X-Men im MCU: 8 Fehler der Fox-Ära, die Marvel jetzt vermeiden muss
Nach dem Hit Deadpool & Wolverine rücken die Mutanten ins MCU. Wir zeigen dir, welche essenziellen Lektionen Marvel aus fast zwei Jahrzehnten Fox-Ära unbedingt lernen muss.
Rund zwei Jahrzehnte und stolze 14 Filme umfasste die X-Men-Saga unter dem Banner von Fox – angefangen bei „X-Men" bis hin zu „The New Mutants". Spätestens seit „Deadpool & Wolverine" ist das Interesse an den Mutanten wieder gigantisch. Doch wenn das Marvel Cinematic Universe (MCU) das Team neu einführt, dürfen alte Fehler nicht wiederholt werden.
1. Gesellschaftskritik in den Fokus rücken
Die X-Men dienen in den Marvel-Comics seit jeher als starke Metapher für Diskriminierung. Die frühen Fox-Filme haben das hervorragend verstanden. X2 spiegelte mit einem legendären Dialog geschickt reale LGBTQ+-Erfahrungen wider:
Hast du schon mal versucht, kein Mutant zu sein?
Leider wich dieser tiefgründige Ansatz später oft reinem CGI-Spektakel. Das MCU muss politische Kontroversen und öffentliche Angst wieder zum emotionalen Kern der Handlung machen.
2. Keine voreilige Dark Phoenix-Adaption
Fox scheiterte gleich zweimal an der legendären "Dark Phoenix Saga": in „X-Men: Der letzte Widerstand" und in „X-Men: Dark Phoenix". Der Grund war das falsche Timing. Die Tragödie um Jean Grey funktioniert nur, wenn du als Zuschauer jahrelang mit ihr mitgefiebert hast. Das MCU muss sich Zeit nehmen und Jean über mehrere Filme hinweg aufbauen.
3. Das Team als Familie begreifen
Die X-Men sind ein echtes Ensemble, doch im Kino drehte sich irgendwann fast alles nur noch um Wolverine. Selbst das gefeierte „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" fokussierte sich primär auf seine Reise. Figuren wie Cyclops, Storm, Rogue oder Nightcrawler dürfen keine bloßen Statisten sein.
4. Wolverine ist nicht der einzige Star
Hugh Jackman hat Wolverine zur unangefochtenen Ikone gemacht, was jedoch zu einem enormen erzählerischen Ungleichgewicht führte. Das MCU hat nun die Chance, zuerst Charaktere wie Storm oder Rogue glänzen zu lassen. Ironischerweise könnte das Zurückhalten von Wolverine seine spätere Einführung sogar noch epischer machen.
5. Mut zu farbenfrohen Comic-Kostümen
Die schwarzen Lederanzüge der frühen 2000er ergaben damals Sinn, aber die Zeiten der Angst vor gelbem Spandex sind vorbei! „Deadpool & Wolverine" und „X-Men: Apocalypse" haben bewiesen, dass comicakkurate Designs fantastisch aussehen. Du willst Kostüme sehen, die die Persönlichkeit jedes Helden unterstreichen.
6. Die Vorlage respektieren
Fox hat die Mythologie oft unnötig verkompliziert. So wurde Juggernaut plötzlich zu einem simplen Mutanten degradiert und Mystique in den Prequels zur Heldin umgeschrieben. Diese massiven Eingriffe schufen einen verwirrenden Kanon. Das MCU muss dem Geist der Vorlage treu bleiben.
7. Helden nicht für Realismus abschwächen
Oft wurden Mutanten drastisch abgeschwächt, um geerdeter zu wirken. Rogue zeigte nie ihre unglaubliche Stärke und Flugfähigkeit. Auch Cyclops, Psylocke und Gambit blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück, und die frühe Version von Deadpool in „X-Men Origins: Wolverine" wurde geradezu ruiniert. Das MCU darf keine Angst vor übermächtigen Mutanten haben!
8. Die Vielfalt der Mutanten feiern
Mutanten stammen aus den unterschiedlichsten Kulturen und weisen oft außergewöhnliche körperliche Merkmale auf. Während frühe Filme das noch andeuteten, setzte das Franchise später fast nur noch auf konventionelle Hollywood-Schönheitsideale. Das MCU muss das gesamte, wilde Spektrum der X-Men kompromisslos feiern!
- Titel
- Deadpool & Wolverine
- Start
- 24.07.2024
- Regisseur/in
- Shawn Levy
- Drehbuch
- Ryan ReynoldsShawn LevyPaul WernickRhett ReeseZeb Wells
- Franchise / Filmreihe(n)