Scarlett Johansson
Lucy in „Lucy"
- Geboren
- 22.11.1984 · 41 Jahre
- Geburtsort
- New York City, New York, USA
- Nationalität
- Amerikanisch
- Bekannt aus
- Lucy, The Spirit, The Jungle Book
- Aktiv seit
- 2005
Biografie
Kaum eine Laufbahn läuft so quer durch die Science-Fiction wie die von Scarlett Johansson. Elf Jahre war sie im Marvel Cinematic Universe Natasha Romanoff, 2025 übernahm sie in „Jurassic World: Die Wiedergeburt” die Hauptrolle, und am 18. Dezember 2026 spricht sie in Brad Birds „Ray Gunn” die Femme fatale eines animierten Sci-Fi-Noir bei Netflix. Danach warten zwei Großprojekte: ein Horrorfilm im März 2027 und „The Batman: Part II” im Februar 2028.
Geboren am 22. November 1984, wurde Johansson mit 18 Jahren durch „Lost in Translation” bekannt und gewann dafür 2004 den BAFTA als beste Darstellerin. Ungewöhnlich ist, was danach kam: Innerhalb von zwei Jahren spielte sie dreimal ein Wesen, das kein Mensch ist – eine Stimme, eine Außerirdische und eine Frau, deren Gehirn die Grenze des Menschlichen sprengt. Seit 2025 führt sie außerdem selbst Regie.
Auf einen Blick
Wer ist Scarlett Johansson? US-amerikanische Schauspielerin, Jahrgang 1984, von 2010 bis 2021 Natasha Romanoff alias Black Widow im MCU.
Der aktuelle Film? „Ray Gunn”, der Animationsfilm von Brad Bird – weltweit bei Netflix ab 18. Dezember 2026, Johansson spricht die Popsängerin Venus Nova.
Ihre wichtigsten Genre-Rollen? Natasha Romanoff im MCU, die Betriebssystem-Stimme Samantha in „Her”, Motoko Kusanagi in „Ghost in the Shell” und Zora Bennett in „Jurassic World: Die Wiedergeburt”.
Was kommt als Nächstes? Mike Flanagans „The Exorcist: Martyrs” (US-Start 12. März 2027), „The Batman: Part II” (deutscher Kinostart 17. Februar 2028) und die Jurassic-Fortsetzung, die 2027 gedreht werden soll.
Kehrt sie als Black Widow zurück? Nein. „Natasha ist tot”, hat sie 2025 selbst gesagt. Ein Marvel-Projekt mit ihr als Produzentin ist seit 2023 angekündigt, aber nie benannt worden.
Elf Jahre Black Widow – und ein Rechtsstreit, der Hollywood verändert hat
Johanssons Marvel-Zeit beginnt 2010 in „Iron Man 2” als Nebenfigur und endet 2019 mit dem Opfertod ihrer Figur in „Avengers: Endgame”. Der Solofilm „Black Widow” kam erst danach, 2021, und erzählte die Vorgeschichte nach. Über neun Filme hinweg war Natasha Romanoff damit die weibliche Hauptrolle, die am längsten durchgehend im MCU stand – und die Gagenkurve erzählt die Geschichte des Studios mit: 400.000 Dollar für „Iron Man 2”, 20 Millionen vorab für „Black Widow”.
Der zweite Grund, warum diese Rolle über das Kino hinaus Folgen hatte, ist juristisch. Disney spielte „Black Widow” 2021 parallel zum Kinostart bei Disney+ aus; Johansson klagte, weil ihre Beteiligung am Kinoergebnis hing. Der Streit endete mit einem Vergleich über rund 40 Millionen Dollar und mit einer Branchenlehre, die seither jeden Vertrag prägt: Wer am Einspielergebnis beteiligt ist, lässt sich das Auswertungsfenster schriftlich geben. Eine Rückkehr der Figur schließt Johansson seit 2025 deutlich aus – sie sei tot, das Publikum müsse das akzeptieren. Wer in der Rolle nachgefolgt ist, sortiert unsere Übersicht zu allen Black Widows im MCU und in den Comics.
Die Schauspielerin, die das Nichtmenschliche spielt
2013 und 2014 liegen drei Filme, die zusammengenommen ein eigenes Rollenprofil ergeben. In „Her” ist Johansson nur zu hören: Sie spricht ein Betriebssystem, in das sich sein Nutzer verliebt, und muss eine Figur allein über Tonfall und Timing bauen. In „Under the Skin” (2013) spielt sie eine Außerirdische, die in Schottland Männer auflädt und einsammelt – ein Film fast ohne Dialog, der seine Hauptdarstellerin als Fremdkörper inszeniert. Und in „Lucy” von Luc Besson wird aus einer Kurierin eine Frau, deren Hirnleistung ins Unbegrenzte kippt.
