Daniel Cretton
- Drehbuch
- Chris McKennaErik Sommers
- Franchise / Filmreihe(n)