Avengers: Doomsday - Warum die Laufzeit Endgame schlagen muss

Avengers: Doomsday - Warum die Laufzeit Endgame schlagen muss Marvel

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09.03.2026 15:46 Uhr

Das MCU steht vor einer gigantischen Herausforderung: Um X-Men, Fantastic Four und Avengers zu vereinen, muss das nächste Crossover-Event neue Laufzeit-Rekorde brechen.

Das Marvel Cinematic Universe steht vor seinem größten Umbruch seit langem. Wenn „Avengers: Doomsday" auf die große Leinwand kommt, erwartet Dich der erste Avengers-Film seit 2019. Doch das mit Spannung erwartete Crossover bringt ein gewaltiges Problem mit sich: Wie bringt man all diese Helden in einem einzigen Film unter?

Schon in der Post-Credit-Szene von „The Fantastic 4: First Steps" angeteasert, zwingt der neue Oberschurke Doctor Doom eine wahre Flut an vertrauten Gesichtern zur Rückkehr. Neben etablierten Helden wie Thor und Captain America faltet Marvel nun auch die X-Men-Timeline von 20th Century in das MCU ein.

Das Laufzeit-Dilemma: Der Schatten von Endgame

Bisher hält „Avengers: Endgame" mit stolzen 181 Minuten den Längenrekord im MCU. Dieser Film bot ein kraftvolles Finale für die Infinity-Saga und gab dem Kern-Team genug Raum zum Glänzen. Die Herausforderung für Avengers: Doomsday ist jedoch gigantisch: Der Cast ist weitaus größer! Die Filmemacher müssen die X-Men, die Fantastic Four, die New Avengers und alteingesessene Helden ausbalancieren - und ganz nebenbei Doctor Dooms universumsübergreifenden Masterplan erklären.

Könnte der Film kürzer ausfallen? „Avengers: Infinity War" bewies, dass man auch in knackigen 149 Minuten extrem viele Helden bündeln kann. Doch hier liegt der Knackpunkt: Charaktere wie Cyclops und seine Mutanten-Kollegen waren seit den 2010er-Jahren nicht mehr auf der Leinwand präsent. Du brauchst als Zuschauer Zeit, um Dich wieder an sie zu gewöhnen. Eine kürzere Laufzeit riskiert, dass der Film all seine Versprechen nicht angemessen einlösen kann.

Warum über 3 Stunden die einzige Lösung sind

Aus erzählerischer Sicht ist es unausweichlich: Avengers: Doomsday muss der längste MCU-Film aller Zeiten werden. Ironischerweise wirkt ein Film mit weit über drei Stunden Laufzeit oft weniger überladen, da die unzähligen Figuren wirklich atmen können.

Natürlich fürchten Studios solche Überlängen. Event-Kino wie „Avatar: Fire and Ash" sorgt mit seinen 197 Minuten Laufzeit bei Disney für Besorgnis, da längere Filme schlichtweg weniger Vorstellungen pro Tag bedeuten. Doch der finanzielle Erfolg gibt der kreativen Vision recht: Trotz drei Stunden Spielzeit spielte Endgame gigantische 2,799 Milliarden US-Dollar bei einem Budget von 400 Millionen US-Dollar ein.

Ein episches Abenteuer mit vertrauten Gesichtern und einem spannenden Schurken wird die Kinosäle am 18. Dezember 2026 füllen. Die Regisseure Anthony und Joe Russo tun gut daran, dem Film die nötige Zeit zu geben. Nur so kann die Geschichte optimal etabliert werden, bevor Ende 2027 dann „Avengers: Secret Wars" anläuft.

Abenteuer
Action
Science Fiction
Start
16.12.2026
Regisseur/in
Joe Russo
Anthony Russo
Drehbuch
Stephen McFeely
Michael Waldron