Supergirl Flop: Warum das neue DCU an den Kinokassen scheitert

Supergirl Flop: Warum das neue DCU an den Kinokassen scheitert Warner Bros.

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Ein Budget von 170 Millionen Dollar, aber leere Kinosäle: Wir verraten Dir, warum das neue DC-Abenteuer trotz Superman-Rückenwind massiv abgestürzt ist.

Das neue DC Universe erlebt seinen ersten echten Härtetest. Obwohl der Reboot unter James Gunn und Peter Safran im vergangenen Jahr mit „Superman” einen gewaltigen Kinostart hinlegte, legt der zweite Film der Reihe eine saubere Bruchlandung hin. „Supergirl” spielte an seinem US-Eröffnungswochenende gerade einmal 38 Millionen US-Dollar ein – weltweit kratzte der vermeintliche Sommer-Blockbuster lediglich an der 68-Millionen-Dollar-Marke.

Um das für Dich in Perspektive zu rücken: Die Industrie-Prognosen lagen ohnehin schon niedrig, gingen aber von 47 bis 50 Millionen in den USA und 80 bis 90 Millionen Dollar global aus. Bei einem gigantischen Budget von 170 Millionen US-Dollar wird es für den Film nun extrem schwer, überhaupt noch in die Gewinnzone zu fliegen. Selbst wenn er sich so lange in den Kinos hält wie sein Vorgänger, wird er weltweit wohl unter 200 Millionen Dollar bleiben. DC-Co-Chef Peter Safran reagierte bereits auf die ernüchternden Zahlen:

Der Film hat unsere Erwartungen an den Kinokassen nicht erfüllt, aber wir bleiben zuversichtlich, was die breitere, langfristige Strategie betrifft.

Doch wie konnte es zu diesem Absturz kommen? Wir dröseln die entscheidenden Fehler für Dich auf.

1. Zu harte Konkurrenz im Sommer-Blockbuster-Sandwich

Der 26. Juni klang auf dem Papier nach einem perfekten Starttermin. Doch „Supergirl” fand sich plötzlich im Kinosaal-Krieg zwischen zwei gigantischen Familienfilmen wieder: „Toy Story 5” und „Minions & Monster”. Gerade Pixars Spielzeug-Saga saugte mit einem 70-Millionen-Dollar-Wochenende enorm viel Publikum ab. Da das DC-Abenteuer mit Schauspielerin Milly Alcock auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollte, war dieses Release-Fenster strategisch unklug gewählt.

2. Supergirl zieht (noch) nicht wie die A-Liga

Machen wir uns nichts vor: Kara Zor-El ist keine Wonder Woman und kein Batman. Obwohl sie bereits in drei Filmen und einer langjährigen The CW-Serie auftrat, kennen breite Zuschauermassen die Girl of Steel einfach noch nicht gut genug. Im Gegensatz zu Kernmitgliedern der Justice League wie The Flash oder Aquaman fehlt ihr schlichtweg die popkulturelle Durchschlagskraft, um sofort ein massives Mainstream-Publikum ins Kino zu peitschen.

3. Gemischte Kritiken bremsen den Hype

Während Milly Alcocks schauspielerische Leistung einhellig gelobt wird und sie sich als fantastische Live-Action-Supergirl etabliert, krankt der Film an anderen Ecken. Mit einem Rotten Tomatoes-Score von 56 % bei Kritikern (und 76 % beim Publikum) bleibt der lebenswichtige Mundpropaganda-Faktor aus. ScreenRant-Kritikerin Molly Freeman fasst es treffend zusammen: Es sei zwar ein feiner Film, doch das unzureichend ausgearbeitete Charakter-Arc von Kara mache das Ergebnis "matschig". Schwache Bösewichte und deplatzierte Musikeinlagen taten ihr Übriges.

4. Das neue DCU muss sich erst noch beweisen

Du darfst nicht vergessen: Das Filmuniversum von Gunn und Safran steht noch ganz am Anfang. Ein erfolgreicher Superman-Auftritt bedeutet nicht automatisch, dass die Zuschauer nun blind jedes weitere Projekt konsumieren. Die Kinogänger wollen erst sehen, wie sich dieses Universum entwickelt und wohin die Reise geht. Selbst die kurze Einbindung von David Corenswets Superman und Auftritte von Charakteren wie Lobo reichten als Zugpferde nicht aus.

5. Das Ende der automatischen Superhelden-Hits

Die goldenen 2010er Jahre sind endgültig vorbei. Comicverfilmungen sind heute keine garantierten Selbstläufer mehr. Zwar gibt es absolute Volltreffer wie „Deadpool & Wolverine”, aber Flops wie „The Marvels”, „The Flash” oder „Morbius” beweisen, dass sich der Geschmack des Publikums weiterentwickelt hat. Dass Hollywood weiterhin 170-Millionen-Dollar-Budgets absegnet, wirkt wie ein blindes Festhalten an der Blütezeit des Genres.

6. Das weibliche Publikum blieb zu Hause

Hier liegt die wohl größte und bitterste Überraschung: Gerade einmal 41 Prozent des Premierenpublikums waren weiblich. Für einen Superheldenfilm mit weiblicher Hauptfigur ist das ein absolutes Warnsignal. Zum Vergleich: „Wonder Woman” mobilisierte 53 Prozent, „Captain Marvel” kam auf 52,3 Prozent. Wenn Du die weibliche Zielgruppe nicht erreichst und nicht zu einem kulturellen Must-See-Event wirst, entgeht Dir an den Kassen der entscheidende Schub.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Titel
Supergirl
Start
25.06.2026
Regisseur/in
Craig Gillespie
Drehbuch
Ana Nogueira
Franchise / Filmreihe(n)