Alien: Die Filme in der richtigen Reihenfolge

Alien: Covenant und Prometheus sind die letzten beiden erschienen Alien-Filme. Wir verraten Euch, wo diese in der Filmreihe einzuordnen sind.

21.07.2020 07:15 Uhr
Alien: Die Filme in der richtigen Reihenfolge 20th Century Fox

Der Sci-Fi-Horror-Klassiker von Regisseur Ridley Scott gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Mit „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” aus dem Jahr 1979 wurden ein Meisterwerk geschaffen und das Science-Fiction-Horror Genre neu definiert. Der Sci-Fi-Film gilt bis heute als Maßstab und Inspiration vieler weiterer Filme.

Auf den ersten „Alien”-Film folgten bis jetzt zwei Prequels und drei Sequels und die Reihenfolge wird auch durch die Spin-offs beziehungsweise Crossover mit den „Predator”-Filmen beeinflusst. So besteht die eigentliche „Alien”-Reihe aktuell aus sechs Filmen.

Das „Alien”-Franchise hat mit seiner Horrorvision von einem blutrünstigen Xenomorph nicht nur für Alpträume gesorgt, sondern auch für milliardenschwere Einnahmen in die Kassen von 20th Century Fox.

Die chronologische Reihenfolge für die Kino-Highlights der „Alien”-Filme sieht wie folgt aus

Die chronologische Reihenfolge der „Alien”-Filme

Jahr Film Zeitlinie
2012 Prometheus - Dunkle Zeichen 2089
2017 Alien: Covenant 2104
1979 Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt 2122
1986 Aliens - Die Rückkehr 2179
1992 Alien 3 2179
1997 Alien - Die Wiedergeburt 2379

„Ellen Ripley”-Quadrilogy: Die Reihenfolge der ursprünglichen „Alien“-Reihe

Die „Alien”-Reihe war ursprünglich aus einer Quadrilogy und bestand aus vier Filmen, die die Story und das Schicksal um Ellen Ripley (Sigourney Weaver) erzählen. Während der erste Sci-Fi-Film in der klaustrophobischen Enge des Weltraumfrachters Nostromo spielt, wird das Action-Schlachtfest gegen die Horden von Xenomorphs im zweiten und dritten Teil auf Planeten fortgesetzt. Die Ellen-Ripley-Saga endet in einer noch weiter entfernten Zukunft nach eine Weltraumtrip mit dem Tod von Ellen Ripley.

Trotzdem alle vier „Alien”-Filme die Handschriften von unterschiedlichen Regisseuren tragen, erzählt die Quadrilogy dennoch eine logisch schlüssige Geschichte.

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Im ersten Film der „Alien”-Reihe dient Ellen Louise Ripley (Sigourney Weaver) im Weltraum als Offizier der „Nostromo”, einem Erzfrachter der Firma Weyland-Yutani. Als das Raumschiff einen Notruf vom Planetoiden LV-426 empfängt, weckt der Computer die Crew im Jahr 2122 aus dem Kälteschlaf und steuert das Signal an. Als die Crew die Absturzstelle untersucht, wird ein Mitglied von einer spinnenähnlichen Kreatur angegriffen.

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt 20th Century Fox
Ripley (Sigourney Weaver) und Ash (Sir Ian Holm Cuthbert) in Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Ripley, die an Bord der „Nostromo” geblieben ist, besteht auf Einhaltung der Quarantänerichtlinien. Doch die Crew ist anderer Meinung und bezahlt schlussendlich mit dem Leben dafür. Außerdem erfährt sie vom Bordcomputer, dass Weyland-Yutani von den Aliens wusste und der Plan war, sie zur Erde zu bringen. Ripley, die einzige Überlebende, begibt sich in den Kälteschlaf und hofft auf Rettung in der Zukunft.

Aliens - Die Rückkehr

Der von Ridley Scott inszenierte klaustrophobische Auftakt „Alien” in der Enge der Nostromo, wurde wesentlich actionreicher durch das Sequel Aliens - Die Rückkehr von Regisseur James Cameron fortgesetzt. 57 Jahre nach den Ereignissen auf der „Nostromo” im Jahr 2179 wird Ripley im zweiten Teil der Reihe von einem Bergungsschiff von Weyland-Yutani gerettet und zum Planeten LV-426 zurückgeschickt. Der wurde vor 20 Jahren kolonisiert aber es gibt keinen Funkkontakt mehr zu den Kolonisten. Die Rettungsmission wird zu einem Kampf ums Überleben.

Aliens - Die Rückkehr 20th Century Fox
Ripley und Newt (Carrie Henn)

Vor allem die Betreibergesellschaft der Kolonie Weyland-Yutani hat ein Interesse daran, die Kreaturen auf die Erde zu bringen und sie als Biowaffen weiterzuentwickeln. Die Rettungsmission wird zum Desaster, denn bis auf Newt hat keiner der Kolonisten überlebt. Ripley, Newt (Carrie Henn), Hicks (Michael Biehn) und der Androide Bishop können die Alien-Königin gerade noch besiegen und mit dem Raumschiff „Sulaco” vom Planeten fliehen. Der Film endet mit dem Geräusch eines kriechenden Facehuggers.

Wusstest du schon: Die Firmennamen Weyland-Yutani oder Weyland Corp. tauchen immer wieder in der Geschichte der Alien-Reihe auf. So gibt es die Weyland-Firmen bereits in „Alien vs. Predator” und später auch in „Prometheus - Dunkle Zeichen”. Der Androide Bishop ist seinem menschlichen Vorbild Charles Bishop Weyland nachempfunden, dem Firmengründer der auch im ersten „AvP”-Film die Expedition anführte.

