Spider-Man: Brand New Day – die ersten Kritiken sind da: 91 Prozent bei Rotten Tomatoes

Spider-Man: Brand New Day – die ersten Kritiken sind da: 91 Prozent bei Rotten Tomatoes Sony Pictures / Disney
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Das Kritik-Embargo ist gefallen: Einen Tag vor dem deutschen Kinostart steht Spider-Man: Brand New Day bei 91 Prozent auf Rotten Tomatoes – Marvels bester Wert seit fünf Jahren. Was die großen Blätter loben, und wo sie meckern.

Einen Tag vor dem deutschen Kinostart ist das Kritik-Embargo gefallen: Seit Dienstagnachmittag, 28. Juli 2026, 15:00 Uhr, liegen die ersten offiziellen Besprechungen zu „Spider-Man: Brand New Day” vor. Deadline, Variety und der Hollywood Reporter veröffentlichten ihre Kritiken zeitgleich – und das Bild, das sich daraus ergibt, fällt für Marvel ausgesprochen freundlich aus.

Bei Rotten Tomatoes steht der Film am Dienstagnachmittag bei 91 Prozent aus 77 gezählten Kritiken. Das ist der beste Wert, den ein Kinofilm des Marvel Cinematic Universe seit fünf Jahren erreicht hat. In Deutschland läuft der Film ab dem 29. Juli 2026, in den USA startet er zwei Tage später am 31. Juli.

Was die Kritiker schreiben

Der Tenor der großen US-Branchenblätter: Regisseur Destin Daniel Cretton, der die Reihe von Jon Watts übernommen hat, schlägt einen deutlich reiferen und düstereren Ton an. Deadline beschreibt einen Film, der Peter Parker zu seinen Wurzeln als Verbrecherjäger in New York zurückbringt, statt das nächste Multiversum-Spektakel aufzubauen. Auch der Hollywood Reporter hebt genau das hervor: Nach dem Gedächtnisverlust der Welt am Ende von „Spider-Man: No Way Home” findet der Film einen isolierten, nach innen gekehrten Peter – und verzichtet wohltuend darauf, ständig über das Multiversum zu reden.

Kritik gibt es trotzdem. Der Hollywood Reporter bemängelt das Tempo, das nicht immer sitze. Variety fällt am deutlichsten aus der Reihe: Dort ist von einem reifen, aber mühsamen Abenteuer die Rede, das sich bei allen guten Actionszenen zu sehr anstrenge. Wer also erwartet, dass hier ein einhelliger Jubelchor angestimmt wird, liegt falsch – die Bandbreite reicht von Begeisterung bis Ernüchterung.

Auf der positiven Seite stehen unter anderem Collider mit 8 von 10 Punkten und der Einordnung, dies sei das beste Spidey-Abenteuer seit zwanzig Jahren, sowie ScreenRant mit 7 von 10 und dem Urteil, der Film fühle sich wie ein klassischer Spider-Man-Film an. Mehrfach genannt wird zudem Tom Hollands Darstellung, die etliche Kritiker als seine bislang stärkste in dieser Rolle bezeichnen.

91 Prozent – was die Zahl wirklich wert ist

Zur Einordnung: Der bislang letzte MCU-Kinofilm, der die 91-Prozent-Marke übertraf, war „Spider-Man: No Way Home” mit 93 Prozent, davor „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings” mit 92 Prozent – beide aus dem Jahr 2021. Die zuletzt am besten besprochenen Marvel-Filme, „Thunderbolts*” und „The Fantastic 4: First Steps”, kamen 2025 jeweils auf Werte in den hohen Achtzigern. Der aktuelle Stand ist für Marvel also nicht nur gut, sondern der beste seit einer halben Dekade.

Gleichzeitig lohnt ein nüchterner Blick auf die Mechanik: 77 Kritiken sind für einen Blockbuster dieser Größenordnung noch eine frühe Momentaufnahme. Bis zum Wochenende kommen typischerweise mehrere hundert Besprechungen dazu, und der Prozentwert bewegt sich in dieser Phase erfahrungsgemäß noch um einige Punkte nach oben oder unten. Aussagekräftiger als der Kritiker-Score sind ohnehin Publikumswertung und CinemaScore, die erst nach dem Start vorliegen – sie entscheiden darüber, wie stabil der Film in der zweiten und dritten Woche läuft.

Was für Marvel auf dem Spiel steht

„Spider-Man: Brand New Day” ist der erste von nur zwei MCU-Kinofilmen des Jahres; im Dezember folgt „Avengers: Doomsday”. Entsprechend viel hängt an diesem Start. Der Film läuft 145 Minuten, Cretton führte Regie, das Drehbuch stammt erneut von Chris McKenna und Erik Sommers, die schon die Watts-Trilogie geschrieben haben. Neben Tom Holland und Zendaya sind Jacob Batalon, Jon Bernthal als Punisher, Mark Ruffalo als Hulk und Sadie Sink in einer bis zuletzt geheim gehaltenen Rolle dabei.

Kommerziell gilt der Film als Kandidat für eines der größten Startwochenenden des Jahres und als wahrscheinlicher Nachfolger von „Die Odyssee” an der Spitze der Kinocharts. Christopher Nolans Epos hat in zwei Wochen bereits knapp 700 Millionen US-Dollar weltweit eingespielt. Ob „Brand New Day” wie sein Vorgänger die Milliarden-Marke knackt, entscheidet sich in den kommenden Wochen – die Kritikerwertung liefert dafür zumindest schon einmal Rückenwind.

Wer sich sein Urteil lieber selbst bildet, hat es nicht weit: Ab Mittwoch, 29. Juli 2026, läuft der Film in den deutschen Kinos.

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Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
29.07.2026
Regisseur/in
Destin Daniel Cretton
Drehbuch
Chris McKenna
Erik Sommers