Spider-Man: Die Zukunft der Rechte – Marvel und Sony enger verzahnt als je zuvor?

Spider-Man: Die Zukunft der Rechte – Marvel und Sony enger verzahnt als je zuvor? Marvel

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06.03.2026 12:41 Uhr

Spider-Man ist das Kronjuwel im Marvel-Universum. Nach Jahrzehnten des Hin und Her scheint die Partnerschaft zwischen Sony und Disney nun eine neue, extrem spannende Stufe zu erreichen.

Vor fast drei Jahrzehnten traf Marvel eine Entscheidung, die den Weg von Spider-Man für immer verändern sollte. Was einst als Notlösung nach einer Insolvenz begann, als Sony Pictures am 1. März 1999 die Rechte übernahm, hat sich heute zur vielleicht wichtigsten Partnerschaft im Superhelden-Kino entwickelt. Während James Cameron bereits 1991 ein düsteres Skript verfasste, waren es am Ende Sam Raimi und Tobey Maguire, die die Ära der frühen 2000er definierten.

Die ursprüngliche Trilogie wurde zum Maßstab dafür, wie die Öffentlichkeit Peter Parker wahrnimmt, und etablierte einen kulturellen Giganten. Doch Anfang der 2010er Jahre verlor Sony kurzzeitig die Orientierung. Der Schwung der Ära Andrew Garfield bremste spürbar ab, als „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro” weltweit 709 Millionen Dollar einspielte – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorgänger. Schlimmer noch: Keiner der TASM-Filme erreichte die finanziellen Höhen der Raimi-Trilogie.

Dieses finanzielle Plateau erreichte Sony genau zu dem Zeitpunkt, als das MCU die Regeln Hollywoods neu schrieb. Zwischen 2012 und 2015 veröffentlichten die Marvel Studios mit „Marvel's The Avengers”, „Iron Man 3” und „Avengers: Age of Ultron” drei Filme, die jeweils die 1,2-Milliarden-Dollar-Marke knackten. Sonys Entscheidung im Jahr 2015, Peter Parker zu teilen, war daher weniger eine kreative Wahl als vielmehr eine strategische Überlebenstaktik, um Kevin Feiges Brillanz in ein Franchise zu injizieren, das seinen kulturellen Halt verlor.

Ein faszinierender Rollentausch

Heute, da Tom Holland auf seinen vierten Solofilm im Jahr 2026 zusteuert, hat sich die Machtdynamik komplett gedreht. Während das MCU in den 2020er Jahren mit inkonsistenten Erfolgen kämpft, ist Spider-Man zur wohl sichersten und wertvollsten Comic-IP geworden – wertvoller noch als die Avengers oder Batman. Was einst so aussah, als bräuchte Sony die Marvel Studios, hat sich gewandelt: Das MCU braucht Spidey heute mehr denn je.

Sony scheint aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Spin-offs wie „Madame Web”, „Kraven: The Hunter” und die späteren Venom-Sequels verschenkten ihr Potenzial. Glücklicherweise deutet alles darauf hin, dass Sony diesen Pfad verlässt und sich stärker auf Animationsprojekte fokussiert – und bereitwilliger denn je ist, weitere Charaktere mit den Marvel Studios zu teilen.

Brand New Day: Hulk und Punisher bestätigt

Aktuell blicken Fans gespannt auf den 31. Juli dieses Jahres, wenn „Spider-Man: Brand New Day” in die Kinos kommt, gefolgt von „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse” am 18. Juni 2027. Besonders spannend: Die Integration des Wandkrabblers in das MCU ist mittlerweile unbestreitbar fest verankert. Für „Spider-Man: Brand New Day” sind Schwergewichte wie der Hulk und der Punisher bestätigt, die an seiner Seite kämpfen werden.

Gerüchteküche: Tobey Maguire in Avengers: Doomsday?

Auch wenn es zuletzt keine großen offiziellen Updates zum Kleingedruckten der Verträge gab, läuft die Partnerschaft zwischen Disney und Sony Pictures reibungsloser denn je. Man vergisst leicht, dass Hollands Peter Parker vor sechs Jahren beinahe das MCU verlassen hätte. Heute hingegen muss Disney diesen Deal maximieren. Fans können erwarten, dass der Charakter in den kommenden „Avengers: Doomsday” und „Avengers: Secret Wars” eine Rolle spielt.

Das könnte jedoch auf unerwartete Weise geschehen: Es gibt eine wachsende Wahrscheinlichkeit, dass Disney sich Tobey Maguires Spider-Man für einen Avengers-Auftritt ausleiht. Die Hoffnung bleibt bestehen, dass Sony und Disney dieses unkonventionelle System aufrechterhalten und noch mehr Spider-Man-Charaktere tief in das MCU integrieren.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
30.07.2026
Regisseur/in
Destin Daniel Cretton
Drehbuch
Chris McKenna
Erik Sommers