Alien 3

In Alien 3 führte David Fincher die Regie, der sich aber nicht scheute, auch zwei beliebte Hauptcharaktere der Alien-Reihe sterben zu lassen. Die Handlung setzt nahezu nahtlos an den zweiten Teil der Reihe an. Der Facehugger hat an Bord der „Sulaco” einen Brand ausgelöst und in Folge desswen weren die Überlebenden in den Rettungskapseln vom Raumschiff abgesprengt. Doch es kommt zu einer Bruchlandung auf dem Planeten Fiorina, auf dem sich mit „Fury 161“ eine Strafkolonie befindet. Einzige Überlebende: Ripley (Sigourney Weaver) und der Facehugger.

Das Wesen sucht sich schnell einen Wirt und der daraus entstehende Alien beginnt die Strafgefangenen zu töten. Als der Alien Ripley nicht angreift stellt sie durch einen Körperscan fest, dass in ihr eine neue Alienkönigin heranreift. Die Überlebenden helfen ihr, den Alien zu töten, ehe ein Rettungsteam auf dem Planeten eintrifft. Die wollen aber nicht sie retten, sondern sind vielmehr an dem Alien in ihr interessiert. Im letzten Moment tötet sie sich selbst und die Königin in einem Schmelzofen.

Übrigens: Das Making-of von Regisseur David Fincher ist als einziges nicht im Bonusmaterial auf der Alien-Quadrilogy-DVD-Edition zu finden, weil er sich kritisch gegenüber den Produzenten geäußert haben soll. Das Bonusmaterial ist auf der Blu-ray Variante zu finden.

Alien - Die Wiedergeburt

Jean-Pierre Jeunet greift 1997 im vierten Teil der „Alien”-Reihe - Alien - Die Wiedergeburt - die Idee aus dem zweiten Film auf, eine größere Menge an Xenomorphen gegen die Menschen kämpfen zu lassen. Im Jahr 2379 wird Ripley und die Alien-Königin an Bord des Raumschiffs „Auriga” aus Überresten ihrer DNA geklont. Die Trennung von beiden ist erfolgreich und die Wissenschaftler wollen weitere Xenomorphen züchten. Doch die Sicherheitszellen erweisen sich als nicht sicher genug und die Alien fangen an, die Crew zu dezimieren.

Ripley hat durch das Klonen auch Alien-DNA bekommen und verfügt über verbesserte Kräfte und Sinne. Auch die Alienkönigin besitzt menschliche DNA und hat eine Gebärmutter. Sie gebiert ein Mischwesen, dass aber Ripley als Mutter erkennt und die Königin tötet. Die „Auriga” ist indes auf Kollisionskurs mit der Erde und die Überlebenden Ripley, Call, Vriess und Johner können mit einem Piratenschiff fliehen. Das Mischwesen ist natürlich mit an Bord, kann aber durch ein kleines Loch in einem Fenster, dass Ripley durch Säure verursacht hat, getötet werden.

Interessant: Als Franzose war Jean-Pierre Jeunet eigentlich nicht daran interessiert einen Kinofilm für Hollywood zu produzieren. Als Fan der Trilogie und der Tatsache, dass Sigourney Weaver und Winona Ryder fließend französisch sprechen, sagte er schließlich doch zu.

Alien-Prequel: Prometheus - Dunkle Zeichen und Alien: Covenant

Erst im Jahr 2012 kam mit „Prometheus - Dunkle Zeichen” endlich wieder ein Film der „Alien”-Reihe in die Kinos. Da die Handlung des Films in der Zeitschiene 31 Jahre vor den Ereignissen von „Alien“ spielt, ist er, genauso wie auch Alien: Covenant, der 15 Jahre nach Prometheus einzuordnen ist, thematisch ein Prequel der originalen „Alien”-Quadrilogy. In beiden Filmen führte Ridley Scott selbst wieder die Regie und inhaltlich wird die Herkunft und die Entstehungsgeschichte der Aliens näher beleuchtet. Der alternative Titel von „Alien: Covenant” lautet übrigens „Prometheus 2”.

Prometheus 20th Century Fox
Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) auf der Suche nach den Geheimnissen der Konstrukteure in Prometheus

Ridley Scott hat außerdem angekündigt, weitere Alien-Filme zu drehen. In der Zeitleiste der „Alien“-Filme soll einer dieser Filme noch zwischen „Prometheus” und „Alien: Covenant” angesiedelt sein und möglicherweise den Title „Alien: Awakening” tragen. Dies könnte erneut die Reihenfolge der Filme im „Alien“-Franchise ändern.

Nach dem Verkauf von 20th Century Fox an Disney könnte es aber durchaus sein, dass düstere und brutale Streifen wie die „Alien“-Filme in dem familienfreundlichen Umfeld von Disney keine weitere Zukunft haben.

Alien vs. Predator

Außerdem gab es 2004 und 2007 die beiden „Alien vs. Predator” Crossover-Filme, die aber laut Ridley Scott selbst nicht zum offiziellen Kanon der „Alien”-Saga gehören.

Neben den beiden Filme des „Alien vs. Predator” Crossover, gibt es noch drei weitere Predator-Filme. Die „Alien vs. Predator” Crossover spielen in ihrer Handlung aber weit vor der Alien-Reihe, so dass wir sie in einer eigenen Filmreihe behandeln.


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