Die Fortsetzung dieser Reihe war 2017 „Ghost in the Shell”, die Realverfilmung des japanischen Anime-Klassikers, in der sie die Cyborg-Polizistin Motoko Kusanagi spielt. Der Film wurde zum Lehrstück über Besetzungspolitik: Eine weiße Darstellerin in einer japanischen Hauptrolle löste eine Debatte aus, die dem Film wirtschaftlich schadete und in Hollywood nachhallte. Johansson hat die Kritik später als berechtigt eingeordnet. Was bleibt, ist eine Karriere, in der Künstliche Intelligenz, außerirdisches Leben und Cyborgs keine Ausnahmen sind, sondern ein Muster – und der Grund, warum ihr Name im Genre so oft fällt.
Jurassic World: Die Wiedergeburt – und was aus der Reihe wird
2025 stand Johansson als Geheimagentin Zora Bennett im Zentrum von „Jurassic World: Die Wiedergeburt”, an ihrer Seite Mahershala Ali und Jonathan Bailey, Regie führte Gareth Edwards. Die Handlung dreht sich um eine verdeckte Mission, die Dino-DNA für ein Wundermedikament beschaffen soll. Mit rund 872 Millionen Dollar weltweit war der Film ein klarer Erfolg – gemessen an den drei Vorgängern mit Chris Pratt, die jeweils die Milliarde knackten, aber auch ein Rückgang.
Die Fortsetzung ist gesetzt, der Regiestuhl nicht: Edwards steigt aus, wie im August 2026 bekannt wurde, als Grund nennen Deadline und Variety kreative Differenzen. Drehbuchautor David Koepp bleibt an Bord, ebenso die Besetzung – Johansson, Bailey und Ali sollen zurückkehren. Gedreht werden soll nach derzeitigem Stand 2027, ein Kinostart ist nicht datiert, auch kein deutscher. Es wäre der achte Film der Reihe; die komplette Chronologie steht in unserer Übersicht zu Jurassic Park und Jurassic World.
Wie es weitergeht: Netflix, ein Exorzismus und Gotham
Der nächste Termin ist der 18. Dezember 2026. Dann bringt Netflix „Ray Gunn” heraus, den Animationsfilm, den Brad Bird seit über 30 Jahren im Kopf hat: ein Sci-Fi-Noir im Retro-Futurismus von 1939, mit Privatdetektiv, fliegenden Autos und einer außerirdischen Unterwelt. Johansson spricht den Multimedia-Star Venus Nova, die unter Mordverdacht steht, Sam Rockwell den Titelhelden. Weltpremiere ist am 10. Oktober beim London Film Festival; einen regulären Kinostart gibt es nicht, der Film ist von Anfang an für den Streamer angelegt.
2027 folgt Horror: In Mike Flanagans „The Exorcist: Martyrs” spielt Johansson die Mutter des besessenen Kindes, gedreht wurde von März bis Juni 2026 in New York, der US-Start liegt auf dem 12. März 2027 – ein deutscher Termin steht noch nicht. Und 2028 wechselt sie endgültig die Seiten: Für „The Batman: Part II” steht sie seit dem Drehstart am 12. Juni 2026 in Großbritannien vor der Kamera. Welche Rolle sie spielt, haben Warner Bros. und Matt Reeves bis heute nicht mitgeteilt; Berichte bringen sie mit der Familie Dent in Verbindung, bestätigt ist davon nichts. In den deutschen Kinos läuft der Film am 17. Februar 2028 an – wie die Reihe von Matt Reeves aufgebaut ist, zeigt unsere Übersicht zur Batman Epic Crime Saga.
Dazu kommt eine Rolle hinter der Kamera. 2025 legte Johansson mit „Eleanor die Große” ihr Regiedebüt vor, das in Cannes Premiere feierte – ein kleines Drama ohne jeden Genre-Bezug, aber ein Projekt, an dem sie nach eigener Aussage fast drei Jahrzehnte gearbeitet hatte. Für eine Schauspielerin, die zweimal im selben Jahr für den Oscar nominiert war – 2020 für „Marriage Story” und „Jojo Rabbit” –, ist das der nächste logische Schritt.
Scarlett Johansson wurde am 22. November 1984 geboren und ist damit 41 Jahre alt.
Nach ihren eigenen Aussagen nicht: Natasha Romanoff ist in „Avengers: Endgame” gestorben, und Johansson hat 2025 ausdrücklich erklärt, die Figur sei tot. Angekündigt ist seit 2023 lediglich ein bislang unbenanntes Marvel-Projekt, an dem sie als Produzentin beteiligt ist.
Offiziell ist das nicht bekannt. Warner Bros. und Regisseur Matt Reeves halten ihre Rolle wie die von Sebastian Stan weiterhin zurück. Der Film startet am 17. Februar 2028 in den deutschen Kinos.
„Ray Gunn” erscheint am 18. Dezember 2026 weltweit bei Netflix, also auch in Deutschland. Die Weltpremiere findet am 10. Oktober 2026 beim London Film Festival statt.
Ja. Nach dem Ausstieg von Regisseur Gareth Edwards im August 2026 soll die Besetzung unverändert bleiben: Johansson, Jonathan Bailey und Mahershala Ali kehren zurück. Gedreht werden soll 2027, einen Kinostart gibt es noch nicht.







